Die schwimmenden Schweine der Exumas

Ein schwimmendes Schwein in den Exumas

Starfish Bay

Heute geht es früh los: Es ist halb acht, als uns Captain Pat am Hotel abholt. Mit einem kleinen Bus fahren wir Richtung Norden, wo bereits das Boot auf uns wartet. Da es mehr Gäste als geplant gibt, müssen wir erst noch auf ein größeres Boot warten. Aber dann legen wir endlich ab! Wir haben richtig viel Glück mit dem Wetter – ein wirklich schöner Tag erwartet uns hier auf den Exumas. Die Sonne scheint, und das Wasser leuchtet in allen Blautönen, die man sich vorstellen kann. Als Erstes machen wir an der Starfish Bay Station. Vom Boot aus kann man im flachen Wasser schon sehen, warum wir hier halten: Seesterne! Dann holt Captain Pat zwei davon aus dem Wasser, die jeder mal anfassen darf.

Ein Seestern im Wasser der Exumas Hai im Wasser bei den Exumas

Weiter geht die Fahrt, vorbei an verschiedenen Inseln der Exumas, von denen einige in Privatbesitz sind – oftmals verbringen Promis hier ein paar entspannte Tage. Neben der Insel von David Copperfield halten wir kurz an, um in eine kleine Höhle zu schauen. Danach steuert unser Captain die Thunder Grotto an, und während der Fahrt dorthin wird jeder, der möchte, mit Schnorchel und Flossen ausgestattet, denn die Grotte bietet sich sehr gut zum Schnorcheln an. Zunächst bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich auch schnorcheln soll, aber dann überwinde ich meine Bedenken und folge meiner Schwester. Noch nie habe ich etwas so Schönes gesehen (was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass ich nie eine große Schnorchlerin war) wie dort unten! Unzählige bunte Fische, wahnsinnig schöne Korallen und sogar einen Rochen konnte man hier erblicken. Die Ruhe und die Schönheit der Natur haben mich ganz schön berührt … Nach einer knappen halben Stunde (ich hätte Stunden dort verbringen können) gehen wir wieder an Bord, und die Fahrt geht weiter zum Staniel Cay Yacht Club.

Baden mit schwimmenden Schweinen

Und dann ist es endlich so weit: Die schwimmenden Schweine der Exumas erwarten uns! Von Weitem sieht man schon, dass mehrere Boote in der Bucht ankern. Plötzlich erblicken wir sie: fünf Schweine, vier davon im Wasser, während eines am Strand entlangbummelt. Schweine im Wasser, das ist wirklich ein ziemlich ungewohnter Anblick. Auch jetzt sind wir uns nicht so ganz sicher, ob wir es wirklich wagen sollten, hineinzuspringen – die Tiere sind schließlich ganz schön groß. Aber was soll’s, wenn man schon mal hier ist, muss man schließlich auch ins Wasser! Dort merken wir auch gleich, dass die Schweine keinerlei Berührungsängste haben … Eher ist das Gegenteil der Fall, denn sie kommen ziemlich frech auf jeden zu, immer in der Hoffnung, etwas zu essen abzustauben. Die Besucher füttern die Tiere hier ja auch ständig – und auch wir haben Brot dabei. Das Füttern überlassen wir dann aber doch lieber den anderen und schauen uns das Geschehen aus sicherem Abstand an.

Da allmählich die Flut kommt, müssen wir uns bald schon wieder auf den Rückweg machen. Nicht weit von hier gibt es eine traumhafte Sandbank, wie man sie sonst nur von Fotos kennt! Auf der einen Seite liegen unzählige Conch, was richtig schön aussieht … der ganze Strand ist mit diesen sonderbaren Muscheln übersät. Natürlich gehen wir alle noch mal ins Wasser und machen Fotos, was das Zeug hält. Diesen Moment möchte man so lange wie möglich genießen! Da das Wasser jedoch immer weiter ansteigt und die Sandbank immer kleiner wird, gehen wir zurück aufs Boot. Dort zeigt uns die Crew, wie man auf den Bahamas tanzt! Eine kurze Showeinlage, real american, aber sehr witzig!

Muscheln der Exumas

Jetzt nimmt das Boot auch schon wieder langsam Kurs auf den Ausgangspunkt unseres Ausflugs auf den Exumas. Wir halten noch mal am Staniel Cay Yacht Club, wo für uns nun Tische reserviert sind. Nach diesem kleinen Abenteuer und den vielen schönen Erlebnissen haben wir uns auf jeden Fall etwas zu essen verdient! Von Burgern über Sandwiches bis hin zu Salaten gibt es hier alles, was das amerikanische Herz begehrt. Und: Conch! Die sind hier soooo lecker, ich kann sie wirklich nur empfehlen!

Compass Point und Staniel Cay

Eine Stunde später gehen wir wieder an Bord; als Nächstes steuern wir Compass Point an, wo man mit Haien schwimmen kann – allerdings nicht mit weißen, sondern mit Nurse Sharks. Auf Deutsch heißen sie Atlantische Ammenhaie, und sie sehen auf den ersten Blick aus wie Riesenwelse. Man kann hier zwar für einen Obolus ins Wasser springen, aber wir entschieden uns zusammen mit einigen anderen, doch lieber an Board zu bleiben und die Sonne zu genießen. Es stehen noch zwei weitere Zwischenstopps auf dem Plan, wir sehen zum Beispiel ein kleines Flugzeugwrack, das hier schon seit einigen Jahren am Grund liegt. Dann haben wir wieder eine recht lange Fahrt vor uns. Allmählich wird es auch etwas kühler, weshalb es gut ist, dass wir eine Jacke beziehungsweise einen Pulli dabei haben. Als letzten Halt steuern wir die sogenannte Leguan-Insel an. In Staniel Cay hatten wir dafür schon Essensreste eingepackt, um die Tiere hier füttern zu können – es steht also eine kleine Raubtierfütterung auf dem Programm. Es dauert auch nicht lange, da kommen die Tiere aus allen Ecken angekrochen. Es sind wirklich ziemlich viele, die sich diese Mahlzeit nicht entgehen lassen wollen. Ein wunderbarer Ausflug in den Exumas neigt sich damit dem Ende entgegen, und kurze Zeit später sind wir auch schon wieder am Ausgangspunkt der Tour und werden per Bus zurück ins Hotel gebrach.

Leguan-Insel in den Bahamas Traumhafte Exumas

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25.Februar 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Bahamas  Autor:


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