Hinein in die Natur des Mount Rainier National Park

Wohnmobil vor dem Mount Rainier

Panoramablick vom Camper zum Mount Rainier

Als wir am nächsten Morgen aufwachten, hatte Karlotta über 40 Grad Fieber – auweia, das hatte sie noch nie! Wir gaben ihr erst einmal etwas Fiebersaft und hofften, dass es ihr schnell wieder besser ging. Draußen frühstücken konnten wir an dem Tag leider nicht, denn es hatte über Nacht geregnet. Eins der Hauptziele der nächsten Tage war der Mount Rainier National Park dessen Wahrzeichen Mount Rainier, der höchste Berg der Kaskadenkette, ist.

Am Nachmittag erreichten wir dann den Ort Redmond in der Nähe von Seattle, wo wir die Fahrräder bei unseren Freunden abholten. Danach machten wir unsere Einkäufe im QFC und bei Trader Joe’s. Für die Supermarktketten QFC und Safeway hatten wir eine Mitgliedskarte dabei. Diese kann man übrigens problemlos im Supermarkt bekommen und dann an den vielen Rabattaktionen teilnehmen – es lohnt sich auf jeden Fall! Ganz neu entdeckt haben wir für uns die Einzelhandelskette Trader Joe’s, einen reinen Bio-Supermarkt. Den Abend wollten wir mit unseren Freunden auf einem Campingplatz außerhalb der Stadt verbringen, die mit ihrem eigenen alten VW-Camper vorbeikamen. Es war ein super netter Abend mit leckerem Barbecue!

Zu den Snoqualmie Falls und nach Rocky Point

Mist, am Tag darauf war das Fieber bei Karlotta noch immer nicht weg. Wir ließen uns daher viel Zeit und brachen vom Campingplatz erst am späten Vormittag auf, um zunächst zu den Snoqualmie Falls zu fahren, die nur 10 Kilometer vom Campground entfernt liegen – übrigens auch von Seattle aus ein schöner Tagesausflug. Leider war dort der River Trail gesperrt, weshalb wir nur einen ganz kleinen Spaziergang oberhalb der fast 100 Meter hohen Fälle unternehmen konnten, aber die frische Luft und der Sonnenschein taten uns gut. Wir überlegten dann, was wir am besten mit unserer fiebrigen Karlotta machen sollten und entschieden uns dafür, den nächsten Nationalpark anzusteuern, da wir davon ausgingen, dass es okay für die Kleine wäre, vorübergehend etwas Fieber zu haben. Erst später würden wir zum Arzt gehen. Die Fahrt zum Parkeingang sollte laut Navi knapp zwei Stunden dauern. Letztendlich landeten wir bei Rocky Point, rund 10 Kilometer vor dem westlichen Parkeingang. Ein kleiner gemütlicher Campground, direkt an einem See gelegen. Unser Stellplatz lag etwas oberhalb, und wir hatten einen tollen Blick auf den See und die Berge auf der anderen Seite. Karlotta ging es mal besser und mal nicht ganz so gut. Nach einem sehr leckeren Barbecue während des wunderschönen Sonnenuntergangs ging Karlotta früh schlafen, und wir verzichteten trotz des tollen Stellplatzes auf das gemütliche Lagerfeuer. Wir wollten Karlotta lieber unsere Nähe geben, da sie während des Abends mit ihrem Fieber immer wieder recht anhänglich war.

Der Mount Rainier National Park

Blick auf den Mount Rainier

Snowqualmie Fallsi m Mount Rainier National Park

Wanderung zu den Snowqualmie Falls

Unterwegs im Mount Rainier National Park

Am Tag darauf war Karlotta dann zum Glück fieberfrei – also auf zum Nationalpark! Das Wetter war schön, und der 4392 Meter hohe Mount Rainier – einer der vielen Vulkane im Nordwesten – zeigte sich von seiner schönsten Seite. Wir fuhren durch den Südwest-Eingang, den Nisqually Entrance. Unser Ziel war der Paradise Point mit dem Henry M. Jackson Memorial Visitor Center in 1600 Meter Höhe. Auf der sehr kurvigen Strecke zum Visitor Center konnten wir immer wieder tolle Stopps einlegen (an den Scenic Viewpoints), um den Blick auf die Bergkulisse genießen zu können. Wir hätten auch immer wieder gut auf den kleinen Trails ein paar Schritte laufen können. Da Karlotta aber noch nicht ganz fit war, beschlossen wir, auf die Trails zu verzichten, nahmen aber auf jeden Fall die schönen Fotostopps mit. Kurz vor unserem Ziel machten wir noch einen Lunch-Stopp an einem sehr schönen Punkt, von wo aus wir den Blick auf den mit Schnee und Eis bedeckten Mount Rainier werfen konnten. Die sogenannten Picnic Areas in den amerikanischen Parks sind immer wieder toll; großzügig angelegt mit Tischen, Bänken und Grills.

Kleine Wanderung zu den Myrtle Falls

Gut gestärkt erreichten wir dann nach kurzer Zeit das Visitor Center. Wir beschlossen spontan, doch den kleinen Trail zu den Myrtle Falls zu laufen (die Runde sollte etwa 90 Minuten dauern). Wir mussten uns einfach mal bewegen, und die frische Luft tat uns allen richtig gut. Karlotta setzten wir in die Manduca, in der sie dann den ganzen Weg verpennte! Gut so, denn der Schlaf ist ja bekanntlich die beste Medizin! Wir liefen immer auf den Mount Rainier zu, und die Wiesen entlang des Weges waren saftig grün. Das Farbspiel aus Berg mit Schnee und Gletschern, blauem Himmel und saftig grünen Wiesen mit wilden Blumen fanden wir einfach toll. Und wie so oft: Man entfernt sich ein paar Meter vom Visitor Center, und schon ist man fast allein unterwegs in der Natur. Gleich neben dem Visitor Center befindet sich das historische Paradise Inn – eine sehr schöne und typische National Park Lodge mit einer schönen Lobby und einem großen, offenen Kamin, um den herum kuschelige Sofas stehen. Die Lage hier oben mit direktem Blick auf die Berge fanden wir einfach fantastisch! Wir gönnten uns nach der Wanderung einen kühlen Drink in der Lobby, und Karlotta erkundete die Sofas. Danach fuhren wir zum Südostende des Parks und verabschiedeten uns vom Mount Rainier. Wir übernachteten im Ohanapecosh Campground, kurz vor dem östlichen Parkausgang. Mal wieder ein sehr schöner Campingplatz mit großzügigen Stellplätzen, im Wald und direkt am Fluss gelegen. Unser Abendessen genossen wir draußen, wir saßen noch lange am Lagerfeuer und freuten uns über diesen schönen Tag in den Bergen.

Myrtle Falls im Rainier National Park

Wanderung zu Myrtle Falls

Ohanapecosh Campingplatz

Gemütlicher Ohanapecosh Campgriund

 

 

 

 

 

 

 

 

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29.Januar 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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