Gletscher zum Anfassen

Root-Gletscher Wanderung in Kennicott

Weiter geht es von Fairbanks Richtung Süden. Auf dem Richardson Highway fahren wir vorbei an Delta Junction bis nach Glennallen. Unterwegs besuchen wir die bei CANUSA-Kunden beliebte Lodge at Black Rapids.

Annie, die Besitzerin, begrüßt uns herzlich und zeigt uns ihr „Schmuckstück“, das nach sieben Jahren Bauzeit im Jahre 2008 oberhalb des alten Roadhouse eröffnet wurde. Wir sind begeistert von den hellen, freundlichen Zimmern, der individuellen Einrichtung mit den unterschiedlich verarbeiteten Holzarten, den gemütlichen Aufenthaltsbereichen sowie der vielen verschiedenen Geländer, Lampen und Wandhaken aus Gusseisen. Annie erzählt uns, dass die Umgebung teilweise militärisches Gebiet war und in diesem Jahr nun zwei schöne Trails, von denen einer zu den Black Rapids führt, eröffnet wurden.

Lodge at Black Rapids von Innen

Leider müssen wir weiter, da wir für heute eine Übernachtung in der Copper River Princess Lodge geplant haben. Die Lodge liegt auf einem Hügel oberhalb des Highways, ist sehr gemütlich und bietet viel Komfort. Von der Lobby mit der zweistöckigen Glasfront haben wir einen grandiosen Ausblick auf die Wrangell-St. Elias Mountains, speziell auf den Mount Drum, und diesen Blick können wir bei einem behaglichen Kaminfeuer gemütlich auf Sofas und in Sesseln genießen. Es werden viele Ausflüge angeboten, die von der Lodge starten: halbtägige Wanderungen, Touren mit Begehung des Worthington Gletschers, Rundflüge durch die Wrangell-St. Elias Mountains, Raftingtouren sowie Tagesausflüge zur historischen Kennicott-Kupfermine. Letzteres haben wir auch geplant, aber etwas anders.

Blick auf die Copper River Princess Lodge

Wir fahren auf dem Edgerton Highway nach Chitina und fliegen von dort mit Wrangell Mountain Air nach McCarthy (Freigepäckmenge max. 13 kg pro Person). Das Befahren der Schotterstraße zwischen den beiden Orten ist bei den meisten Mietwagenfirmen nicht erlaubt. Ausnahme: GO North bietet Geländewagen an, mit denen alle Highways in Alaska sowie Yukon genutzt werden können. Aber wir fliegen in den größten Nationalpark der USA, was ein unvergessliches Erlebnis ist. Bei dem tollen Wetter ist die Aussicht unglaublich! Und kurz vor Ankunft in McCarthy stehen unsere Kameras gar nicht mehr still. Sowohl der Kennicott- als auch der Root-Gletscher zeigen sich in ihrer vollen Pracht. Ein Traum! Nach der Landung bringt uns der Shuttle-Bus der Kennicott Glacier Lodge hoch in den Ort, wo wir bei St. Elias Alpine Guides abgesetzt werden.

Das Wrangell Mountain Air Flugzeug in Alaska

Von dort beginnt unsere geplante Wanderung auf den Root-Gletscher. Nachdem uns die Steigeisen angepasst wurden, begeben wir uns mit Dan, unserem Guide, auf die vier- bis fünfstündige Tour. Was sollen wir sagen – ein weiteres unglaubliches Erlebnis während unserer tollen Rundreise! Recht bald legen wir die Steigeisen an und dann geht es rauf auf den Gletscher. Etwas ungewohnt ist das Gehen damit schon, wird aber im Laufe der Zeit immer besser. Dan zeigt uns Moränen mit rauschenden Wasserfällen sowie Wasserlöcher, in denen das Eis eine Farbintensität hat, die nicht zu beschreiben ist. Nach dem Lunch geht es langsam zurück. Wir hängen noch die Führung durch die Kennicott-Kupfermine sowie die verlassenen historischen Gebäuden an und bekommen so einen Eindruck vom Leben und Arbeiten während der aktiven Zeit der Mine von 1909 bis 1938.

Blick in den Kennicott Gletscher

Anschließend checken wir in der Kennicott Glacier Lodge ein und schauen uns zusammen mit der Managerin Jo-Ann die unterschiedlichen Zimmer an. Unser Zimmer gehört zur Kategorie „shared bath“ und ist, wie auch die anderen, liebevoll mit historischen Gegenständen dekoriert. Uns gefällt das sehr, und die Tatsache, dass wir uns mit drei weiteren Zimmern die sehr saubere Dusche sowie die separate Toilette teilen, ist ein Erlebnis. Toll finden wir nämlich die alten Zeitungsausschnitte und Werbeanzeigen, die dort an den Wänden angebracht sind. Der Gang zur Toilette dauert deshalb hier auch meist etwas länger als sonst … Nach dem gemeinsamen Abendessen aller Gäste fallen wir müde ins Bett.

 Am nächsten Morgen geht es gegen halb neun mit dem Flugzeug zurück nach McCarthy – wieder einmal geht ein toller Abschnitt unserer Reise zu Ende.

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1.August 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


Ein Kommentar für “Gletscher zum Anfassen”

  1. Ulrich sagt:

    Euer Blog ist toll zu lesen und man bekommt sofort Lust, ebenfalls nach Alaska zu fliegen. Bin schon gespannt auf die weiteren Berichte.

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