Team Las Vegas: Get your kicks – unterwegs auf der Mother Road

Büffelköpfe an der Route 66

AB NACH LAS VEGAS!

Listen now: Bobby Troup: (Get Your Kicks On) Route 66

Unsere Tour führt uns Richtung Las Vegas mitten duch das Herz des Westens: Route 66! Die Mother Road verkörpert wie keine andere die Aufbruchstimmung Richtung Kalifornien der 50er- und 60er-Jahre. Wir passieren Williams, der charmante Ort liegt genau an der Kreuzung der 64 und der Interstate 40. Die Stadt ist ganz in Wildwest-Manier herausgeputzt. Wir legen unseren ersten Boxenstopp ein. Zunächst denken wir, mitten in die Dreharbeiten für „Rauchende Colts“ geplatzt zu sein. Traditionelle Pferdekutschen fahren auf gesperrten Straßen, aus den geöffneten Flügeltüren der Saloons dringt Fiedelmusik, Cowboys flanieren umher und liefern sich Spaß-Showdowns. Die überall gegenwärtigen Motorräder – fast ausschließlich Chopper – holen uns zurück in die Realität. Zu unserem Glück findet an diesem Abend der Abschluss eines Bikerfests statt, die Williams Arizona State HOG Bike Rally. Bei so viel Inspiration durch schwarzes Leder und Cowboykluft findet Inken hier endlich ihren lang ersehnten Cowboyhut! Das Bikerfest gibt es jedes Jahr, und es lohnt sich nicht nur für Biker und Wildwestfans, dort vorbeizuschauen.

Ein alter Edsel parkt in Seligman Diner im 50er Jahre Stil an der Route 66 in Kingman

Die alte Santa Fe Lok

Die Santa-Fe-Bahntrasse verläuft parallel zur Route 66

Nicht empfehlen können wir eine Übernachtung auf dem KOA-Campground in Seligman. Obwohl mit allem Komfort ausgestattet, liegt das relativ kleine Gelände eingezwängt zwischen Interstate 40, Route 66 und der Santa-Fe-Bahntrasse.Wir mussten feststellen, dass die (übrigens seeehr langen) Züge auch nachts mindestens stündlich verkehren. Morgens hupen die Züge gerne ausgiebig bei der Fahrt durch Ortschaften. 🙁 Weil die Schienen parallel zur Interstate 40 verlaufen, sollte man sich abseits der Route 66 einen Nachtplatz suchen, damit ungestört geschlafen werden kann.

In Seligman selbst scheint die Zeit seit den 50er-Jahren stehengeblieben zu sein. Das denken auch deutsche, englische und französische Bustouristen sowie etliche Biker. Mit einigen von ihnen genehmigen wir uns ein zweites Frühstück in Delgadillos Snow Cap. Das geschichtsträchtige Drive-in ist eine Art Route-66-Museum. Im Garten gibts neben jeder Menge James-Dean-Oldtimer auch den lustigsten Restroom unserer Reise zu sehen!

Der lustigste Restroom an der Route 66 bei Delgadillo's Snow Cap

Wunderbar nostalgisch ist auch der Hackberry General Store in Hackberry, der u. a. Route-66-Limonade vertreibt – unbedingt anhalten! Das Gelände ist museumsreif, an die alten Zeiten erinnert dort nicht nur die little red Corvette vorm Eingang …

Little Red Corvette vor dem Hackberry General Store an der Route 66

Lädt ein zur Verschnaufpause: der Hackberry General Store

Kingman (kann man getrost durchfahren) zeigt uns per Straßenschild, dass wir wieder Richtung Las Vegas unterwegs sind. Im Radio singt Faith Hill für uns: Hey baby, let’s go to Vegas!

Nach intensivem Sicherheitscheck, zu dem alle Camper und Reisebusse angehalten werden, überfahren wir gegen Abend den Hoover Dam. Auf einem Fotostopp bewundern wir das beeindruckende Bauwerk aus den 30er-Jahren und die wie gemalten weißen Ränder an den Felsen oberhalb des aufgestauten Seespiegels, und fahren dann weiter an den Lake Mead.

Am größten Stausee der USA genießen wir ein letztes Mal in der National Recreation Area die meist ruhigen idyllischen Campgrounds des südlichen Westens. Wir werden mit einem eindrucksvollen Sonnenuntergang belohnt – ein seltener Regenfall muss Las Vegas in der Ferne heimgesucht haben.

Sonnenuntergang am Lake Mead, Nevada, USA

An dieser Stelle ein Tipp: Wir haben nicht von vornherein den Nationalparkpass, der für alle staatlichen Nationalparks, ausgenommen der Reservate, gilt, für 80 US-Dollar gekauft. Man kann auch ganz normal alle Eintritte einzeln bezahlen und die Belege aufheben. Sobald man die Summe von 80 US-Dollar überschreitet, kann der Pass nachgelöst werden (sofern man noch alle Belege über die Eintrittszahlungen hat). Auf diesem Wege muss man sich nicht beim ersten Parkeintritt überlegen, ob sich der Pass lohnt oder nicht.

Lake Mead habe einen historischen Tiefstand erreicht, erzählt uns ein Camproundmitarbeiter am nächsten Tag. Die weißen Ränder am Hoover Dam und um den Lake Mead sind nicht aus ästhetischen Gründen vorhanden, sondern zeigen, wie hoch der Wasserpegel bei Normalstand ist. Weil aber der Glen Dam (Lake Powell) und andere Dämme den Colorado oberhalb des Lake Mead schon stark gestaut haben, um ihre Pegel zu halten, macht sich der diesjährige Wassermangel des Flusses erst am Lake Mead bemerkbar. Wir wünschen, dass sich die föderalen Staaten nicht gegenseitig das Wasser abgraben und düsen weiter Richtung Las Vegas.

VORHERIGER BEITRAG

ÜBERSICHTSSEITE DER REISE 

ENDE DER REISE

Teilen Sie jetzt diesen Beitrag mit Ihren FreundenPin on PinterestShare on FacebookGoogle+Tweet about this on Twitter

Möchten Sie immer auf dem laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie jetzt den CANUSA Blog!



21.Juni 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Kommentar schreiben

[huge_it_share]