Las Vegas – und dann ab in die Natur

Welcome to Fabulous Las Vegas

Heute lassen wir den Lake Powell hinter uns und fahren nach Las Vegas. Unser Campground am Lake Powell wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben, auch wenn wir in diesen Tagen nicht alle Aktivitäten machen konnten. Der Platz ist sehr sauber und aufgeräumt, fernab vom Straßenlärm und hat einen tollen Blick auf den Lake Powell. Der Preis von 48 Dollar pro Wohnmobil und Nacht ist absolut angemessen.

Wir frühstücken gemeinsam in der Sonne und fahren gegen neun gemütlich nach Las Vegas los. Über die Route 98 erreichen wir Utah, wo die Landschaft grüner und spektakulärer wird als während der Tage zuvor. Wir kommen an Rinderherden und einigen Pferden vorbei und erreichen Kanab. Nach einem Tankstopp steuern wir die Touristenformation an, weil wir herausfinden möchten, ob wir durch den Zion National Park fahren können. Leider ist aufgrund der Größe unserer Wohnmobile dafür die Sperrung eines Tunnels im Park für den Gegenverkehr notwendig. Wegen des Shutdowns stehen aber leider keine Ranger zur Verfügung; also entscheiden wir uns für eine andere Strecke und fahren über die Route 389 nach Hurricane, wo wir eine kurze Mittagspause machen, und dann weiter zur I15 Richtung Las Vegas.

Das beeindruckende Hotel Bellagio in Las Vegas Treasure Island Hotel in Las Vegas
Treasure Island Hotel Show

Die Landschaft wird immer karger, und nach knapp sechs Stunden Fahrt zeichnen sich in der Ferne die ersten Umrisse von Las Vegas ab. Plötzlich stecken wir im Stau, ein Phänomen, das wir schon fast vergessen haben. Aber unseren Campground, KOA Circus, erreichen wir trotzdem nach kurzer Zeit. Die Stadt empfängt uns mit ihrem typischen Sound aus Sirenen und Motorenlärm, dafür liegt der Campingplatz aber nur gut 10 Minuten zu Fuß vom Anfang des Strips entfernt. Auch dieser Platz bietet alles, was man so benötigt: Pool, Spielplatz, Laundry, Mini-Shop und vieles mehr. Mit der KOA-Campground-Karte bezahlen wir hier 52 Dollar pro Wohnmobil und Nacht. Nicht zu vergessen: Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend.

Nachdem wir eingecheckt haben und die Wohnmobile geparkt sind, planen wir die nächsten Tage. Wir gehen davon aus, dass wir nicht wie geplant im Yosemite National Park übernachten können und entschließen uns, auch die folgende Nacht noch in Las Vegas zu verbringen, aber den Nationalpark wenigstens zu durchfahren. Also verlängern wir an der Rezeption schnell unseren Aufenthalt, und nach einem kurzen Umparkmanöver mit unseren inzwischen eingetroffenen Nachbarn stehen die beiden Wohnmobile nun auch endlich wieder nebeneinander. Abends machen wir – Kristina, Andreas und Julian (Paul liegt schon im Bett, und Flo hält Wache) – uns auf den Weg, um den Strip zu erkunden. Wir sind geflasht von den Leuchtreklamen und der Musik und fasziniert von den baulichen Leistungen der Architekten. Nachdem wir uns alle im Caesars Palace irgendwo zwischen dem Shoppingcenter und dem Kasino verlaufen haben, finden wir wieder einen Ausgang auf die Straße, und um Mitternacht liegen wir dann endlich in den komfortablen Betten unserer Wohnmobile.

Für den neuen Tag haben wir beschlossen, nach dem Frühstück im Outlet Center in Primm ausgiebig shoppen zu gehen. Die Mall liegt etwas außerhalb, ist aber zu empfehlen. Auf dem Weg halten wir natürlich am wohl bekanntesten Wahrzeichen von Las Vegas, dem berühmten Welcome-Schild, und knipsen rasch ein paar Erinnerungsfotos. Am Abend besuchen Kristina, Paul und Flo die kostenlose Show vor dem Treasure Island Hotel, und anschließend gehen wir gemeinsam in der Cheesecake Factory Essen – unheimlich lecker …

Das eindrucksvolle Death Valley Fahrt mit dem Wohnmobil
Mammoth Lakes in Kalifornien Indian Summer in den USA
Wunderschöne Natur in Kalifornien Der beeindruckende Mono Lake

Der neunte Tag unserer Reise erfordert frühes Aufstehen, was nach den Eindrücken und den langen Abenden in Las Vegas eine gewisse Disziplin erfordert. Um kurz nach sieben verlassen wir den Campground in Las Vegas und fahren in Richtung Mammoth Lakes. Zum Glück können wir die Highways, die durch die geschlossenen Nationalparks führen, trotz der Parkschließungen befahren. So erreichen wir nach einem Tankstopp (unbedingt vor der kalifornischen Grenze noch einmal in Nevada volltanken, Benzin ist hier deutlich günstiger) und zweistündiger Fahrt das Death Valley. Durch felsige Landschaft mit ein paar vertrockneten Büschen bahnen wir uns den Weg bergauf und bergab durch das Tal des Todes. Zum Glück ist es heute nicht zu heiß, sodass wir keine Probleme mit unseren Motoren bekommen. Der Weg führt uns weiter gen Osten, der Sierra Nevada entgegen. Über den Highway 395 erreichen wir nach insgesamt acht Stunden Fahrt unser heutiges Nachtlager, den Mammoth Mountain RV Park in Mammoth Lakes. Wir haben zwar nicht vorab gebucht, bekommen aber trotzdem noch zwei Stellplätze nebeneinander, diesmal mit partial Hook-up, also nur Wasser und Strom. Der Tag heute war lang, und so gehen wir früh ins Bett.

Nach einer kalten Nacht werden wir wieder mit strahlendem Sonnenschein geweckt und wärmen uns beim Frühstück im Freien auf. Heute lassen wir uns mehr Zeit und brechen erst um 11 Uhr auf, eine Stunde vor der Check-out-Zeit. Zunächst führt uns unsere Route durch Mammoth Lakes, was auch ein bekannter Wintersportort ist. Nach einem kurzen Umweg – auch hier zeigt die Natur schon ein bisschen Indian Summer, was sehr hübsch zu fotografieren ist – fahren wir weiter in Richtung Yosemite National Park und machen noch einen Abstecher zum Mono Lake, den wir uns nicht entgehen lassen möchten. Der kurze Spaziergang auf dem Trail lohnt sich auf jeden Fall, die außergewöhnlichen Tuffsteine sind eine Aufnahme wert, und die Geschichte des Sees ist sehr interessant.

National Park Service Yosemite National Park Landschaft im Yosemite National Park
See im Yosemite National Park Fahrt durch den Yosemite National Park

Zurück auf dem Highway 395 zweigen wir bald auf den Highway 120 ab, den Tioga Pass. Die freundliche Rangerin am Eingang des Yosemite National Parks lässt uns wissen, dass alle staatlichen Einrichtungen geschlossen sind und es verboten ist, unterwegs anzuhalten und die Aussichtspunkte zu besuchen. Dass wir nicht langsam über den Highway fahren dürfen, hat sie nicht gesagt … Und so genießen wir die wundervolle Aussicht entlang der Strecke in vollen Zügen. Die Vegetation hier ist überaus faszinierend, zu den Nadelwäldern gesellen sich Richtung Westen immer mehr Laubbäume und Farne. Auch hier lässt uns der beginnende Herbst einen Hauch von Indian Summer erahnen – ein tolles Farbspiel und eine bewundernswerte Natur!

Beeindruckende Landschaft in Kalifornien

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9.Oktober 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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