Hoh River Trail und Mount Rainier National Park

Olympic National Park, Hoh Rainforest

Hoh Rainforest Trail

An diesem Tag erlebten wir eine der schönsten Tageswanderungen unserer Reise. Der Wanderweg Hoh River Trail beginnt direkt am Parkplatz des Hoh Rain Forest Visitor Center und führt von dort aus weit hinein ins Gebirge des Olympic National Parks. Wir folgten dem Trail bei strahlendem Sonnenschein etwa 9 Kilometer durch den dichten grünen Regenwald.

In so einem ursprünglichen Wald waren wir beide noch nie. Die Farne waren oft größer als wir selbst, und das Moos hing meterlang von den Ästen der Bäume herunter. Und auch die hohen, jahrhundertealten Zedern und Douglastannen mit ihren meterdicken Stämmen waren beeindruckend. Der Wanderweg an sich ist überwiegend eben, breit und sehr gut und leicht zu gehen, immer wieder führt er direkt am Hoh River entlang. Dort gibt es besonders schöne Picknickplätze, an denen wir es uns gemütlich machten. Wir folgten dem Weg, bis wir an einem kleinen, von einem Wasserfall gespeisten Creek ankamen, den wir schon aus der Ferne erkennen konnten. Ein kleiner Pfad führte durch die dichten Farne direkt zum Wasserfall. Wir hätten den Hoh River Trail noch lange weiterlaufen können, und etwas später trafen wir auch einige Backcountry Hiker, die wir um ihre Nacht im Regenwald beneideten. Schweren Herzens kehrten wir nach etwa 9 Kilometern um und waren fasziniert davon, dass uns die gleiche Strecke auf dem Rückweg noch einmal ganz andere Perspektiven bot.

Phonebox im Hoh Rainforest

Zugewachsene Telefonzelle im Regenwald

Meterlanges Moss in den Bäumen des Hoh Regenwaldes

Saftiges Grün soweit man blicken kann

Die vielfältige Natur des Olympic National Parks und das wechselhafte Wetter präsentierte sich uns auch an diesem Tag wieder. Während im Hoh Rain Forest am Vor- und Nachmittag die Sonne bei 25 Grad Celsius schien, war es wenig später an der Küste gefühlte 10 Grad Celsius kälter und so nebelig, dass wir den Weg zum Ruby Beach kaum erkennen konnten. Wir fuhren zum Campground am Kalaloch Beach, und auch dort konnten wir von dem langen, feinsandigen Strand nichts erkennen. Das machte aber gar nichts. Wir waren so voller vielfältiger Eindrücke, dass wir uns einen gemütlichen Abend im Camper machten und auch das Lagerfeuer ausfallen ließen.

Am nächsten Morgen war von dem dichten Nebel nichts mehr zu sehen. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein begrüßten uns, sodass einem Tag am Strand nichts im Wege stand. Wir entdeckten in der Hecke, die unsere Campsite vom Strand trennte, einen kleinen Durchgang, trauten uns hindurch und konnten es kaum fassen: am Ende des gerade mal 5 Meter langen Tunnels wartete ein kleines Plateau auf uns, gerade groß genug für uns und unsere beiden Campingstühle, von dort aus hatten wir einen erstklassigen Blick auf den Strand. Wir konnten unser Glück kaum fassen, einen kleinen Privatzugang zum Strand zu haben. Also holten wir unsere Campingstühle und unser Frühstück und genossen den Ausblick. Danach gingen wir an den Strand und nutzten das hervorragende Wetter für einen ausgiebigen Spaziergang und die Gelegenheit, viele Bilder zu machen. Trotz des Traumwetters waren dort nicht viele Leute unterwegs. Wir fotografierten, genossen jede Perspektive, die sich uns auf den blauen Ozean, den breiten Sandstrand und die unzähligen Treibhölzer bot, und verbrachten einen unerwartet schönen Tag am Kalaloch Beach.

Kalaloch Beach Strandansicht

Treibholz am Kalaloch Beach

Kalaloch Beach im Olympic National Park

Kalaloch Beach Strand

Da wir so fasziniert und überwältigt von der Schönheit des Olympic National Parks waren, verbrachten wir dort die meiste Zeit unseres Aufenthalts in Washington State. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von der Küste und den Regenwäldern und fuhren zum Mount Rainier National Park. Ein Besuch dieses Parks ist erst ab Ende Juni ratsam, wenn der Schnee in den höheren Lagen vollständig geschmolzen ist. Das Gebirge ist im Gegensatz zu den anderen National Parks Washingtons hochalpin, das darf man nicht unterschätzen. Während unseres Besuchs lag in Paradise noch sehr hoch Schnee (rund 2 Meter), und in den höheren Lagen war es sehr nebelig, sodass wir kaum Trails gehen konnten und auch nicht alle Straßen befahrbar waren. Wir verbrachten zwei Nächte auf dem Campground des Mounthaven Resorts, den wir als Ausgangspunkt zur Erkundung des National Parks durchaus empfehlen können. Der Campground ist mit 42 Dollar pro Nacht zwar teuer, bietet aber in einer familiären Atmosphäre recht schöne Campsites und viel Komfort. Wir genossen es, nach den Nächten auf sehr einfachen Campplätzen dort jeden Tag heiß duschen und unsere Kleidung einmal gründlich waschen zu können, bevor wir zum letzten Stopp unserer Reise durch Washington State fuhren: zum North Cascades National Park.

Schneebedeckte Berge im Mount Rainier National Park

Schneepanorama im Mount Rainier National Park

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21.Dezember 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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