Jazz Brunch, Mississippi und die Houmas House Plantation

Houmas House

Für das Frühstück wartete heute etwas ganz Besonderes auf uns: Wir hatten einen Tisch im historischen Restaurant The Court Of Two Sisters reserviert, in dem täglich ab 9 Uhr ein Jazz Brunch stattfindet. Den Tisch konnte ich einfach über die Internetseite reservieren (eine Reservierung würde ich auch immer empfehlen).

Das Restaurant befindet sich übrigens unweit der St. Louis Cathedral. Vor dem Frühstück machten wir deshalb noch einen kurzen Abstecher zu diesem „romantischen Schlösschen“. Im The Court of Two Sisters bekamen wir einen tollen Tisch im Innenhof zwischen Palmen und Springbrunnen. Die Jazzband bestand aus drei älteren Herren und spielte nur zwei Tische weiter. Wir fanden die Atmosphäre einfach super! Es gab Kaffee, Tee und Saft satt, und das Buffet war sehr reichhaltig: frische Eier und Pancakes, warmes Essen, viel Fisch und Salate, frisches Obst und zum Nachtisch zahlreiche Kuchensorten.

Ein Highlight durfte in New Orleans natürlich nicht fehlen: eine Fahrt mit dem Schaufelraddampfer auf dem Mississippi. Wir sind an Bord der Natchez gegangen, die Karten für die knapp zweistündige Tour haben wir direkt am Anleger gekauft. Wir entschieden uns gegen die Lunch Cruise und nahmen ein normales Ticket für 29 Dollar pro Person. Es gab zwar eine lange Schlange, um an Bord zu kommen, aber die Gäste verteilten sich wirklich sehr gut. Wir ergatterten einen schönen Sonnenplatz und konnten die Fahrt richtig genießen. Das Mittagessen wurde im Innenraum als Buffet serviert, aber durch die großen Fenster hatten wir auch von dort einen schönen Ausblick. Beim Essen spielte die Jazzband, und deren Musik konnte man über Lautsprecher auch draußen hören. Unterwegs erfuhren wir eine ganze Menge über den Mississippi und seine Bedeutung für New Orleans. Wieder am Pier angekommen, brauchten wir erst mal etwas Schatten und entschieden uns dafür, einen kleinen Abstecher in die neue Outlet Collection at Riverwalk zu machen, die früher Riverside Marketplace hieß. Auch hier gibt es die typischen Geschäfte, aber das Beste ist die „Außenstelle“ des Café du Monde, wo wir, verglichen mit dem zentralen Café im French Quarter, unsere Beignets ohne Schlangestehen bekamen.

Jazz Brunch Court of two Sisters New Orleans Steamboat Natchez New Orleans
Mississippi Cruise auf der Natchez New Orleans

Am Abend ging es zurück in den Garden District und zum Commander’s Palace. Wir freuten uns tierisch darauf und fuhren diesmal mit der historische Straßenbahn dorthin. Eine Einzelfahrt kostet übrigens 1,25 Dollar, ein Tagesticket 3 Dollar. Im Restaurant wurden wir sofort von mehreren Kellnern begrüßt und genossen gleich die ganz tolle Stimmung. Unser Tisch befand sich im ersten Stock, wir entschieden uns für eines der 3-Gänge-Menüs und ließen uns verwöhnen. Von den legendären Martinis für nur 25 Cent war zwar nicht mehr die Rede, aber dieser Abend mit der tollen Stimmung war wirklich etwas ganz Besonderes. Wir beschlossen, danach noch weiterzuziehen in Richtung Frenchmen Street, die wir vom French Quarter aus entlang des Mississippis in gerade mal 20 Minuten erreichten. Diese Straße ist ganz anders als die Bourbon Street, hier gibt es viele kleine Kneipen und Klubs. Egal welche Tür sich öffnete oder in welches Fenster wir schauten, überall hörten wir tolle Livemusik.

Am nächsten Tag mussten wir von New Orleans Abschied nehmen – einer Stadt, von der wir sofort total begeistert waren! Aber natürlich haben wir uns auch auf unseren nächsten Stopp gefreut. Also öffneten wir das Autodach und fuhren los in Richtung Burnside, zur berühmten Houmas House Plantation! Die Fahrt ging entlang des Mississippi, und nach einer guten Stunde erreichten wir die Einfahrt dieser traumhaften Plantage, in der wir auch übernachteten. Es gibt keine wirkliche Rezeption für das Inn at Houmas House, wir checkten direkt am Ticketschalter im Museums-Shop ein und bekamen eine kleine Einweisung sowie unsere Schlüssel. Vor der Tür erwartete uns ein kleines Golfcart samt Fahrer und brachte uns zu den tollen Gäste-Cottages. Wow! Wir waren in einem Gebäude mit drei Zimmern untergebracht, hatten eine Veranda mit Schaukelstühlen, ein gemütliches Sofa und ein riesiges Badezimmer. Es hätte kaum schöner sein können! Wir ruhten uns eine Weile aus und schauten uns dann die Plantage an.

Inn at Houmas House Zimmer im Inn at Houmas House

Die Houmas House Plantation ist ganz anders als die Oak Alley Plantation – hier wohnt der heutige Besitzer noch im Herrenhaus. Während der Führung durch das Gebäude erfuhren wir ganz viel über die Geschichte des Anwesens und konnten sogar die Privaträume besichtigen. Das Houmas House hat in der Vergangenheit oft den Besitzer gewechselt und viele Veränderungen durchgemacht. Die Gartenanlage ist ebenso beeindruckend wie das Haus selbst. Normalerweise wird den Gästen empfohlen, für das Abendessen einen Tisch im Restaurant zu reservieren. Wir hatten aber Glück und vorher eine Einladung für die heutige Dinner-Party zum St. Patrick’s Day bekommen. Rund 70 Gäste waren geladen, und im Garten fand ein netter Empfang statt mit Cocktails, grünem Bier und leckerem Fingerfood. Unser Highlight: caramelized Bacon. Im Hauptrestaurant waren die Tische festlich gedeckt, und es wurde ein leckeres 3-Gänge-Menü serviert. Wir ließen den Abend danach mit einem kühlen Bierchen in den Schaukelstühlen ausklingen.

St. Patricks Day Dinner Party Houmas House St. Patricks Day Dinner Party Houmas House

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16.Juni 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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