Key West

Drinks im Sloppy Joe's in Key West genießen

Heute liegt das letzte Stück bis Key West vor uns, wir machen uns ausgeschlafen und gut gestärkt gegen 9 Uhr auf den Weg. Zunächst übernimmt Lisa, die erst kürzlich ihren Führerschein gemacht hat, das Steuer unseres Wohnmobils und fährt souverän die erste Etappe. Nach rund 30 Meilen erreichen wir bei strahlendem Sonnenschein Key West. In den engen Straßen ist das Rangieren mit unserem Gefährt nicht ganz einfach, und den von uns ins Auge gefassten Campingplatz scheint es nicht mehr zu geben. Nach einem kurzen Einkauf drehen wir um und steuern den wenige Meilen vor Key West gelegenen Boyd’s Campground an. Der Platz liegt wunderschön am Wasser, das Personal ist ausgesprochen freundlich. Dem Ambiente entsprechend tragen alle Mitarbeiter Hawaiihemden. Die gute Lage hat aber auch ihren Preis: Für einen direkt am Wasser gelegenen Stellplatz und 4 Personen bezahlen wir für 2 Nächte stolze 315 $. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber dafür können wir auch gleich unsere mitgebrachten Grillhähnchen vor unserem Wohnmobil mit bestem Blick auf die Bucht verspeisen. Was für ein Start!

Fahrt nach Key West Boyd's Campground bei Key West

Nach der kurzen Pause nehmen wir ein Taxi (20 Dollar), das uns in 10 Minuten zur Duval Street, der Flaniermeile von Key West, bringt. Die vielen schönen alten Holzhäuser und der Trubel in den Straßen gefallen uns sehr. Wir genehmigen uns zunächst – mal wieder – eine ordentliche Portion Frozen Yogurt! Etwas später machen wir uns auf den Weg in Richtung Hafen, um den berühmten Sonnenuntergang zu erleben. Am Kreuzfahrtterminal haben sich zahlreiche Straßenmusiker und Jongleure eingefunden, die die Touristen nach allen Regeln der Kunst zu unterhalten versuchen. Wir haben heute Glück, denn trotz des bewölkten Himmels ist der Horizont klar, und als die Sonne kurz vor dem Untergang aus den Wolken hervorbricht, bietet sich uns ein unvergessliches Bild. Die Sonne erscheint einem hier so groß wie an keinem anderen Ort dieser Welt, und der Himmel verfärbt sich in den schönsten Orangetönen. Die zahlreichen Segelschiffe vor der Küste runden das Bild ab und lassen die Kulisse so malerisch erscheinen, dass sie schon fast künstlich wirkt.

Den traumhaften Sonnenuntergang in Key West erleben Duval Street in Key West

Später laufen wir zurück in die Duval Street und lassen den Tag bei Livemusik und dem einen oder anderen Drink im Sloppy Joe’s, einer urigen Kneipe, in der schon Ernest Hemingway ein und aus ging, ausklingen. Was für ein schöner Tag!

Der zweite Tag in Key West bricht an. Wie immer bemühen wir uns, früh aufzustehen, um so viel wie möglich vom Tag und vor allem von der Sonne zu haben. Das frühe Aufstehen klappt auch ganz gut, aber bei drei Mädels dauert das morgendliche Aufhübschen so seine Zeit. Erst gegen halb elf schaffen wir es, in Richtung Key West aufzubrechen.

Da das Wetter nicht optimal ist – es regnet ein wenig –, beschließen wir, eine Sightseeing-Tour zu machen. Für 19 Dollar pro Person ist dies eine sehr gute Möglichkeit, Key West von seiner historischen und architektonischen Seite kennenzulernen. Es ist wirklich ein wunderschöner Ort, und es lohnt sich definitiv, diese sehr informative Trolley-Tour zu machen. Am Hafen steigen wir aus und essen in einem urigen Fischimbiss frischen Fisch, Scampi, Salat und Pommes – lecker, lecker, lecker! Wir beschließen, einen traditionellen Nachtisch zu essen, der sich Key Lime Pie nennt. Nicht ganz unser Fall, es ist ein Mix aus festem Zitronen- und Käsekuchen, der mit einer dicken Schokoladenschicht überzogen ist. Für jeden, der säuerlich schmeckenden Käsekuchen mag, ist das aber sicher eine hervorragende Sache.

Tour durch Key West Das historische Key West erkunden
Chocolate Dipped Key Lime Pie On A Stick Den Tag in Key West genießen

Wir entscheiden uns, zu Fuß vom Hafen in die Stadtmitte zurückzugehen – der Weg ist nicht lang – und genehmigen uns, nachdem uns der Key Lime Pie nicht glücklich gemacht hat, noch eine (nicht ganz günstige) Portion Frozen Yogurt. Nach der allgemeinen Stärkung beschließen Lisa und Sophie noch, eine Highspeed-Bootstour entlang der Küste Key Wests zu unternehmen. Das hat zwar Spaß gemacht, aber 40 Dollar fanden wir etwas zu viel dafür.

Highspeed-Bootstour entlang der Küste von Key West

Zum Abschluss des Tages essen wir noch eine Kleinigkeit in einer netten Bar direkt am Wasser und beobachten die Sonne so lange, bis sie hinter den Wolken verschwindet – unser Startzeichen, um den Rückweg zum Campingplatz anzutreten. Wir nehmen uns ein Taxi, und kurz darauf stehen wir auch schon vor Molly. Alle wissen, dass nun gepackt und geputzt werden muss. Wir vier sind alles andere als motiviert, aber was sein muss, muss sein. Wir teilen die Arbeiten auf, und so verläuft die Aktion schnell und reibungslos. Nachdem auch alle Koffer und Taschen fertig gepackt sind, fallen wir erschöpft ins Bett und schlafen mit einem Hörspiel im Ohr ein. Der Abschied von unserem Wohnmobil naht, und Anna Maria Island liegt vor uns; der morgige Tag wird lang, anstrengend und aufregend!

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21.März 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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