Grabsteine, Kettensägen und ausgehöhlte Kürbisse in Charlotte

Ausgehöhlte Kürbisse in Charlotte

Nach dem netten Bierabend schlafen wir heute erst mal aus. Alex hat frei, und wir können alles ganz gemütlich angehen. Zum Frühstück gehen wir ins Original Pancake House und danach in eine der Shoppingmalls von Charlotte. Ich liebe ja diese schönen dicken und fluffigen Pancakes in den USA. Meine genieße ich an diesem Morgen mit Kürbis- und Pekankernen, Sahne und Sirup. Yummi! Die Mall ist auch echt schick, aber Shopping ist ja doch immer irgendwie anstrengend, oder?! Auf dem Heimweg halten wir beim Farmers Market in Charlotte an und besorgen das Wichtigste für den heutigen Abend: drei schöne dicke Kürbisse für die Pumpkin-Carving-Party bei einer Freundin, die auch Alex heißt.

Zu Hause haben wir dann noch etwas Zeit zum Chillen, bevor wir zur Party ans andere Ende der Stadt fahren. Alex und ihr Mann haben ein großes Haus in einem sehr bewaldeten Teil von Charlotte. Es wird schon dunkel, als wir ankommen, und die Halloween-Deko kommt großartig zur Geltung: beleuchtete Grabsteine, Skelette, Totenköpfe, Gespenster und natürlich Kürbisse. Plötzlich erschrecken wir uns fast zu Tode, denn von hinten kommt ein Monster mit einer lärmenden Kettensäge auf uns zu! Alle schreien und laufen los … 🙂

Bunt bemalte Kürbisse in Charlotte Kürbisse auf dem Farmers Market in Charlotte
In der riesigen Garage sind Tische mit Essen und Getränken aufgebaut. Alles ist mit schwarzer Folie verkleidet, ein Beamer wirft einen Gruselfilm an die Wand, und auch hier bin ich von der genialen Deko beeindruckt. Alex erzählt mir später, dass das genau ihr Ding sei, dekorieren, alles herrichten für eine Party mit Freunden und Nachbarn. Nach und nach trudeln die Gäste ein, jeder mit einem Kürbis unterm Arm. Zuerst wird gegessen, und alle begutachten die Dekoration, was natürlich eine Weile dauert, weil es so viel zu entdecken gibt. Irgendwann werden dann die Tische leer geräumt, Werkzeuge zum Schneiden, Schnitzen und Schärfen liegen bereit – und los geht’s…

Halloween in Charlotte
Wir krempeln die Ärmel hoch und schneiden zuerst oben um den Stil einen Kreis, um den Kürbis zu öffnen. Das Loch sollte groß genug sein, um mit Hand und Werkzeug im inneren gut arbeiten zu können. Nun heißt es: Alles muss raus! Sämtliche Kerne und das ganze schmantige Innenleben müssen entfernt werden. Fast bis zum Ellbogen stecke ich in der orangen Kugel und gebe mein Bestes. Alex steht mir gegenüber, und ich sehe schon, dass er ein echter Profi im Kürbisaushöhlen ist. Ich brauche echt lange, aber dann bin ich zufrieden mit meinem Werk. Dann geht’s ans Schneiden. Am Nachmittag hatten wir uns im Internet diverse Kürbisgesichter angesehen und Ideen geholt. Mein Kürbis bekommt zuerst eine viereckige Nase, die ich vielleicht etwas kleiner hätte ausschneiden sollen. Als Nächstes kommen die Augen. Im Internet waren sie rund, aber ich versuche es lieber mit einer mandelartigen Form. So weit, so gut! Nun die Ohren – zwei Dreiecke schräg über den Augen – und dann noch auf jeder Seite zwei Schnurrhaare. Alles recht plakativ, aber ich werde für mein erstes Pumpkin Carving gelobt und bin echt stolz wie Garfield!

Zwei Kerzen erleuchten meinen Katzenkopf, der Deckel kommt wieder drauf, und alle Kürbisse werden auf einer Treppe im Vorgarten für ein Gruppenfoto aufgereiht. Supertoll sieht das aus!!! Ich bin von meiner ersten Pumpking-Carving-Party begeistert und finde, dass wir das auch in Deutschland machen sollten!

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14.November 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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