Hawaiische Farbenlehre – vom leuchtend grünen Maui zum tiefschwarzen Big Island.

Nach einer viel zu kurzen Woche auf Maui heißt es Abschied nehmen – das nächste Abenteuer Big Island/Hawaii wartet schon auf uns.

Hinter uns liegt eine erlebnisreiche Woche auf der wunderschönen Insel Maui. Auch wenn die ersten drei Tage noch etwas vom Jetlag gekennzeichnet waren – wir würden es immer wieder machen, und wenn möglich, noch mehr Zeit hier verbringen. Es gibt einfach so viel zu sehen und zu erleben – aber wer mit Kindern reist, sollte auch ausreichend Zeit für Pool und Strand einplanen. Und tolle Strände und Pools gibt es auf Maui schließlich mehr als genug.

Die Rückgabe des Mietwagens am Flughafen Maui dauert nur wenige Minuten, und auch das Check-in bei Hawaiian Airlines ist schnell erledigt. Womit wir allerdings nicht gerechnet haben, ist, wie viele Menschen am Sonntagnachmittag von Maui zurück in die USA oder nach Kanada fliegen. Die Schlange an der Sicherheitskontrolle war auf jeden Fall mächtig lang.

Da es außer von Maui nach Lanai und Molokai keinerlei Fähren zwischen den Inseln gibt (die Hawaii Superferry musste nach kurzer Zeit aus Umweltschutzgründen den Betrieb wieder einstellen), bleibt für die Reise von einer Insel zur nächsten nur das Flugzeug. Der Flug mit Hawaiian Airlines von Maui nach Kona auf Big Island dauert nicht einmal 25 Minuten. Bei fast wolkenlosem Himmel haben wir freie Sicht auf die schneebedeckten Gipfel von Mauna Kea und Mauna Loa. Der Mauna Loa ist 4.169 Meter hoch, und der Mauna Kea erhebt sich 4.205 Meter über den Meeresspiegel. Genau genommen sind es die beiden höchsten Berge der Welt, da der Fuß eines jeden dieser Giganten weit unter der Meeresoberfläche liegt und beide so gesehen höher als Mt. Everest oder K2 sind.

Bei Abflug in Kahului auf Maui lagen unter uns grüne Plantagen, weitläufige Wiesen sowie großzügig angelegte Hotelgärten. Beim Anflug auf den Flughafen Kona auf Big Island/Hawaii liegt direkt neben dem leuchtend türkisblauen Meer die tiefschwarze Lava.

Big Island ist nicht nur größer als alle anderen Hawaii-Inseln zusammen, Big Island ist wohl auch die abwechslungsreichste aller Inseln. Egal ob Wüstenlandschaft oder Regenwald, Kraterlandschaften wie auf dem Mond, tiefgrüne Klippen, ein immer noch aktiver Vulkan sowie Strände mit grünem, schwarzem oder weißem Sand – Big Island bietet die ganze Vielfalt. Genau genommen ist das Südende von Big Island auch der südlichste Punkt der USA – fast 500 Meilen weiter südlich als Key West.

Die touristische Infrastruktur liegt primär an der gesamten Westküste nördlich und südlich von Kona, der zweitgrößten Stadt der Insel. Die Stadt Hilo an der Ostküste ist um ein Vielfaches größer (nach Honolulu die größte Stadt aller hawaiischen Inseln). Touristisch ist Hilo aber „nur“ wichtig als Ausgangspunkt für Touren in den weltberühmten Volcanoes National Park.

Wir beginnen unseren Aufenthalt auf Big Island/Hawaii an der North Kona Coast im Waikoloa Resort. Als man hier 1985 mit dem Bau der ersten Hotelanlage anfing, gab es außer schwarzer Lava nichts zu sehen. Zwei Jahre und für damalige Verhältnisse unglaubliche 360 Millionen Dollar später war es fertig – das heutige Hilton Waikoloa Village (wurde als Hyatt eröffnet). Da auf dem Lavaboden nicht einmal Kakteen wuchsen, musste für jede der etwa 1.500 Palmen ein tiefes Loch in den Boden gefräst werden. „Ist es nun Kitsch oder Kunst, Disney oder Las Vegas oder ein Ersatzparadies?“, fragte das Wall Street Journal einmal.

Wir finden: Es ist einfach eine unglaublich tolle Hotelanlage, die man sonst wirklich nur ansatzweise in Las Vegas, den Urlaubsfabriken von Disney oder in Dubai findet. Hier wird für jeden etwas geboten! Die 1.240 Zimmer verteilen sich über diverse, maximal 6-stöckige Gebäude auf einem fast 20 Hektar großen Hotelgelände. Spätestens wenn man Ihnen beim Check-in sagt: „Um zu Ihrem Zimmer zu kommen, fahren Sie entweder zwei Stationen mit den Schiff oder zwei Stationen mit der Monorail (eine Art Straßenbahn)“, dann bekommen Sie in etwa ein Gefühl für die Größe der Anlage (zu Fuß gehen darf man natürlich auch).

Was wird sonst noch geboten: drei große Pools, davon zwei mit Wasserfall und Rutsche, ein Kinderpool mit Sandstrand, ein Pool im Ocean Tower nur für Erwachsene, eine etwa 1,5 Hektar große Meerwasserlagune zum Schwimmen und Schnorcheln, acht Restaurants, neun Lounges, acht Tennisplätze, zwei Golfplätze sowie eine offene Kunstgalerie/Wandelhalle mit Kunst im Wert von sieben Millionen Dollar. Ganz zu schweigen vom Zen-Garten mit Buddha Place (toller Platz für Sonnenuntergänge), von der Hochzeitskapelle mit Meerblick sowie den wohl mehr als zwei Dutzend Geschäften und Galerien. Dazu kommt noch eine weitläufige Anlage, wo man mit Delfinen schwimmen kann. Von fast allen Plätzen der Anlage hat man einen traumhaften Meerblick. Jetzt im Januar kann man fast zu jeder Tageszeit Wale direkt vor dem Hotel sehen.

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27.Januar 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Hawaii  Autor:


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