Jasper: Skipisten, Eisfelder und mehr

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Im Frühjahr 2013 ging es für uns zum Skifahren nach West-Kanada, in die Provinz Alberta. Wir, Benjamin, Clarissa, Juliane und Kirstin, fuhren in den wunderschönen, in der Winterzeit ruhigen Ort Jasper. Bevor wir jedoch die Ruhe und den unglaublich schönen Blick auf die Rocky Mountains genießen konnten, mussten wir nach dem Flug von Deutschland nach Kanada erst einmal die rund 400 Kilometer zurücklegen, die zwischen dem Calgary International Airport und unserem Ziel in den Rockies lagen. Sehr weit kamen wir zunächst nicht, denn wir legten gleich einen Stopp bei der ersten Mall auf dem Weg ein, den CrossIron Mills. Nach einer kleinen Shoppingtour und einer eher fastfoodlastigen Stärkung ging die Fahrt weiter. Auf dem Weg zum richtigen Highway konnten wir noch einen schnellen Blick auf die Skisprungschanze sowie die Bobbahn der Olympischen Winterspiele von 1988 erhaschen. Auch wenn wir nach dem langen Flug ziemlich müde waren und die vor uns liegenden Kilometer nicht weniger zu werden schienen, war die Fahrt durch die fantastische kanadische Landschaft ein Genuss. Wir kamen an Banff vorbei und fuhren immer weiter hinein in die Rocky Mountains. Als wir schon fast nicht mehr mit dem Ziel rechneten und die entgegenkommenden Autos an einer Hand abzählen konnten, lag er plötzlich vor uns: der kleine und süße Ort Jasper! Es war inzwischen kurz nach neun Uhr am Abend, aber in unserem Hotel, dem Chateau Jasper, wurden wir auch zu dieser späteren Stunde sehr freundlich aufgenommen. Wir hatten zwei Zimmer mit Kingsize-Betten und schönen Bädern.

Von der langen Reise und der Zeitumstellung waren wir zwar ein wenig geschlaucht, aber ließen es uns trotzdem nicht nehmen, gleich am nächsten Morgen in das Skigebiet Marmot Basin zu fahren. Mit dem Auto erreicht man es von unserem Hotel in knapp 20 Minuten. Da der Ort Jasper im gleichnamigen Nationalpark liegt, mussten wir zunächst ein Ticket für den Einlass besorgen – 138 Dollar für vier Personen. Das erschien uns auf den ersten Blick nicht gerade günstig, aber dann wurde uns klar, dass man mit dem Ticket ein ganzes Jahr lang in jeden kanadischen Nationalpark kommt. Aber zurück zum Skifahren. Da wir unsere Skischuhe und unsere Helme als zweites Handgepäck kostenlos bei Air Canada mitnehmen konnten, mussten wir uns nur noch die richtigen Skier leihen. Das haben wir beim Skiverleih direkt an der Hauptstation des Canadian Rockies Express erledigt. Wir wurden dort sehr freundlich empfangen, und der Ablauf des Skiverleihs war sehr gut geplant – es gab keine langen Wartezeiten, und man kann seiner Skier dort auch kostenlos über Nacht einschließen. Wir holten das Beste aus unseren Brettern heraus und fuhren jeden Tag wieder ins Marmot Basin, um die Pisten zu testen. Von flachen, breiten Strecken über schmalere und steilere Stücke bis hin zu Buckelpisten und Tiefschneestücken sowie Funparks hat das Skigebiet ziemlich viel zu bieten. Nach einiger Zeit hatten wir die unterschiedlichen, eher kurzen Pisten komplett ausgefahren und auch die beiden Hütten genutzt, die nach unserem Geschmack gern noch ein bisschen gemütlicher sein könnten. Die Aussicht von der Bergspitze, die man schon vom Sessellift „Knob Hill“ aus hat, ist unbeschreiblich schön, und die Weiten der kanadischen Landschaft haben uns wirklich beeindruckt!

Nach der Hälfte unserer Woche in Jasper gönnten wir uns eine Skipause und tauschten die Bretter gegen eine Wildlife-Tour mit Sundogs ein. Für uns vier hatten wir für die vierstündige Tour einen eigenen Guide, der uns zum Medicine Lake und zum Maligne Lake fuhr. Natürlich konnten wir unterwegs immer wieder aussteigen und Fotos von der wunderschönen, nahezu vollständig unberührten Natur machen. Und dann stand noch der Canyon Ice Walk auf dem Programm, der uns oben um den Canyon herumführte. Bis ganz hinunter zum Eis sind wir nicht vorgedrungen. Wenn man das machen möchte, kann man auch eine entsprechende Tour buchen. Wie der Name schon verrät, hielten wir während der Wildlife-Tour Ausschau nach Tieren. Obwohl sich in der Winterzeit viele Tiere zurückziehen, sahen wir Kojoten und die für Kanada typischen Wapitis, die mit aller Gemütlichkeit über den Highway stolzierten. Von dieser wirklich spannenden und nur zu empfehlenden Tour angesteckt, haben wir am Nachmittag unser Auto genommen und sind zu den berühmte Columbia Icefields gefahren. Schon auf dem Weg von Calgary nach Jasper sind wir daran vorbeigekommen. Es handelt sich um riesige Eisflächen, die noch aus der letzten Eiszeit stammen. Als wir dort ankamen, war es eiskalt und stürmisch, aber zugleich auch sehr sonnig. Wir haben den Anblick genossen und sind relativ weit gelaufen, fast bis zum Eis. Es gibt auch einen Weg, der außen herumführt. Dafür sollte man dann aber gut zwei Stunden einplanen.

Am Ende unserer fantastischen Woche beschlossen wir, am Nachmittag noch eine Runde Schlittschuh zu laufen. Dafür fuhren wir zum Pyramid Lake, der ganz in der Nähe liegt und den wir mit unserem Hotel-Shuttle kostenlos erreichen konnten. Wir besorgten uns zwei Paar Schlittschuhe und gingen für eine Stunde aufs Eis. Nachdem wir anfangs noch leichte Gleichgewichtsprobleme hatten, wurden wir immer besser, sodass es schließlich ein großer Spaß war, auf der gezogenen Bahn über den See zu fahren. Direkt am Pyramid Lake gibt es auch einen Pub, in dem wir uns anschließend eine kleine Stärkung gönnten. Apropos Stärkung: Die Lebenshaltungskosten sind in Kanada im Vergleich zu Deutschland etwas höher, und wer wirklich ausgewogen und gesund essen möchte, muss bereit sein, ein wenig mehr Geld zu bezahlen.

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Dann mussten wir von Jasper Abschied nehmen und fuhren nach Edmonton, was in etwa so lange dauert wie die Fahrt von Jasper nach Calgary. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, noch schnell einen Abstecher in die West Edmonton Mall zu machen – ihres Zeichens die größte Mall der Welt. Sonntags öffnen die Geschäfte dort erst um elf Uhr; wir waren zwar etwas früher da, konnten aber trotzdem einen Blick hineinwerfen und sahen das Eishockeyfeld und das Erlebnisbad. Nach dem Abstecher ging es weiter zum Flughafen, von wo wir mit einem relativen kleinen Flugzeug von Air Canada nach Calgary flogen. Weil die Maschine so klein war, waren wir anfangs ein bisschen nervös. Aber der Flug war sehr angenehm, und die Nervosität schnell verschwunden. In Calgary hat es mit dem Anschlussflug nach Frankfurt sehr gut geklappt, sodass wir glücklich und voller neuer Eindrücke wieder zu Hause ankamen.

Wir haben die Woche in Jasper sehr genossen, und wir haben auch gleich beschlossen, dass wir auf jeden Fall noch mal dorthin möchten. Und um dann neue Eindrücke zu sammeln, können wir es uns gut vorstellen, auch im Sommer oder Herbst in die Rocky Mountains zu reisen – dann können wir die unglaublich schöne Landschaft auch in anderen Farben erleben!

An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an CANUSA und das Team Canadas Westen testen – es war eine unglaublich schöne Erfahrung, und die Reise war super geplant. Wir konnten uns richtig entspannen. Danke!

AAT/via Produkt

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3.Januar 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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