Mit Baby ist alles doch ein bisschen anders …

Mutter und Kind auf Treibholz am Strand

Am Strand von Vancouver Island

Da wir früher schon gern Urlaub mit dem Camper gemacht haben und durch Kanada und Alaska gereist sind, wollten wir das nur ungern aufgeben, als unser Sohn geboren wurde. Also war schnell klar, dass er mit muss, und so planen wir den ersten Camperurlaub mit und für ihn. Kurz bevor Luca ein Jahr alt wird, wollen wir zwei Wochen durch Vancouver Island reisen.

Wenige Tage vor dem Urlaub überkommt mich allerdings die Panik: Wie wird das eigentlich mit dem langen Flug laufen? Was ist mit der Zeitverschiebung? Wird Luca im Camper aus dem Bett fallen? Vor dem Reisebericht liste ich mal meine anfänglichen Bedenken auf und wie es letztendlich für uns war:

Langstreckenflug

Er geht vorbei, das ist die gute Nachricht. Und er liegt nun mal zwischen zu Hause und dem Traumziel. Wir fliegen um 14 Uhr in Frankfurt ab (mit halbstündiger Verspätung) und landen um 15 Uhr Ortszeit in Vancouver. Luca (und dadurch auch wir) haben den Flug gut überstanden. Nachmittags schläft er anderthalb Stunden. Wir haben die Mutter-Kind-Reihe vorher schon gebucht und ein kleines Bettchen für ihn organisiert. Zusätzlich habe ich eine Manduca-Trage dabei, mit der ich im Flugzeug herumlaufen kann. Darin schläft Luca gut ein, sodass ich ihn anschließend ins Bettchen legen kann. Durch die Gänge krabbeln geht auch prima, wenn gerade kein Essen ausgeteilt wird. Das ganze Spielzeug, das ich eingepackt habe, hätte ich mir allerdings sparen können. Es gibt für ihn so viel zu gucken, dass alles andere uninteressant ist. Zur eigentlichen Schlafenszeit schläft er zwar auch ein, wacht aber immer wieder auf, sobald andere Kinder schreien. Aber alles in allem geht es ganz gut. Auf dem Rückflug hat er ziemliche Schwierigkeiten einzuschlafen, da er nichts verpassen will. Schließlich hat er es dann aber doch geschafft und noch vier Stunden geschlafen.

Der Blick aufs Rollfeld des Frankfurter Flughafens

Kurz vor dem Abflug

Kind im babybett des Flugzeugs

Das Babybett im Flugzeug

 

 

 

 

 

 

 

Zeitumstellung

Die hat prima geklappt! Auf dem Hinweg kommen wir um 15 Uhr Ortszeit in Vancouver an, verbummeln den Nachmittag noch ein bisschen mit einem echt fitten Baby (obwohl es die Nacht ja quasi nicht oder nur wenig geschlafen hat) und gehen früh essen. Um 18 Uhr schläft Luca ein – bis zum nächsten Morgen um sechs – und um 19 Uhr auch wir. Am nächsten Tag sind wir dann schon gut in der neuen Zeitzone angekommen. Auf dem Heimweg brauchen wir drei fast vier Tage, bis wir uns umgewöhnt haben. Aber das haben wir dann auch gut geschafft.

Das Hotelzimmer in Vancouver in British Columbia

Hotelzimmer in Vancouver

Schlafen im Hotel

Wir schlafen im Sandman Signature Airport Hotel ein Tipp von CANUSA, echt weiterzuempfehlen … Luca bekommt auf Nachfrage auch ein eigenes Babybettchen.

Schlafen im Camper

Hat auch super geklappt. Wir haben einen Truck-Camper mit Bunk-Slide-Out gemietet – wir können quasi ein Etagenbett elektronisch nach außen fahren und haben dann zusätzlich noch eine super Sitzecke. Das obere Bett hat eine Netzsicherung, sodass Luca nicht herausfallen kann. Das haben wir dann mit Laken abgehängt und so kann er dort gut schlafen. Das Einschlafen dauert etwas länger als zu Hause, da es im Camper heller ist. Und nachts zieht Luca oft in unser Bett um, weil die Umgebung für ihn einfach ungewohnt ist. Aber das gefällt uns allen dreien gut, da es das zu Hause nur ganz selten gibt.

Kinderbett im Truck Camper

Das Kinderbett im Truck Camper

Essen am Tisch

Svenja (hier geht es zu ihrem Reiseblog) hatte uns den Tipp gegeben, einen Tischsitz mitzunehmen. Den können wir prima sowohl drinnen als auch draußen nutzen; ohne ihn wären wir wirklich aufgeschmissen gewesen.

Die Innenansicht des Truck Campers

Mittagessen im Truck Camper

Baby-Rucksack

Wir haben drei Möglichkeiten dabei, den Kleinen transportieren zu können. Und letztendlich brauchen wir auch alle drei: Auf der Reise und beim Städtebummel oder abends beim Essen ist der Buggy super. Beim Wandern und auf dem Schiff nutzen wir die Deuter-Rückentrage. Und der Manduca-Tragegurt ist meine Wahl, wenn es mal schnell gehen muss oder Luca einschlafen soll.

Baby-Kleidung

Ich habe Luca vorher noch eine Matschhose und Matschschuhe gekauft. Und vor Ort ist das Wetter dann tatsächlich oft regnerisch oder einfach noch nicht so warm, dass wir kurze Hosen hätten anziehen können. Daher trägt Luca die meiste Zeit seine Matschhose und kann so überall herumkrabbeln, ohne sich zu erkälten, nass zu werden oder jede Hose dreckig zu machen.

Blick auf den Truck Camper mit Kind in Kanada

Der Blick in den Truck Camper

Kind spielt am Straßenrand in Kanada

Auch für Luca ist alles hochinteressant

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kindersitz

Wir bestellen beim Anmieten des Truck-Campers gleich einen Kindersitz mit. Kurz vorher hake ich bei Fraserway noch mal nach, ob es sich auch um den richtigen Sitz für einen Einjährigen handelt – das wird mir dann auch bestätigt. Und als wir ankommen, ist alles auch schon vorbereitet. Den Sitz müssen wir allerdings aus Haftungsgründen selbst im Auto befestigen. Aber da wir eine Rücksitzbank haben und die englische Anweisung lesen können, passt alles prima.


ZUR ÜBERSICHTSSEITE DIESER REISE |NÄCHSTER BEITRAG


 

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6.Juli 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


5 Kommentare für “Mit Baby ist alles doch ein bisschen anders …”

  1. Carolin sagt:

    Hallo,

    super Bericht! Ich habe noch eine Frage an euch: Mit welcher Airline seid ihr nach Kanada gereist? Wir fliegen Anfang Juni mit unserem dann gerade ein Jahr alt gewordenen Sohn nach Ostkanada mit air canada und da wurde uns bei canusa gesagt, dass es für ihn kein Bettchen mehr gibt – das nur geht, wenn das Kind unter einem halben Jahr alt ist. Wir müssen jetzt in einer ganz normalen Reihe sitzen mit ihm auf dem Schoß. Ein Bettchen für unseren Sohn waäre natürlich ideal.

    Liebe Grüße
    Carolin

  2. Michi sagt:

    Hallo,
    wir fliegen im Mai mit unserer dann 21 Monate alten Tochter für 4 Wochen nach Kanada und fahren dann mit einem Camper von Vancouver nach Whitehorse.
    Auch auf die Gefahr das es schon jemand gefragt hat möchte ich trotzdem nochmal fragen wie es denn am besten ist mit dem Kindersitz.
    Wir überlegen ob wir nicht am besten unseren eigenen mitnehmen, was meint ihr ?
    Habt ihr uns noch Tipps und Ratschläge, was wir unbedingt mitnehmen müssen ?
    Vielen Dank

    Gruß Michi

  3. Drazen Mandic sagt:

    Hallo Contanze,

    hast du schon mal unseren anderen Blog gelesen, da findest du auch viele Tipps.
    http://blog.canusa.de/alle-reiseberichte/usa-wohnmobilurlaub-mit-kleinkind/

    LG

  4. Constanze sagt:

    Hallo,
    habe euren Blog vom Reisebüro zugeschickt bekommen. 🙂 Bin gerade in den Anfängen unsere 2 Monatige Reise für Juli/August 2013 mit einem 6 Monate altem Baby und unserer dann 3,5 jährigen Tochter zu planen. Es ist super herausfordernd und ich bin für alles was ich zum Thema „Reisen im Wohnmobil mit kleinen Kindern“ finde dankbar. 🙂
    Mich würde interessieren, wie ihr bei eurer vorangegangen Reise als euer Sohn noch kleiner war die Babyschale im Wohnmobil befestigt habt. Habe in einem anderen Blog gelesen, dass das wohl ein Problem darstellt. Wisst ihr ob das Netz welches euren Sohn vor dem Rausfallen aus seinem Bett bewahrt hat in allen Wohnmobilen mit Slide out drin ist?
    Zudem kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wieviel Platz ich in so einem Wohnmobil für unsere Sachen habe.
    Langsam habe ich das Gefühl wir übernehmen uns etwas, so eine lange Reise mit einem Wohnmobil zu machen. Was sagt euer Gefühl? Habt ihr noch weitere Tipps für uns? Ich bin wie gesagt für jeden noch so kleinen Tipp dankbar.

    Viele Grüße
    Constanze

  5. Tom sagt:

    Hallo,

    ich habe den Blog gerade erst entdeckt. Schöner Bericht mit natürlichen Bilder. Daumen hoch!
    Euch noch eine gute Zeit!
    Gruß
    Tom

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