Leaving Las Vegas

Hoover-Talsperre

Es hat die ganze Nacht über geregnet, und auch am Morgen ändert sich das Wetter kaum. Nach einer verregneten Fahrt nach Las Vegas sind wir froh, dass es dort trockener ist. Im Alexis Park Resort beziehen wir unser Zimmer, schnappen uns unsere Koffer aus dem Camper und fegen diesen gründlich durch. Morgen früh soll er schließlich zurückgegeben werden. Nach getaner Arbeit steigen wir in ein Taxi und fahren zur Belohnung in die Outlet Mall North, wo einige fantastische Schnäppchen auf uns warten. Zum Beispiel sind die Jeans von Levi’s hier in den USA so super günstig, dass wir gleich zuschlagen müssen!

Als perfekten Abschluss für diesen Tag haben wir Ziplining in der Fremont Street gebucht und freuen uns schon, an einem Seil hängend hoch über der Straße entlangzusausen. Wir gehen in das Büro und werden von dort gleich auf ein wirklich hohes Gerüst geführt. Uns schlagen die Herzen bis zum Hals, als wir in unseren Sitzen an das dicke Drahtseil geschnallt werden. Und schon geht’s los! Mit einigen Stundenkilometern fliegen wir über den Köpfen der feiernden Menschen durch die Fremont Street! Ein würdiger Abschluss für diesen Abend. Da wir uns zuvor ein 24-Stunden-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in Las Vegas gekauft haben, können wir nun den Bus zurück zu unserem Hotel nehmen, wo wir uns gleich schlafen legen.

Heute heißt es Abschied nehmen von unserem Wohnmobil. Gleich morgens setzen wir uns in den Camper und fahren zu Road Bear RV. Leider finden wir auf dem Weg keine Tankstelle, an der wir unser verbrauchtes Propan auffüllen können, doch zum Glück übernimmt Road Bear das auch. Als wir etwas später im Shuttle-Bus sitzen, fragen wir, ob wir auch woanders als an unserem Hotel abgesetzt werden können – und das ist tatsächlich möglich! Wir werden zum Town Square gefahren, einem wirklich tollen Shopping District. Hier gefällt es uns sogar noch besser als im Outlet-Center von gestern! Mit unseren 24-Stunden-Tickets können wir danach ganz entspannt in den Bus steigen, der alle halbe Stunde Richtung Strip fährt.

Es ist wieder sehr heiß und stickig heute, die dicken Wolken am Himmel versprechen allerdings nichts Gutes für unseren Rundflug über den Grand Canyon, den wir für heute Nachmittag geplant haben. Kaum am Hotel angekommen, werden wir sogleich vom Shuttle-Bus in Richtung Flughafen abgeholt. Nach etwa 45 Minuten sind wir angekommen und besteigen unser kleines Flugzeug – gerade einmal 10 Leute passen hinein! Der Rundflug dauert etwa eine Stunde, und trotz der Wolken am Himmel und zwischenzeitlichem Regen bekommen wir einen fantastischen Einblick in den Grand Canyon und die Geschichte der Region. Auch über die Hoover-Talsperre fliegen wir, und während des gesamten Fluges werden uns über Kopfhörer viele Informationen mitgeteilt.

 Grand Canyon Flug Grand Canyon aus der Vogelperspektive

Nach der Landung begeben wir uns direkt wieder in Richtung Las Vegas City. Wir steigen einige Haltestellen vor unserem Hotel aus, denn wir haben immer noch nicht genug geshoppt. Unsere letzte Station ist die Fashion Show Mall direkt am Strip! Gut ausgestattet laufen wir die letzten 100 Meter in strömendem Regen zurück zum Hotel. Der Zugang ist allerdings durch einen reißenden Fluss aus Regenwasser leicht erschwert – aber egal, wir ziehen uns kurzerhand die Schuhe aus und waten in kniehohem Wasser zur Rezeption, wo wir den Internetzugang nutzen, um noch schnell für unseren morgigen Flug online einzuchecken. Etwas Gutes hat der Regen jedoch: der Abschied fällt uns nicht ganz so schwer …

Las Vegas Strip

Am nächsten Morgen müssen wir früh aufstehen, denn um 9 Uhr geht unser Rückflug schon los. Der Fahrer des Shuttle-Busses zum Flughafen heißt Jesus und erzählt uns einiges über seine Farm auf dem Land und meint, dass die Leute sich heutzutage viel zu sehr durch das Leben hetzen würden. Wir haben leider keinen einzigen Dollar mehr in der Tasche, aber Jesus akzeptiert als Trinkgeld auch unsere Schokoriegel … Der Flug von Las Vegas nach Dallas Fort Worth verläuft angenehm, während wir uns auf dem Anschlussflug in Richtung Frankfurt über dem Atlantik ein bisschen von Turbulenzen durchschütteln lassen.

Unser gemeinsamer Kalifornien-Trip wird uns wohl ewig in Erinnerung bleiben, wir haben viele wunderschöne und atemberaubende Augenblicke geteilt und unglaublich viel in dieser kurzen Zeit erlebt. Und eines ist klar: Wir waren mit Sicherheit nicht das letzte Mal im Golden State unterwegs und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Besuch – dann aber mit deutlich mehr Zeit! Denn 1800 Kilometer in zwei Wochen zu fahren, war schon eine Herausforderung, und leider mussten wir wegen der knappen Zeit auf die ein oder andere Sehenswürdigkeit verzichten. Trotz alledem, wir haben uns in den wunderschönen, abwechslungsreichen Bundesstaat Kalifornien verliebt.

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9.Januar 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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