Erst zur Oak Alley Plantation, dann nach New Orleans

Oak Alley Plantation
Heute starteten wir als Erstes einen zweiten Versuch, um die Aussichtsplattform des Louisiana State Capitol zu besuchen – es ist übrigens mit seinen 137 Metern das höchste Kapitol der USA. Wir standen schon früh auf, um uns ein leckeres Frühstück im Bistro des Hotels zu genehmigen. Dort war schon viel los, denn es war Samstag und der St. Patrick’s Day wurde gefeiert.

Die vielen Studenten von Baton Rouge waren auch schon früh wach, überall schwirrten Menschen in grüner Bekleidung herum. Nachdem wir den Kaffee ausgetrunken hatten, beluden wir unser Auto, und da für diesen Tag noch viel auf dem Programm stand, nahmen wir für die kurze Strecke unseren Wagen. Schon gegen 9 Uhr standen wir vor den Sicherheitsbeamten des State Capitols, das täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet hat. Da es sich um das Parlamentsgebäude handelt, wurden wir von einem Metalldetektor durchleuchtet, konnten danach aber ganz frei im Gebäude umherlaufen. Wir nahmen den Fahrstuhl, fuhren hinauf in den 27. Stock und genossen einen tollen Ausblick über die Stadt und auf den Mississippi.

Heute wollten wir auf dem Weg nach New Orleans unseren ersten Shopping-Tag einlegen, fuhren zuerst rund 20 Minuten zur Mall of Louisiana und steuerten direkt Macy’s an. Touristen können in Louisiana übrigens steuerfrei einkaufen, allerdings ist das Verfahren zur Steuererstattung nicht ganz einfach. Noch besser gefiel uns unser zweiter Stopp, die Tanger Outlet Mall Gonzales. Auch diese Mall ist nicht viel mehr als 30 Autominuten von Baton Rouge entfernt und wurde gerade erweitert, sodass dort nun viele namhafte Geschäfte vertreten sind – dem Shopping-Herz bleibt kein Wunsch unerfüllt!

Nach einem leckeren Mittagessen bei Wendy’s waren wir gestärkt und machten uns auf den Weg zur berühmten Oak Alley Plantation. Inzwischen ist das Wetter richtig schön geworden, und wir fuhren mit offenem Cabrio die herrliche Strecke entlang des Mississippi. In dieser Region gibt es zahlreiche Plantagen, weshalb sie auch Plantation Country genannt wird. Die Oak Alley Plantation ist traumhaft schön und eine der am häufigsten besuchten Plantagen. Wir verstanden sofort, warum: Auf der Anlage befindet sich eine sehr interessante, aber auch sehr bedrückende Ausstellung zur Sklavengeschichte der Plantage. Wir konnten uns die spartanischen Unterkünfte angucken und am Ende der Ausstellung die Namen aller Sklaven lesen. Danach nahmen wir an der Führung durch das Plantagenhaus teil, das sehr imposant ist. Man kann sich bildlich vorstellen, wie es sich die Besitzer vor vielen Jahren haben gut gehen lassen. Das Highlight ist natürlich der Blick vom Balkon auf die Allee mit den alten Eichen. Zum Abschied habe ich mir noch meinen ersten Mint Julep gegönnt, einen für die Südstaaten ganz typischen Whiskey-Cocktail, der es wirklich in sich hat!

Zimmer in der Oak Alley Plantation

Am frühen Abend erreichten wir dann New Orleans. Auch hier wollten wir wieder die Parkgebühren am Hotel sparen, und da Wochenende war, parkten wir problemlos an der Straße, ganz in der Nähe des Saint James Hotels, unserer Unterkunft für die nächsten drei Tage. Wir hatten ein großzügiges Zimmer mit tollem Dielenboden und bequemem Sofa. Der gemütliche Innenhof lud zum Verweilen ein. Ganz schnell machten wir uns dann auf den Weg zur Bourbon Street – der Partymeile der Stadt. Da an diesem Tag die St. Patrick’s Day Parade durch die Straßen zog, war hier wirklich die Hölle los. Überall sahen wir feiernde Menschen mit vielen bunten Ketten um den Hals. Wir ergatterten uns auch zwei Ketten, bestaunten das bunte Treiben bei lauter Musik und einen Drink in der Hand und zogen dann weiter. Im Hyatt French Quarter Hotel fanden wir einen gemütlichen Platz für unser Abendessen, es spielte eine Band, und die Atmosphäre war so, wie ich sie mir für New Orleans erträumt hatte.

Im gemütlichen Innenhof des Hotels starteten wir den nächsten Tag mit Croissants, Orangensaft und Kaffee. Das Frühstück ist übrigens für alle Gäste kostenlos, und während der Woche wird es auf Wunsch sogar aufs Zimmer gebracht. Obwohl uns an der Rezeption gesagt wurde, dass es recht weit in den Garden District sei, machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Die Amerikaner laufen einfach nicht gerne, dachten wir, so schlimm würde es schon nicht sein. Wir wollten uns im Laufe des Vormittags die für New Orleans typischen Villen angucken. Mit Stadtplan bewaffnet, ging es los … und es war doch weiter als gedacht. Man kann sich übrigens kaum verlaufen, denn man muss einfach immer nur den Schienen der historischen Straßenbahn folgen. Die Häuser sind wirklich klasse, was Größe und Farbe betrifft, so wurde der Kreativität hier keine Grenze gesetzt. Aber eines haben alle Gebäude gemeinsam: sie sind im typischen Südstaatenstil gebaut.

Zimmer Saint James Hotel New Orleans Garden Distrikt New Orleans

Am Abend zuvor hatten wir uns über den Commander’s Palace informiert und unter anderem gelesen, dass es dort Martinis für 25 Cent geben soll. In dem Restaurant werden schon seit 1880 Gäste mit verschiedensten Köstlichkeiten verwöhnt; das wollten wir uns also nicht entgehen lassen. Das Commander’s Palace liegt genau gegenüber des bekannten Friedhofs Lafayette Cemetery und befand sich damit genau auf unserem Weg. Wir merkten gleich, dass dieses Restaurant stolz auf seine Traditionen ist und diese auch sehr hochgehalten werden. Es kamen uns viele schick gekleidete Menschen entgegen, und auch die eine oder andere Limousine hielt direkt vor der Tür. Trotzdem trauten wir uns hinein und reservierten für den nächsten Tag einen Tisch zum Abendessen. Anschließend schlenderten wir noch eine Weile über den Lafayette-Friedhof mit seinen wirklich sehr eindrucksvollen Gräbern und Gruften.

Lafayette Cemetery New Orleans Lafayette Cemetery New Orleans
Smoothie King Station Basketball New Orleans Smoothie King Station Basketball New Orleans

Zum Mittagessen gönnten wir uns auf dem Weg zurück in die Innenstadt einen leckeren Burger auf einer sonnigen Terrasse, danach ging es weiter zum Ogden Museum of Southern Art. Es befindet sich ungefähr auf halber Strecke zwischen French Quarter und Garden District, ganz in der Nähe des National World War II Museum. Wir bewunderten auf drei Etagen Kunstwerke aus den Südstaaten sowie eine tolle Fotoausstellung. Am Abend stand für uns dann ein weiteres Highlight an: Wir gingen zum Basketball in die New Orleans Arena, heute Smoothie Kind Center genannt, wo es ein Spiel zwischen den New Orleans Pelicans und den Denver Nuggets gab. Die Karten hatten wir bereits problemlos von Deutschland aus über ticketmaster.com gebucht. Eine Stunde vor Spielbeginn war Einlass, meine Tasche wurde kontrolliert, und dann ging es los. Essen und Getränke sind im Stadion zwar recht teuer, aber irgendwie gehört es trotzdem dazu. Wir hatten super Plätze in der zehnten Reihe, ganz in der Nähe des Korbes. Die Cheerleader hatten es mir besonders angetan, und auch diese hatten wir gut im Blick. Die Pelicans machten es echt spannend – zweimal ging es in die Verlängerung –, und leider verlor New Orleans nach einem spannenden Spiel doch noch knapp. Für uns war es trotzdem ein ganz besonderer Abend!

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15.Juni 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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