Gros Morne National Park – Port aux Basques

Unterwegs auf dem Western Brook Pond

Den Vormittag wollen wir im Nationalpark verbringen und uns die Tablelands ansehen, für den Nachmittag haben wir Tickets für eine Bootsfahrt auf dem Western Brook Pond, wofür wir dann noch einmal in den nördlichen Teil des Parks fahren müssen. Da man die Bonne Bay zwar mit kleinen Booten überqueren kann, mit dem Auto jedoch außen herumfahren muss, sollte man für die Strecke nach Rocky Harbour gut eine Stunde einplanen. Zunächst lassen wir uns von den Tablelands beeindrucken, deren rote Felsen ein wenig an Australien erinnern. Ihr Ursprung liegt in einer tektonischen Besonderheit, denn vor Millionen von Jahren hat sich hier die Erdkruste durch Verschiebungen an die Erdoberfläche geschoben und eine mondartige Landschaft geschaffen, auf der so gut wie keine Pflanzen wachsen. Auf verschiedenen Trails kann man die Ausblicke auf die Tablelands genießen.Nach einer Stärkung mit Muffins und Caffè Latte bei Java Jack’s fahren wir zum Parkplatz am Western Brook Pond. Da dieser ehemalige Fjord, der irgendwann vom Meer abgeschnitten wurde und nun ein See ist, nicht mit dem Auto erreicht werden kann, muss man die letzten drei Kilometer zu Fuß zurücklegen. Das sollte man bei seiner Zeitplanung unbedingt berücksichtigen. Bei blauem Himmel und sehr warmen Temperaturen (es empfiehlt sich, Wasserflaschen mitzunehmen) machen wir uns auf den Weg. Obwohl auf jedem Boot viele Besucher mitfahren, ist der Wanderweg zur Anlegestelle nicht überfüllt. Majestätisch erheben sich die Felsen vor uns; der Western Brook Pond ist vermutlich das bekannteste Fotomotiv im Gros Morne National Park. Die Landschaft ist wirklich wunderschön, und auch wenn die Bootsfahrt recht touristisch ist, kann ich sie nur jedem empfehlen. Die Natur hier ist einfach einmalig, und mit etwas Glück kann man sogar Elche am Ufer beobachten! Während der rund zweistündigen Tour gibt es englisch- und französischsprachige Kommentare vom Guide. Auf dem Rückweg halten wir am Java Jack’s Restaurant und freuen uns, dass wir einen Platz für das Abendessen ergattern können. Das Essen ist wirklich super und wird zu fairen Preisen angeboten.

Es bricht unser letzter Tag in Neufundland an. Vom Gros Morne National Park aus machen wir uns auf den Weg in Richtung Port aux Basques, wo unsere Fähre zurück nach Nova Scotia ablegen wird. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher zum Blow Me Down Provincial Park, um uns einen schönen Strand für unser Picknick zu suchen. Bevor wir dann ohne Umweg nach Port aux Basques fahren, legen wir noch einen Zwischenstopp am Cape Anguille ein. Eigentlich wollten wir im Cape Anguille Lighthouse übernachten, aber weil unsere Fähre mitten in der Nacht abfährt, wurde uns davon abgeraten. Die Straße sei relativ einsam, und es bestehe nachts die Gefahr, auf Elche zu treffen. Aber ansehen möchten wir uns den auf einem abgelegenen Kap stehenden Leuchtturm auf jeden Fall. Das Inn besteht aus zwei Gebäuden, der Leuchtturm steht separat davon. Im Haupthaus ist alles etwas gediegener und älter, im neueren Nebengebäude sind die Zimmer relativ neu, und alles ist hell und freundlich.

Cape Anguille Zimmer im Cape Anguille

Wir übernachten in Port aux Basques im St. Christopher’s Hotel, das ganz in der Nähe des Fährterminals liegt. Das 3-Sterne-Hotel bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist die beste Wahl, wenn man früh oder spät mit der Fähre abfährt.

Das St. Christophers Hotel in Port aux Basques

Weil es für uns mitten in der Nacht losgeht, legen wir uns etwas früher schlafen und vergewissern uns noch mal, dass der Wecker korrekt gestellt ist. Auch mitten in der Nacht muss man zwei Stunden vor Abfahrt der Fähre einchecken. Theoretisch könnte man sich auch eine Übernachtung in Port aux Basques sparen, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es eine lange Zeit ist, die man dann im Auto überbrücken müsste, da auch die Restaurants irgendwann schließen. Für die Rückfahrt haben wir wieder eine Kabine auf der Fähre gebucht, worüber wir auch sehr froh sind, denn so können wir uns gleich wieder hinlegen, sobald wir an Bord sind. Die Überfahrt auf dieser Strecke ist mit 6 Stunden deutlich kürzer als die zwischen Sydney und Argentia.

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10.August 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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