Auf zur Kreuzfahrt mit der Norwegian Getaway!

Im Hafen von Miami vor der Norwegian Getaway

Vorfreude bei Familie Witte vor dem Einchecken auf die Norwegian Getaway

Auf dem Weg zur Norwegian Getaway

Nach herrlichen zwei Wochen mussten wir uns von unserem 180-Quadratmeter-Eigenheim, in dem wir die absolute Ruhe genießen konnten, verabschieden und uns an den Gedanken gewöhnen, die nächste Woche aufgeteilt in zwei 21 bis 23 Quadratmeter kleinen Kabinen auf einem Schiff zu verbringen. Aber es war noch nicht so weit, denn wir mussten erst mal die Norwegian Getaway in Miami erreichen.

Eigentlich wollten wir vier Stunden über die Interstate 75 fahren, aber schon bald war uns klar: Wir wollten lieber den parallel verlaufenden Highway 41 nehmen, der ganz in der Nähe des Everglades National Park verläuft. Dort ging es für uns langsamer voran, aber die Landschaft fanden wir gleich viel interessanter. Auf halber Strecke, auf dem Rastplatz am Visitor Centre, konnten wir eine Pause machen und auf kleinen Holzstegen laufen, die zu einem Flusslauf mit Alligatoren führen. Unsere Kleinen waren begeistert von den „Totodilen“, wie sie die Krokodile nannten. Dann fuhren wir weiter und erreichten noch rechtzeitig die Mietwagenstation am Flughafen. Alamo und auch andere Autovermieter bieten übrigens immer einen kostenlosen Shuttle zu den Kreuzfahrtterminals des PortMiami an. Das ist vor allem ein toller Service, wenn man mit vielen Personen und Gepäck unterwegs ist. Unser Ziel war die 324 Meter lange Norwegian Getaway, die im Jahr 2014 von der Meyer Werft in Papenburg gebaut wurde.

Die Norwegian Getaway in Miami

Birthe Witte am Kreuzfahrtterminal PortMiami

Auslaufen aus dem Hafen MIami

Auslaufen aus Miami

Unsere Kabine auf Deck 14

Der Shuttle-Bus von Alamo brachte uns direkt zum Terminal, wo wir die Koffer noch vor dem Gebäude abgaben. Beim Check-In wird jeder Gast fotografiert und das Foto gleich auf der Bordkarte gespeichert. Wer eine Kabine im separaten Suiten-Bereich der Kategorie The Haven für sich gebucht hat, bekommt noch an Land Häppchen und Getränke in einem Extra-Raum und kann dann direkt durchmarschieren. Weil wir bereits vorab online das Check-In gemacht hatten, konnten wir auch ganz schnell diesen großen Dampfer betreten. Wir wurden durch ein großes Empfangskomitee mit Musik und Tanz fröhlich willkommen geheißen und zum Fahrstuhl gelotst.

Es ging für uns hoch auf Deck 14, mittschiffs, wo uns zwei Balkonkabinen erwarteten. Vier Personen sind für diesen Kabinentyp erlaubt, sodass eine von den Kleinen freudestrahlend zu den Großeltern nebenan zog. Der Kabinensteward stand schon bereit und fragte, ob er das Bett aus der Decke herunterklappen sollte und ein Reisebett gewünscht war. Wir bejahten alles und waren positiv überrascht, denn meine Befürchtungen hinsichtlich der Kabinengröße waren umsonst. Die Kabinen dort sind wahre Raumwunder, und in den meisten Hotelzimmern ist nicht annähernd so viel Stauraum. Unsere fünf Koffer passten unter das gemütliche King-Size-Bett und alle Klamotten in den Schrank. Den großen Bettkasten unterhalb des Ausziehsofas entdeckten wir erst am Ende der Reise, aber wir brauchten ihn auch nicht. Selbst im Bad war genug Platz für Kulturtaschen und die nötigen Utensilien. Das ganze Schiff war großartig geplant und alles wurde sehr edel verarbeitet – es ist also „Made in Germany“! Wir hatten uns die Norwegian Getaway bereits im Winter in Bremerhaven von außen angeschaut, aber hier im Hafen von Miami wirkte sie mit ihren farbenfrohen Bemalungen gleich ganz anders und passte perfekt in diese tropischen Gewässer.

Blick in eine Balkonkabine

Die Balkonkabinen bieten viel Stauraum und Platz

Deck 14 Balkon

Hoch hinaus: Ausblick von Deck 14

An Bord der Norwegian Getaway gibt es viel zu entdecken

Mein Lieblingsplatz auf der Norwegian Getaway war gleich auf Deck 8 mit der ruhigen Waterfront, wo es Lounge-Möbel, ein Fernrohr, die Sugarcane Mojito Bar, Spezialitäten-Restaurants und eine Eisdiele gibt. Man kann auf der Waterfront einmal um das Schiff herumgehen – oder rennen, wie es unsere Kinder immer wieder gern taten. Die echte Joggingstrecke ist auf Deck 16. Auf den oberen drei Decks findet man auch alle anderen Einrichtungen für sportliche Aktivitäten. Wir testeten fast alles aus und wurden große Fans vom Hochseilgarten, wo es zum Glück auch einen kleinen Parcours für die Kinder gibt. Die etwas Ältere durfte schon mit auf den „echten“ Weg und hatte dabei wahrscheinlich weniger Angst als ich. Es war toll, und wenn man die ersten Tage nur auf See verbringt, dann hat man genügend Zeit, sich das Schiff in Ruhe anzuschauen. An einen Vormittag wurden wir zu Dauerrutschern, denn die fünf dortigen Röhren wurden jedem Anspruch gerecht. Zum Spielen von Minigolf waren unsere Mädels noch zu klein, sodass wir es lieber ließen, damit sie sich nicht mit den Schlägern schaden konnten. Aber das Bungee-Trampolin und der Kletterturm waren für sie ideal. Die lütte Deern war währenddessen im Kinder-Pool-Bereich, wo es aber auch ziemlich voll war. Der Hauptpool für die Erwachsenen ist ganz schön, aber nicht überdimensioniert. Dafür ist es natürlich ganz praktisch, eine Haven-Kabine zu buchen, wo es einen separaten Pool- und Liegebereich gibt. Wir gingen stattdessen zum Ruhebereich am Bug des Schiffes und schnappten uns eine Liege, von denen es an Bord ganz viele gibt.

Riesige Wasserrutschen auf der Norwegian Getaway

Die tollen Wasserrutschen machen süchtig

Hochseilgarten auf offener See

Ein ungewöhliches Erlebnis: Klettern auf offener See

Auch an Seetagen wirkte das Schiff übrigens nicht überfüllt, denn die Passagiere verteilten sich gut auf die vielen Decks. Einige saßen im Casino oder in der Bibliothek, andere machten einen Salsa-Kurs, ersteigerten Gemälde, gingen zur Botox-Beratung, ließen sich im Spa durchkneten, frühstückten mit den Offizieren, backten Cake-Pops oder schnitzten Melonen. Ich geriet schon beim Lesen des täglichen Bordprogramms fast in den Freizeitstress. Das Angebot ist so weit gefächert wie die Zielgruppe. Es ist für jeden – vom Baby bis zum 95-Jährigen mit Rollator – etwas dabei. Auch das Essen ist sehr vielfältig. Sechs Restaurants sind bereits im Reisepreis enthalten, und man kann sich immer wieder spontan entscheiden, wo, wann und was man essen möchte. Wer lieber auf seinem Balkon frühstücken möchte, kann den kostenlosen Kabinenservice dafür nutzen. Das freundliche Personal an Bord ist mehr als aufmerksam und immer gern zu einem Plausch aufgelegt, sodass ich während der Woche so manche Lebensgeschichte erfahren konnte. Unser Kabinensteward Oswald kam zweimal am Tag, baute die Betten für die Kinder morgens ab und abends wieder auf und reinigte jedes Mal die Kabine. Wir hatten uns schnell an diesen Luxus gewöhnt …

Sonnenuntergang an der Waterfront auf Deck 8

Romantischer Sonnenuntergang an der Waterfront auf Deck 8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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5.September 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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