Die Reise beginnt: von Vancouver nach Washington State

 Die amerikanische Natur genießen

Tilo Krause-Dünow hat auf einer Wohnmobiltour die unberührten und eindrucksvollen Landschaften im Nordwesten der USA genossen. Washington State und Oregon haben einiges zu bieten – schier endlose Wälder, beachtliche Bergketten und einsame Küsten. Aber auch lebhafte Metropolen zeichnen diese beiden Staaten aus. Im Norden beginnen wir die Reise in B.C./Vancouver, fahren dann über die Grenze nach Washington State, später grob bei Portland nach Oregon und weiter südlich bei Crescent City über die Grenze in den Norden von Kalifornien. Wir kehren im Landesinneren bis nach Portland zurück und werden über Cannon Beach nach Washington State und über Vancouver Island nach Vancouver zurück kommen. Eine ideale Region für Touren fernab der großen Touristenströme, perfekt geeignet für den Urlaub im Wohnmobil.

 

Von Vancouver nach Washington State

Vom kanadischen Vancouver aus brechen wir zu unserer Wohnmobiltour durch den Nordwesten der USA auf. Hier übernehmen wir von Fraserway unseren Truck Camper TC-S – das verläuft wie gewohnt schnell und unkompliziert – und steuern sogleich die Grenze nach Washington State an.

Schon auf dem Weg zur Grenze gibt es Anzeigetafeln, die verkünden, dass wir rund 40 Minuten Wartezeit einplanen müssen. Die Einreise in die USA selbst ist unproblematisch. Deutsche Staatsbürger werden grundsätzlich zum weiteren Check sowie zum Ausfüllen der notwendigen Dokumente in einen Parkbereich geleitet. Nachdem die Formalitäten erledigt sind und wir eine Gebühr von 6 US-Dollar pro Person bezahlt haben, können wir kurze Zeit später weiterfahren. Wir waren darauf vorbereitet, dass keine frischen Früchte, kein Gemüse und auch kein Fleisch über die Grenze gebracht werden dürfen. Es wurde jedoch nicht kontrolliert. Trotzdem ist es ratsam, diese Lebensmittel erst in den USA zu kaufen.

Unser erster Campingplatz liegt im Birch Bay State Park und befindet sich gleich hinter der Grenze. Auf dem Weg dorthin decken wir uns mit Himbeeren direkt vom Feld ein. Für einen Dollar pro Pfund bekommt man große, leckere Früchte … Wir könnten hier kiloweise zuschlagen … In der Nähe des Campgrounds gibt es übrigens viele Einkaufsmöglichkeiten. Dieser erste Campingplatz ist, wie man es für diese Gegend erwartet, großzügig, sehr grün und mit Tischen und Bänken ausgestattet. Bäume dienen dazu, die Stellplätze voneinander abzugrenzen. Außerdem gibt es eine große Feuerstelle.

Lagerfeuer mit Campingstühlen Birch Bay State Park

Lagerfeuer im Birch Bay State Park

Unser Tipp: Man sollte vorab den Campingplatz für die erste Nacht reservieren – nach der Übernahme des Wohnmobils, den ersten Einkäufen, den Einreiseformalitäten und dem ungewohnten Tagesablauf freut man sich, wenn das schon geregelt ist und man weiß, wohin es als Erstes geht.

Wir sind jetzt jedenfalls so richtig im Urlaub angekommen – in einer herrlichen Umgebung wie dieser fällt das sehr leicht! Natur pur!

Fleisch direkt auf dem Lagerfeuer zubereitet

Essen auf dem Lagerfeuer zubereiten

Am nächsten Morgen sind wir froh, dass wir in der Routenplanung so flexibel sind. Das Wetter an der Küste gibt sich sehr wechselhaft. Wir haben uns eines vorgenommen: Wenn die Vorhersage für die Küste nicht ideal ist, dann fahren wir einfach ins Landesinnere, wo sich das Wetter besser einschätzen lässt. Wir starten am Morgen bei bedecktem Himmel; das Wetter soll in den nächsten Tagen an der Küste nicht so gut werden. Wir entscheiden uns dann spontan am Abzweig in Burlington und biegen auf den Highway 20 in die Bergwelt der North Cascades National Park ab.

Wälder mit Nebel

Nebliges Wetter an der Küste von Washington State

Unser Tipp: Spätestens hier in Burlington muss man sich zwischen Küste und Bergen entscheiden, wenn man größere Umwege vermeiden möchte. Das Ziel ist der Ort Winthrop. Dort, so sagt man, sei das Wetter fast immer gut. Winthrop liegt hinter den Cascades und stellt eine Verlängerung des ebenfalls stets milden Okanagan Valley in British Columbia dar.

Der North Cascades National Park haut mich um – eine Landschaft voller Berge, Wälder, Wildbäche, enger Schluchten und endloser Weiden! Hinter jeder Kurve, und von denen gibt es anständig viele, neue Ah- und Oh-Erlebnisse. Nicht umsonst handelt es sich um einen National Park. Wir entscheiden uns für zwei Campingplätze, auf denen wir die nächsten Tage verbringen wollen. Beide Plätze liegen unter hohen Bäumen, von denen fette grüne Moosbärte herabhängen, der eine Platz befindet sich an einem gurgelnden Bach, der andere am Ross Dam.

Der North Cascades National Park ist ein echter Geheimtipp. Er ist vorwiegend bei Amerikanern bekannt, Deutsche oder andere Europäer sehen wir weder auf den eindrucksvollen Natur-Campingplätzen noch auf einem der endlos vielen Trails, von denen wir ein paar auf längeren und kürzeren Wanderungen ausprobieren.

Ein Reh im North Cascades National Park

Wildlife im North Cascades National Park

Die vielen sehr gut beschilderten Wanderwege führen uns weit hinauf, und wir sind meist von bis zu 3000 Meter hohen Berggipfeln umgeben. Nicht nur auf den Spitzen liegt viel Schnee, auch bei unserer mehrstündigen Wanderung zum Blue Lake müssen wir über große Schneefelder laufen. Entsprechend spannend ist es, den richtigen Weg zu finden. Letztlich schaffen wir es aber ohne Weiteres, auch, wenn uns lediglich ein Paar entgegenkommt, das wir fragen konnten. Der Blue Lake entschädigt dann aber für alle Mühen. Kristallklar liegt er da, zur Hälfte noch zugefroren und von einer grandiosen Berglandschaft umgeben. Wir sehen sogar Murmeltiere, die verspielt das Sonnenlicht genießen.

Blick auf einen Berg im North Cascades National Park

Traumhafte Natur im North Cascades National Park

Unser Tipp: Für den North Cascades National Park muss man mindestens einen, wenn nicht gar zwei Tage zum Schauen und Wandern einplanen. Hier findet man all das, was auch den Reiz der kanadischen Nationalparks ausmacht – bei vielleicht gerade mal 10 Prozent der Besucherzahlen.

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3.April 2012  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


2 Kommentare für “Die Reise beginnt: von Vancouver nach Washington State”

  1. Wir sind Ende Juli/Anfang August unterwegs gewesen. Natürlich ist auch der September perfekt, da man an der Küste sicher nicht so regelmäßig mit Nebel rechnen muss. Die Herbsttage sind wunderschön im Landesinneren von Oregon. Ich würde es vermeiden, in der Zeit auch in den Yellowstone zu fahren. Die Strecke darüber ist zu weit und reduziert die Tage für Aktivitäten in Washington und Oregon. Dann würde ich mir lieber den Zeitpuffer für einen Besuch von Nordkalifornien vorhalten. Zum Redwood Nationalpark sind es keine 2 Stunden Fahrtzeit. Eine Wanderung in den Redwoods ist dort auch in den Herbstwochen ein Genuss. Für Vancouver müssen mindestens 2 ganze Tage und somit 3 Nächte eingeplant werden. Viel Spaß und bei allen Fragen steht unser Team gern zur Beratung zur Verfügung.

  2. Peter Müller sagt:

    hallo,
    mich würde brennend die Reisezeit (Monat) und die Dauer der Reise interessieren, da ich vorhabe, 2013 im September für 4 Wochen den Nordwesten (Washington State, Oregon,evtl auch Yellowstone NP) der USA einschließl. 2-3 Tage Vancouver per Wohnmobil zu besuchen.
    Die Reisetips, die in diesem Beitrag erwähnt werden, habe ich schon für 2013 abgespeichert.

    Mit freundlichen Grüßen

    Peter Müller

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