Kanada, wie wir es erlebt haben

Yorkville-Park-Wasserfall in Toronto

Über diese Reise

Unsere Kundin Frau Stamm berichtet von Ihrer Kanadareise. Zusammen mit ihrem Mann hat sie sich im Herbst 2011 auf eine große Tour begeben – um ihre Silberhochzeit zu feiern. Von Toronto ging es bis nach Vancouver Island und dann nach Calgary. Eine Reise, die zeigt, wie abwechslungsreich Kanadas Landschaften sind.

Kanada, wie wir es erlebt haben

3. Oktober 

Mit dem Cityhopper geht es von Hannover nach Amsterdam, von dort dann weiter nach Toronto in Kanada. Sonderlich viel Platz haben wir nicht im Flugzeug, aber das ist egal, wir sind gespannt auf das, was kommen wird. Gegen 19:30 Uhr landen wir pünktlich in Toronto, dann beginnt das Schlangestehen, denn es sind zur selben Zeit eine ganze Menge Menschen in Kanada angekommen. Einreiseschalter, Zollschalter, Gepäckband – für alles brauchen wir rund 45 Minuten (es ist fast wie zu DDR-Zeiten, wenn es etwas Besonderes gab). Nun endlich können wir uns auf die Autovermietung konzentrieren; wir werden freundlich mit der Bemerkung begrüßt, dass sie alle nur noch auf uns warten würden. Der Papierkram geht ziemlich flott.

Dann stehen wir vor dem Auto, einem Ford Escape in schwarzer Farbe, und wollen so schnell wie möglich aus der Garage heraus, um uns mit dem Fahrzeug zumindest ein wenig vertraut zu machen. Es regnet in Strömen, und nirgends eine Möglichkeit, sich für einen Moment an die Seite zu stellen. Also erst einmal in irgendeine Richtung fahren und dann am nächsten Abzweig runter vom Highway. Jetzt können wir unser Auto kennenlernen und das Navigationsgerät auspacken. Völlig problemlos finden wir den Weg zum Hotel – mitten in Downtown. Es war ein anstrengender Tag, wir wollen jetzt nur noch ins Bett.

4. Oktober 

Heute ist eine Stadtrundfahrt geplant. Der Bus ist pünktlich zur Stelle, wir sind nur fünf Teilnehmer, und der Fahrer (ein Schweizer, der vor 30 Jahren ausgewandert ist) beantwortet unsere Fragen geduldig. Er macht seine Sache, wie ich finde, sehr gut.

Auch das Casa Loma (Kulisse für den Film X-Man) können wir bestaunen. Anschließend geht es noch zum Rathausplatz, dort begeben wir uns in den Untergrund. In Toronto gibt es wahrhaftig eine Stadt unter der Stadt. Um die elf Kilometer sind die Gänge der Untergrundstadt insgesamt lang, und mit jedem neuen Gebäude kommt ein Stück hinzu. Im Winter kann man mit der U-Bahn in die Stadt fahren, zum Arbeiten, Shoppen, Essen, was auch immer man möchte, und braucht nicht in die Kälte zu gehen (durchschnittliche Schneehöhe in Toronto sind zwei Meter).

Casa Loma in Toronto

Wir genießen dort unten unser Mittagessen und machen uns anschließend zu Fuß auf den Weg zum CN Tower. Es gibt zwei unterschiedlich hohe Plattformen – wir müssen natürlich bis ganz nach oben. Die Aussicht ist überwältigend, selbst von hier oben kann man das andere Ufer des Lake Ontario nur erahnen. Mit viel Mühe kann ich die Türme von Niagara at the Falls sehen. Wie fantastisch muss das erst im Frühling oder Sommer aussehen, wenn alles grünt und blüht!

Wir machen uns auf den Weg zurück zum Hotel. Die Stadt ist ein einziger Ameisenhaufen, jede Menge Menschen, auch zu Fuß unterwegs wie wir, Autos, Lkws, überall wird gebaut, und stets sind die Leute freundlich. Was besonders auffällt: Kaum jemand benutzt seine Hupe, auch wenn manche Autofahrer scheinbar noch nicht wissen, wohin sie eigentlich wollen. Bei uns wäre das ganz anders, aber – wir sind ja nicht bei uns.

Der Weg zum Hotel scheint unendlich zu sein, Sebastian und ich wollen eine Pause machen, also auf zum nächsten Kaffeebecher (hier geht offenbar gar nichts ohne einen Coffee to go, mindestens jeder Zweite hat auf der Straße einen riesigen Kaffeebecher in der Hand).

Es war ein wunderschöner Tag, aber auch seeeehr anstrengend.

5. Oktober 

Unser echtes amerikanisches Frühstück bei „Cora’s“ ist ausgesprochen gut und sehr reichhaltig – einfach lecker!

Gut gelaunt und voller Erwartung machen wir uns auf den Weg nach Niagara at the Falls. Auf dem Weg dorthin wollen wir unbedingt in Kitchener haltmachen, was eigentlich ein Umweg ist. Unser netter Schweizer hat uns aber berichtet, dass die meisten deutschen Auswanderer in Kanada in dieser Gegend dort leben.

Kitchener ist ein eher ruhiger und verschlafener Ort. Dort bereitet man sich gerade auf das Oktoberfest vor, jedenfalls steht das auf den Werbeplakaten. Außer dem Festzelt und einigem anderen Klimbim haben wir jedoch nichts gesehen, was typisch deutsch wäre.

Wie es aussieht, haben sich alle vor uns versteckt. Was soll’s, dann trinken wir eben wieder Kaffee, und dazu gibt es einen Muffin. Sebastian möchte allerdings keinen, er gönnt sich stattdessen seinen ersten kanadischen Hotdog. Dann geht es weiter zu den Niagarafällen.

Niagara-Wasserfälle beim Sonnenuntergang in Kanada

Im Hotel angekommen, stellen wir fest, dass das Zimmer um einiges größer ist als das in Toronto. Wir können direkt ins Atrium und auf den Pool sehen; alle Zimmer haben Fenster zum Atrium. Am Abend machen wir einen Spaziergang durch den Ort und schauen uns die Fälle bei Nacht an – sie werden in verschiedenen Farben angestrahlt und sehen einfach fantastisch aus! Obwohl nachts nicht so viel Wasser über die Fälle geleitet wird (ein Teil wird zur Stromerzeugung genutzt), sieht dieses Naturschauspiel umwerfend aus, man kann sich gar nicht sattsehen.

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6.Januar 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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