Hawaii: Hang Loose auf Maui

Sonnenuntergang auf Maui

Ein Samstagmorgen Mitte Juni: Ich mache mich in aller Frühe auf den Weg – und werde am Abend (Ortszeit) schon in Kahului auf Maui sein und mit meiner Familie ein Dinner genießen. Sie waren schon ein paar Tage in Kalifornien und auf Oahu unterwegs und sind richtig begeistert. Na klar, mit solchen Aussichten aus dem Bett zu kommen, ist nicht schwierig – auch wenn es 4 Uhr morgens ist. Ich reise übrigens nur mit Handgepäck, was das Projekt Hawaii umso einfacher macht. Während des Langstreckenflugs kann ich glücklicherweise das Programm „Your Itinerary“ nicht aufrufen, sodass ich jegliches Zeitgefühl verliere. Auch eine Armbanduhr habe ich nicht dabei. Aber irgendwann sind die 18 Stunden Flug überstanden, und ich werde von meiner Mutter auf Maui in Empfang genommen, die ein kleines Willkommensschild hochhält und mir – ganz nach hawaiianischer Tradition – einen Lei-Blumenkranz überreicht. Ich bin erst einmal übermannt von der milden Luft und den besonderen Düften der Insel und höre mir die neuesten Geschichten meiner Familie an.

Der erste Aloha-Tag begrüßt mich mit einem sonnigen Song von Bobby McFerrin: „Don’t worry, be happy“ erklingt vom iPod meines Bruders. Wie sich später herausstellen wird, erklingt dieser Song fortan jeden Morgen – der perfekte Einstieg in den Urlaubstag! Nach einem ausgedehnten Frühstück legen wir uns an den Keawakapu Beach, der sich ganz in der Nähe unserer Unterkunft befindet, dem Palms at Wailea. Ein wirklich schöner Strand, der mit Palmen umsäumt ist. Genau so stellt man sich das vor. Zum ersten Mal teste ich das Pazifikwasser, das warm und klar vor dem Strand wartet – das tut mir gut! Nach diesem Eindruck beschließen wir, doch noch mal das Apartment zu wechseln. Wir haben nun Meerblick, einen Balkon, und mein Bruder und ich haben jeweils ein Einzelbett. So kann ich später mit den ersten Eindrücken vom Paradies den Tag ausklingen lassen.

Ausblick aus der Unterkunft auf Maui

Am nächsten Morgen stehen wir schon um sieben auf und packen unsere Sachen – die Road to Hana steht heute auf dem Programm, die entlang der Nordküste von Maui verläuft und über 54 Brücken führt. Dafür wollen wir genügend Zeit haben. Nachdem wir durch den kleinen Surferort Paia gefahren sind, geht es auf die Straße, die offiziell den Namen Hawaii State Route 360 trägt. Die Strecke führt durch den Regenwald, der immer dichter wird, und auch die Straße wird nach und nach enger – aber zwischendurch gibt es immer wieder tolle Ausblicke. Unterwegs gibt es viele schöne Haltepunkte: das Keanae Arboretum, die Keanae-Halbinsel, den Waianapanapa State Park, den Hana Beach Park und die Pools of Oheo. Die bemalten Gummibäume im Arboretum sind großartig, genauso wie das warme Banana Bread, das wir uns auf der Keanae-Halbinsel gegönnt haben. Den Waianapanapa State Park macht auf mich einen ungewöhnlich dunklen Eindruck – hier ist der Strand nämlich schwarz, und auch die Brandung wirkt durch die vielen dunklen Steine ganz sonderbar. Wir fahren weiter zu den Pools of Oheo und spazieren ein bisschen auf einem kleinen Wanderweg. Die Pools, das sind sieben Becken, die von einem Wasserfall gespeist werden. Da wir aber noch einen besonderen Weg vor uns haben, können wir uns die Becken nicht in Ruhe und aus der Nähe anschauen – wir merken uns das aber für das nächste Mal. Statt dieselbe Strecke wieder zurückzufahren, nehmen wir die Schotterpiste, die weiter um die Insel herumführt. Das ist eine sehr gute Entscheidung, denn die südliche Seite von Maui ist Grasland, absolut weitläufig und ein toller Kontrast zum vorher Gesehenen. Wir halten immer wieder an und machen Fotos. Hier ist kaum ein anderer unterwegs – herrlich! –, der Weg ist aber gut befahrbar und breit genug, um den seltenen Gegenverkehr durchlassen zu können. Eine direkte Verbindung nach Wailea gibt es leider nicht, also fahren wir nach Kahului, kommen fast wieder in Paia vorbei, und nehmen dann den Mokulele Highway nach Süden.

Den nächsten Tag auf Maui lassen wir ohne weitere Planung in aller Ruhe beginnen. Wir essen Eier, dösen an unserem Strand und genießen das Meer und die Sonne. Was man eben so macht, wenn man sich einen Ruhetag auf Maui gönnt. Am Abend gibt es dann noch leckere Steaks mit Kartoffelbrei. Und dann wird es spannend, denn mitten in der Nacht stehen wir wieder auf und begeben uns auf 3000 Meter Höhe, auf den Haleakala-Krater: Wir wollen den Sonnenaufgang sehen! Aber wir sind nicht ganz allein unterwegs, es haben sich noch geschätzte fünfzig andere Fahrzeuge auf den Weg gemacht. Wir sind aber früh genug da und bekommen noch einen guten Parkplatz. Es ist übrigens wirklich sinnvoll, sich dick anzuziehen, weil es dort oben vor allem zu dieser Zeit richtig kalt ist. Mein Bruder und mein Vater haben nur kurze Hosen an und frieren jetzt ordentlich. Heute soll um 5:36 Uhr die Sonne aufgehen. Die Wolken am Krater, die Höhe, auf der wir uns befinden, und das Licht machen diesen Augenblick zu einem ganz besonderen Erlebnis – auch wenn es noch schöner wäre, diesen Moment ganz allein genießen zu können. Um den vielen Gleichgesinnten ein wenig zu entfliehen, gehe ich vor Sonnenaufgang noch eine kleine Steigung hoch und habe so einen noch besseren, freieren Blick.

Nachdem wir uns von diesem frühen Ausflug erholt und den Tag ganz entspannt verbracht haben, mache ich mich mit meinen Eltern auf den Weg zum Shoppingcenter Shops at Wailea. Dort besorge ich mir Flipflops und nutze später die große, sehr grüne und direkt am Meer liegende Poolanlage des Wailea Beach Marriott Resort & Spa. Von hier aus hat man wirklich einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang auf Maui.

Sonnenaufgang auf dem Haleakala-Krater auf Maui

 

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28.August 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Hawaii  Autor:


4 Kommentare für “Hawaii: Hang Loose auf Maui”

  1. Leon Stubbe sagt:

    Schön, dass mein Bericht mit Freude gelesen wird. Wir hatten einen Mietwagen. Dieser war zwar nicht versichert auf der Schotterpiste, verboten ist es aber nicht. Und es ist sogar gut möglich.

  2. Sabine sagt:

    Aloha! Schöner Bericht, da kommen Erinnerungen zurück.
    Was mich wundert: die Schotterpiste die Ihr im Anschluss an die Road of Hana gefahren seid, ist für Mietwagen eigentlich verboten: Hattet Ihr ein privates Auto?

  3. Birthe sagt:

    Tolle Fotos und absolut interessant geschrieben. Da friert man mit Deinem Bruder und Vater richtig mit. Freue mich auf Deinen nächsten Beitrag

  4. Kolja sagt:

    Wow, Leon. Das macht Appetit auf mehr. Und Fernweh. Aloha!

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