Idyllischer Klamath River und beeindruckender Crater Lake

Crater Lake in Oregon

Mit Trinidad haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Von hier sind es noch rund 450 Kilometer nach San Francisco, 1100 nach Los Angeles und 1250 nach San Diego – Kalifornien ist wirklich riesig!Unsere Reise geht auf dem kleinen Highway 96 in Richtung Norden und führt uns durch teils verlassen scheinende Western-Orte und einsame Reservate. Die Landschaft, durch die wir fahren, ist ein weiterer Höhepunkt unserer Tour. Berge mittlerer Höhe ragen an den Ufern des tief im Tal plätschernden Klamath River in die Höhe. Der Fluss entspringt übrigens am Klamath Lake in Oregon. Es ist eine sehr empfehlenswerte Route mit wenig Verkehr und vielen romantischen Plätzen direkt am Fluss. Um zu diesen einsamen Plätzen zu gelangen, muss man nur der Beschilderung „River Access“ folgen.

Am Nachmittag finden wir, kurz nachdem wir das Städtchen Happy Camp verlassen haben, den perfekten Platz für uns, der gerade von einer Gruppe von Raftern verlassen wird. Dann: nur der Camper, das gurgelnde Wasser, einige Vögel, zeitweise ein Adler, viele Bäume und wir. Ich baue eine Feuerstelle, und wir entscheiden uns, hierzubleiben, baden später sogar im relativ warmen Wasser des Flusses. So einen Ort darf man nicht so schnell wieder verlassen. Noch lange sitzen wir an der Feuerstelle, sehen die letzten Sonnenstrahlen an den Baum- und später an den Bergspitzen und verfolgen den wilden Flug der Fledermäuse. Auch am nächsten Morgen bleiben wir ungestört. Wir baden im Fluss, lesen in aller Ruhe und sonnen uns. Am Mittag muss es dann leider weitergehen – aber dieses Plätzchen werden wir in besonderer Erinnerung behalten.

Campen an dem herrlichen Klamath River

Unser Tipp: Camper sollten am Klamath River eine oder besser zwei Nächte verbringen. Es gibt kleine Campgrounds in perfekter Lage oder eben die Plätze direkt am Fluss. Urlaub inmitten der Natur – genau, wie man es sich vorstellt!

Auf dem großen Highway 5 kommen wir – ohne Kontrolle – wieder nach Oregon, decken uns in Medford mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Dingen ein und bleiben über Nacht auf einem der zahlreichen schönen State Parks, wir entscheiden uns für die Joseph F. Stewart State Recreation Area. Natürlich spannen wir dort wieder unsere obligatorische Hängematte auf. Auf ganz vielen Plätzen standen wir bisher so, dass wir unsere mitgebrachte Hängematte anbringen konnten. Unglaublich entspannend, wenn man am Abend darin ein paar Seiten eines guten Buches liest.

Am nächsten Tag steht der Crater Lake National Park auf dem Programm. Vor über 7700 Jahren wurde die Kappe des Vulkans Mount Mazama durch eine Eruption abgesprengt. Im Laufe der Zeit füllte sich der neu gebildete Krater mit Regen- und Schmelzwasser. Heute ist der Crater Lake der tiefste See der USA und einer der tiefsten der Welt – bis zu 600 Meter hat man gemessen. Und jetzt stehen wir hier, ohne vorher große Vorstellungen gehabt zu haben, und sind total beeindruckt, geradezu „blown away“!

Der herrliche Crater Lake in Oregon Der beeindruckende Crater Lake
Der tiefste See der USA ist der Crater Lake

Schon die Fahrt zum Crater Lake durch Wälder und mit mehr oder weniger starker Steigung hinauf bis auf knapp 2200 Meter ist überraschend. In Rim Village, wo sich auch ein Visitor Center befindet, häufen sich natürlich die Besucher, danach aber verteilt sich alles sehr angenehm auf dem 33 Meilen langen Rim Drive, der einmal um den Crater Lake herumführt. Ein strahlend blauer Himmel beschert uns faszinierende Blicke auf den tiefblauen See, je nach Aussichtspunkt aus unterschiedlichen Höhen. Der Kontrast zwischen grünen Zedern, steiler Böschung und dem See ist unvergesslich!

Wir nutzen die Zeit für einen der parallel zum Ufer verlaufenden Wanderwege und können nicht aufhören, laufend Fotos von jeder Ecke zu machen. Es gibt Wanderwege aller Schwierigkeitsgrade, die alle perfekt ausgeschildert sind. Auch geführte Wanderungen mit Rangern werden angeboten. Natürlich kann man auch eine Bootstour auf dem Crater Lake unternehmen. Die Parkverwaltung setzt dafür zwei Schiffe ein, mit denen man auch Wizard Island erreichen kann, eine mitten im See gelegene Insel. Dieser Nationalpark ist wahrhaft einzigartig und wird uns in großartiger Erinnerung bleiben, so viel steht fest!

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20.April 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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