Mit dem Baby auf Wohnmobilreise durch die USA: Mission San Xavier del Bac

Vom Colossal Cave State Park zum Patagonia State Park und weiter nach Tombstone

Jonathan fühlt sich im Camper mittlerweile wie zu Hause und strahlt, sobald er ihn sieht. Er schläft jetzt auch schon bis fünf Uhr und kriecht dann zu uns ins Bett, wo wir gemeinsam den Sonnenaufgang aus dem Fenster beobachten. Wir machen einen morgendlichen Spaziergang, um zu sehen, wo wir eigentlich gelandet sind. Um neun Uhr schließt der Ranger das Tor wieder auf, und wir fahren zum Visitor Center beziehungsweise zur riesigen Höhle, die dem Park zu seinem Namen verhalf. Hier nehmen wir um zehn zusammen mit vier anderen Gästen an einer Führung teil, die Jonathan bei Flo im Rucksack einfach verschläft. Die Tour ist nett gemacht und lohnenswert – allein schon wegen der vielen spannenden Banditengeschichten! Von den Gesteinsformationen her noch beeindruckender sind übrigens die Kartchner Caverns, die erst 1999 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und etwas weiter östlich am Highway 10 bei Benson liegen (dazu später mehr).

Wir fahren zunächst in Richtung Tucson zurück, um dann den Highway 19 in Richtung Süden zu nehmen. An der Mission San Xavier del Bac legen wir einen kurzen Stopp ein und schauen uns um. Die Kirche ist sehr schön, das Drumherum mit einigen Indianerständen wirkt etwas verschlafen.

Durch die Hitze geht’s dann weiter bis nach Nogales an der mexikanischen Grenze. Wie der Lonely Planet schon sagt, gibt es hier einfach nichts zu sehen. Nachdem wir vergeblich nach einem Stadtzentrum oder etwas Ähnlichem gesucht haben, was einen Stopp wert gewesen wäre, fahren wir auf dem landschaftlich sehr reizvollen Patagonia Highway weiter zum Patagonia State Park.Dieser liegt wunderschön hinter ein paar Hügeln versteckt und besteht aus einem künstlich geschaffenen kleinen See. An dessen Ufer befindet sich ein Campground mit Bootsverleih, Wanderwegen und über 100 vollausgestatteten RV-Stellplätzen. Zu dieser Jahreszeit ist es hier sehr ruhig und idyllisch, sodass wir uns gleich für zwei Nächte einbuchen.

Am nächsten Tag machen wir eine kurze Kanutour auf dem See und beobachten Vögel. Ansonsten gönnen wir uns in der Mittagshitze eine Pause unter den schattigen Bäumen und spazieren am Nachmittag noch ein wenig am Seeufer entlang. Jonathan genießt die Reisepause sichtlich, wir auch!

Am darauffolgenden Tag fahren wir morgens schon um kurz nach acht los und kommen bereits um kurz vor neun im niedlichen Ort Patagonia an, der uns auf Anhieb sympathisch ist. Es gibt ein paar verschlafene kleine Läden und nette Cafés, mehr nicht. In einem kleinen Café kehren wir dann auch gleich ein, um erst einmal ausgiebig zu frühstücken. Tatsächlich hat hier fast jeder Laden Zugang zum Internet, und wir können endlich mal wieder online gehen. Zwei Stunden später machen wir uns dann im Zickzackkurs auf den Weg nach Tombstone – es macht uns viel Spaß, auf den leeren Straßen durch die reizvolle Landschaft zu fahren. Um halb zwei sind wir dann aber schon da, checken auf dem ruhigeren der beiden in der City gelegenen Campgrounds ein (Stampede) und machen uns gleich auf in den Touritrubel der bekannten Westernstadt. Tombstone ist ein lebendes Museum, das von den verschiedensten Protagonisten bevölkert wird. Da wir uns so schnell nicht für eine der dargebotenen Nachstellungen des berühmten Shootouts von 1882 entscheiden können, machen wir stattdessen, mit Helmen bewaffnet, eine sehr interessante Mine Tour in Tombstones alte Silbermine. Joni kommt auch hier im Rucksack mit und findet die Tour größtenteils spannend.

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29.Dezember 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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