Entlang des Lake Superior: nach Bayfield und Marquette

Pictured Rocks National Lakeshore 5

Heute lag eine Strecke von gut 550 Kilometern vor uns. Wir fuhren vorbei an Green Bay und Wausau und erreichten am frühen Abend unser Ziel Bayfield am Lake Superior, dem größten der Seen, der auf Deutsch Oberer See genannt wird. Da diese Strecke uns vor allem durch Waldgebiete führte, war der Copper Falls State Park mit seinen Wasserfällen eine willkommene Abwechslung. Der Park liegt zwei Meilen nordöstlich von Mellen, und wir nutzten dort die Zeit, um uns die Beine zu vertreten und die Wasserfälle anzuschauen. Diese sind zwar nicht überragend hoch oder super imposant – aber nachdem wir den Tag über sooooo viele Wälder und Straßen gesehen haben, tat es sehr gut, sie anzusehen.

Bayfield ist ein hübsches, überschaubares Örtchen an der Chequamegon Bay. Im Sommer halten sich hier viele Touristen auf, die den Ort als Ausgangspunkt für Bootstouren entlang des Apostle Islands National Lakeshore nutzen. Hier kann man über zwanzig Inseln ansteuern, von denen nur eine einzige bewohnt ist – Natur pur! Viele haben uns von diesen Inseln berichtet und sind ins Schwärmen geraten, sodass wir den langen Weg dorthin auf uns nahmen. Aber leider hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter; es war ziemlich nebelig und regnerisch, also konnten wir leider keinen Ausflug zu den vorgelagerten Inseln unternehmen.Pictured Rocks National Lakeshore 3

Stattdessen schlenderten wir durch Bayfield und bestaunten die gut erhaltenen alten Häuser, gingen über das Dock und versuchten, das Beste aus dem Tag zu machen. Da wir in der Nebensaison dort waren, hatten viele der nahe gelegenen Weingüter und Obstplantagen noch geschlossen. Wir fanden aber trotzdem eine offene Winerie und probierten die Weine der Region – lecker! Wer nach Bayfield reist, sollte auf jeden Fall im Greunke’s Restaurant & First Street Inn frühstücken gehen. Die Preise sind moderat, das Essen hausgemacht, und selbst Präsident John F. Kennedy hat hier einst sein Frühstück eingenommen, bevor er zu seinen Angeltouren aufgebrochen ist. Back to the 50s – die original Einrichtung aus jener Zeit macht diesen Ort zu einem tollen Frühstückserlebnis. Und wer es skurril mag, sollte zum Abendessen ins Maggie’s gehen: Dort gibt es moderne amerikanische Küche in einem unglaublichen Dekor – das Restaurant ist nämlich mit unzähligen rosa Flamingos dekoriert!

Pictured Rocks National Lakeshore 4

Am nächsten Tag wurden wir mit Sonnenschein begrüßt, und es ging in den dritten Bundesstaat unserer Reise: nach Michigan. In Ashland kauften wir noch ein wenig Proviant und tankten, und dann ging es als Erstes zu den Superior Falls, die nördlich von Saxon auf dem Gelände eines Stromkraftwerks liegen. Diese von vielen empfohlenen Wasserfälle haben uns aber nicht sehr beeindruckt – also fuhren wir bald weiter und erreichten am frühen Nachmittag Marquette, wo wir im Landmark Inn eincheckten. Dieses nostalgische Hotel mit 62 Zimmern liegt in der Innenstadt und bietet große und geräumige Zimmer.

Von Marquette aus fuhren wir am Tag darauf ins 70 Kilometer entfernte Munising. Als wir die Grenze von Michigan überquerten, mussten wir unsere Uhren wieder um eine Stunde vorstellen. Das sollte man auf jeden Fall bedenken, wenn man vorab eine Bootstour entlang der Pictured Rocks reserviert hat und aus Richtung Westen kommt! Der Nationalpark Pictured Rocks National Lakeshore erstreckt sich über 60 Kilometer entlang der Küste und besteht aus vielen hohen Sandsteinfelsen, die vom Wasser zu tiefen Mulden ausgewaschen wurden. Das Seeufer ist hier sehr felsig, und bei der Bootstour entdeckt man kleine Wasserfälle, Buchten, glatte Felswände mit bunten Streifen, Wasserfarben von Dunkelblau bis Türkis und Bäume, die so sehr aus den Felsen ragen, dass man befürchtet, sie könnten herunterstürzen. Am Abend zuvor hatten wir Plätze für die dreistündige Tour um 14 Uhr gebucht, bei der man bessere Lichtverhältnisse als am Morgen hat – ein großartiges Fotoparadies!

 

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5.August 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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