Endlich am Pazifik!

Heutiges Ziel ist der Pazifik

Morgens um halb sieben: Möwen kreischen. Es ist ja nicht so, dass die Geräuschkulisse nicht schon extravagant genug wäre. Also gesellen sich auch noch Möwen zu uns und lassen sich freudig schnatternd auf unserem Camper nieder. Nach einem kleinen Frühstück fahren wir los. Unser heutiges Ziel ist Cambria am Pazifik. Wollen wir hoffen, dass wir dort einen Campground finden.

Die Strecke fährt sich ein wenig anstrengender, als wir gedacht hätten. Aber nach rund fünf Stunden erreichen wir endlich den Pazifik. Ein großartiger Anblick baut sich vor uns auf, wir sind vom wilden Meer fasziniert und legen erst mal eine Strandpause ein. Am Moonstone Beach Park können wir unser Wohnmobil abstellen und legen uns in die brennende Sonne. Leider ist der Pazifik doch etwas zu kalt und zu wild, um baden zu gehen. Aber wir sind fest entschlossen, das auf dieser Reise auf jeden Fall noch zu tun!

Wie passieren den San Simeon State Park. Für 50 Dollar darf man hier ohne Hook-up eine Nacht bleiben; wir fahren lieber weiter und hoffen, einen günstigeren Campground mit Zugang zum Meer zu finden. Aber Pustekuchen …! Weiter geht die Fahrt, immer weiter. Rechts von uns ragen hohe Berge auf, vor uns liegen endlose Serpentinen und auf der linken Seite glitzert der endlose Pazifik, dieser Anblick wirkt fast hypnotisierend. Besonders die schon tief stehende Sonne taucht all das in ein ganz besonderes Licht. Schnell merken wir, dass Campgrounds auf diesem Teil des Highways eher rar gesät sind. An einigen wenigen fahren wir vorbei, durchqueren auch den Big Sur State Park (wo wir auf dem Rückweg übernachten wollen), aber die Fahrt geht weiter.

Die Landschaft am Pazifik Mit dem Wohnmobil am Pazifik entlang fahren

Michelle ist fest entschlossen heute noch bis Monterey durchzufahren, damit die morgige Etappe nicht so lang ist. Wir kommen dort an, als die Sonne gerade untergeht. Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang sind wir heute gefahren, und wir beide sind nicht mehr sehr gesprächig. Wir bezahlen schließlich doch 50 Dollar für einen ordentlichen Campground, der zwar asphaltiert ist, aber Wi-Fi und saubere Duschen zu bieten hat. Todmüde fallen wir ins Bett.

Am nächsten Morgen frühstücken wir in der Sonne und genießen das angenehme Wetter hier am Pazifik. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung San Francisco. Nach einem kurzen Stopp beim nächsten Walmart und einem erstaunlich günstigen Volltanken sind wir wieder auf dem Highway No. 1. Wir haben uns entschieden, weiterhin hier zu fahren, auch wenn es über die neuen Highways etwas schneller ginge. Schließlich fahren wir ja nicht nur, um den Weg hinter uns zu bringen, sondern auch um des Weges willen. Ab Monterey ist die Fahrt nicht mehr so anstrengend, verglichen mit dem südlichen Stück, auf dem wir gestern unterwegs waren. Wir fahren durch wunderschöne Orte, wie die an der Half Moon Bay, und sehen goldene Strände und knackige Surfer, bis wir nach zweieinhalb Stunden Fahrt in San Francisco ankommen. Unser Zuhause für die nächsten drei Tage wird der Candlestick RV Park sein, eine Übernachtung kostet hier 75 Dollar mit vollem Hook-up und Wi-Fi. Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, und auch der kleine Kiosk an der Rezeption ist sehr praktisch.

Der Highway No. 1 in Kalifornien Am Pazifik auf dem Highway No. 1 entlang fahrenAuf dem Highway No. 1 nach San Francisco Kaliforniens Pazifik-Küste

Wir melden uns direkt für den nächsten Shuttle nach Downtown San Francisco an; der Bus fährt stündlich und kostet 12 Dollar pro Person. Nach einer 20-minütigen Fahrt finden wir uns in Chinatown wieder – das war ja eigentlich klar, denn der Besitzer unseres Campgrounds hat hier ein Restaurant. Von dort sind es nur drei Blocks bis zur nächsten Cable-Car-Station, von wo aus wir direkt zum Fisherman’s Wharf fahren. Die Fahrt mit dem Cable Car kostet normalerweise jedes Mal 6 Dollar – in unserem CityPASS sind die Fahrten aber zum Glück enthalten, sodass wir nichts mehr bezahlen müssen.

Chinatown, San Francisco

Bis zum Pier 39 ist es nicht weit, man kommt an einigen Souvenirläden vorbei, und auf der Straße zeigen Musiker und andere Künstler, was sie können. Am Pier tauschen wir einen der Coupons aus dem CityPASS gegen ein Coupon-Buch ein, das sich „Savings Fun Pack“ nennt. Darin finden sich Coupons für wahrscheinlich jeden Laden auf dem Pier 39, einen lösen wir direkt ein und erhalten 20 Prozent Rabatt auf einen sehr leckeren Burger im Wipeout Bar and Grill. Dieses Restaurant hat sich das Thema der kalifornischen Surfer zu eigen gemacht, und man fühlt sich, als wäre man am Strand. Mit dem Beleg bekommen wir auch direkt im Laden gegenüber 10 Prozent Rabatt, eine wahre Endlosschleife …

Pier 39 in San Francisco

Die letzten Sonnenstrahlen fangen wir am Strand Maritime ein, wo wir auch tolle Fotos von der Golden Gate Bridge und dem „Rock“ Alcatraz machen. Tatsächlich sehen wir einige verrückte Kalifornier im Pazifik ihre Bahnen schwimmen, aber uns reicht es, die Füße ins Wasser zu halten, es ist wirklich sehr kalt. Direkt am Fisherman’s Wharf befindet sich die bekannteste Turn-Around-Station für Cable Cars. Wir müssen nur eine knappe halbe Stunde anstehen, bis wir auf einem Cable Car stehen und Richtung Shuttle düsen. Später bekommen wir den Tipp, dass es wesentlich schneller geht, wenn man einen Block die Straße hochläuft und dort an der Station auf die Cable Cars wartet. Diese werden nämlich mit einigen freien Plätzen auf den Weg geschickt, und man kann direkt einsteigen. Im Dunklen macht das Fahren noch mehr Spaß, besonders, wenn man steht und sich draußen an einer der Stangen festhält! Leider verpassen wir trotzdem knapp unseren Bus und müssen dann auf den nächsten warten. Müde, aber glücklich erreichen wir wieder unseren Campground und fallen sofort ins Bett.

Den traumhaften Sonnenuntergang am Pazifik genießen Die Sonne geht am Pazifik unter

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12.Dezember 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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