Von Hawaii nach Kanada

Urlaub auf den Hawaii-Inseln
An einem Samstag im Juli steigen wir in Frankfurt ins Flugzeug nach Vancouver, von dort geht es viereinhalb Stunden später weiter nach Maui, wo wir am späten Abend Ortszeit landen. Es ist immer noch derselbe Tag wie beim Abflug, obwohl wir gut 20 Stunden Reisezeit hinter uns haben.

Als wir aus dem Flugzeug steigen, weht ein angenehmer warmer Wind. Die meisten amerikanischen Mitreisenden hatten bereits in Vancouver Sommerkleidung angezogen und sind gut vorbereitet. Wir Greenhorns tragen unsere langen Jeans und, da es auf den inneramerikanischen Strecken sehr kalt im Flugzeug ist – Klimaanlage auf „Eiszeit“ –, auch immer noch unsere Jacken. Dann erledigen wir die Einreiseformalitäten, holen die Koffer, ziehen uns um und gehen raus auf die Straße, das „Fremde“ erleben.

Hier begegnen wir sonnengebräunten Menschen in lockerer Kleidung, einige sind sogar in Badesachen unterwegs und führen Golftaschen oder Surfbretter mit sich. Direkt vor dem Terminal – die Flughäfen auf den Hawaii-Inseln sind außer in Honolulu sehr überschaubar und klein – wird man mit Shuttlebussen zur Station der jeweiligen Autovermieter gefahren. Man erhält schnell seinen Wagen und dazu Straßenkarten, und es wird einem der Weg zur jeweiligen Unterkunft eingezeichnet – alles in größter Ruhe und Gelassenheit.

Als Unterkünfte stehen auf den Hawaii-Inseln Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen zur Auswahl. Auch hierfür gibt es bei CANUSA sehr günstige Pauschalangebote. Man sollte möglichst versuchen, ein Angebot mit Frühstück zu buchen, da sonst gut 10 bis 15 Dollar pro Person und Mahlzeit anfallen.

Wir fahren an diesem späten Samstagabend sehr müde und verschwitzt durch die Hauptstadt Kahului. Die Palmen, der warme Abend und die bunt beleuchteten Straßen sowie die fröhlichen, sommerlich bekleideten Menschen sorgen jedoch dafür, dass wir uns richtig wach fühlen. Nach 30 Minuten erreichen wir dann unser Ferienparadies. Wir haben es sehr, sehr gut getroffen: 2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Wohnküche und Balkon mit Blick zum Swimmingpool, hinter dem der Südseestrand lockt.

Den Hawaii-Urlaub genießen In der Hängematte auf Hawaii entspannen

Auf den Hawaii-Inseln sind übrigens fast alle Strände frei zugänglich. Ausnahmen bilden vor allem die Strände in Naturschutzgebieten und im Bereich militärischer Anlagen. Besonders schöne Badestrände findet man bei den großen extravaganten Hotels, die man „besichtigen“ kann und die über sagenhafte Parks, Einkaufspassagen und Schwimmbecken verfügen. In der Regel liegen achtzig Prozent aller Hotelgäste an den Pools, somit findet man nur angenehm wenige Menschen an den kilometerlangen, feinsandigen Stränden. Selbst vor den Häusern der Millionäre ist der Strand für jedermann zugänglich und dort natürlich besonders schön!

Die traumhaften Strände der Hawaii-Inseln

Der erste Morgen im Paradies ist überwältigend. Das Meer ist glatt, die tropischen Pflanzen duften herrlich und die wenigen, aber stimmgewaltigen Vögel verzaubern uns und heißen uns willkommen in einer anderen Welt. Schnell finden wir unseren Rhythmus: Frühstück, Swimmingpool, Bade- und Kühltasche packen, Taucherbrille und Flossen nicht vergessen und dann ab zu den herrlichen Badegebieten Mauis.

Am schönsten lässt sich das Meer genießen, wenn man sich im warmen Wasser einfach nur auf die Wellen legt oder sich wie unser Sohn Maximilian auf dem Surfboard liegend mit den Wellen an den Strand spülen lässt. Man findet auch schnell Kontakt zu anderen Urlaubern, von denen sehr viele aus den Regionen um Vancouver und Seattle kommen. Für sie ist es ungefähr das Gleiche, wie für uns auf die Kanaren zu fliegen – es ist „halt einfach so um die Ecke“.

Zu dritt unternehmen wir an den Stränden mit leicht zugänglichen Riffen meistens zwei Schnorcheltauchgänge pro Strandtag. Besonders schön und gut zugänglich ist zum Beispiel die Honolua Bay, dort findet man eines der schönsten Schnorchelriffe mit tiefen Canyons und einer reichen Vielfalt an Meerestieren, darunter auch Schildkröten und Mantarochen. Zu empfehlen ist auch der Makena Landing Beach Park. Dort gibt es unterhalb des Golfplatzes ein sehr schönes Riff mit Höhlen, in denen angeblich Haie ihre Tagesruhe verbringen. Schildkröten begegnet man dort fast immer. Und auch der Badestrand ist wunderschön. Der Long Beach eine halbe Meile weiter ist ein sehr langer und ursprünglicher Badestrand. Wenn man rechts entlangläuft und über eine Düne steigt, erreicht man einen FFK-Strand.

Wenn man den Kanada-Hawaii-Kombi-Urlaub zu unserer Winterzeit unternimmt, kann man von November bis April sehr nahe des Strandes oder von den Klippen aus Buckelwale beobachten, man braucht dazu nicht einmal an einer Whalewatching-Tour teilzunehmen. Schon deshalb sollte man ein Fernglas ins Reisegepäck packen. Die beste Zeit zum Whalewatching ist im Januar und Februar, dann sind die meisten Humpbacks vor den Inseln unterwegs.

Die beeindruckende Natur auf den Hawaii-Inseln
Gelbe Blume auf Hawaii Die traumhafte Küste von Hawaii

„The Islands are very different …“ Ja, das stimmt, die Hawaii-Inseln sind wirklich sehr unterschiedlich. Während auf Oahu mit seiner Großstadt Honolulu viele Touristen und Stützpunkte des Militärs zu finden sind, geht es auf Lanai und Molokai sehr viel ruhiger zu, dort gibt es auch deutlich weniger Hotels. Auf der „Garteninsel“ Kauai, die von großen Flüssen und vielen Dschungeln durchzogen ist, sind der Waimea Canyon und die Napalai-Küste – an der auch Jurassic Park gedreht wurde – sehr sehenswert. Auf Big Island, der jüngsten aller Inseln, sind es die noch aktiven Vulkane, deren Lavabäche die Landschaft prägen. Das Feuer, die dampfenden Risse im schwarzen Gestein und das Kochen des Meerwassers beim Eintritt des orangefarbenen, glühenden Magmas sind höchst faszinierend. Doch etwas haben alle Inseln gemeinsam: die wunderschönen, fast menschenleeren Strände, die sanften, aber manchmal auch gewaltigen Wellen und das Gefühl, dem Paradies ganz nahe zu sein.

 

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11.Juni 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Hawaii, Kanada  Autor:


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