Die Inseln der Glückseligkeit – ein Hauch Robinson Crusoe, eine Prise Luxus.

Big Island/Hawaii: die Insel der Vielfalt, der Entspannung, der unberührten Schönheit – und im Winter Wale im Überfluss.

Big Island/Hawaii ist wirklich „Big“ – es gibt einfach so viel zu sehen, und das über die gesamte Insel verteilt. Egal ob man die Insel zuerst auf der Nordroute und dann über die Südroute entdeckt, sich auf den grünen Norden beschränkt oder sie über die Saddle Road erkundet – Big Island/Hawaii hat sehr viel mehr zu bieten als nur Lava.

Dank der in diesem Januar reichlicher als üblich ausgefallenen Regenfälle (an einigen Stellen auf Big Island hatte es fünf Jahre nicht geregnet) wirken die sonst kahlen Hänge schon fast tropisch grün. Auf den Gipfeln der erloschenen Vulkane liegt die ganze Woche Schnee – bei klarer Sicht jeden Tag von der Waikoloa-Küste aus gut zu beobachten. Was man aber im Januar (und natürlich auch im Februar und März) vor diesem Küstenabschnitt am besten sehen kann: Wale.

Egal in welchem Hotel wir an der Waikoloa-Küste auch waren – wir konnten jeden Tag direkt vom Ufer aus Wale sehen, teilweise sogar direkt aus unserem Zimmer. Es ist einfach ein unglaubliches Naturschauspiel, auch wenn die Tiere in diesem Winter erst später vor Hawaii eingetroffen sind. Die lokalen Behörden gehen nach ersten Schätzungen von 20 Prozent mehr Walen als im Vorjahr aus. Zur Hauptzeit von Mitte Februar bis Mitte März werden sich dann bis zu 12.000 Wale in den Gewässern vor Hawaii tummeln. Das Angebot an Ausflugsfahrten mit dem Schiff ist auf Big Island jedoch erheblich kleiner als auf Maui. Ideal sind die Gewässer nördlich von Waikoloa bis hinauf nach Hapuna und vor Kawaihae. Die Touren dauern in der Regel zwei bis drei Stunden und werden mehrmals täglich angeboten. Und sollte man doch mal keine Wale sehen (was im Moment einfach unvorstellbar ist), dann darf man noch einmal kostenlos wieder mitfahren.

Von unserem Hotel Hilton Waikoloa Village haben wir ja schon ausführlich berichtet. Aber es gibt noch mehrere andere Hotelanlagen, die etwas abseits des sonst Üblichen sind. Da ist zum einem das 1965 erbaute Kona Village Resort. Hier gibt es über 120 „Hütten“ im polynesischen Stil mit Strohdach. Die Hales, so nennt man diese Häuser, verfügen auch im Jahr 2011 weder über Telefon, TV oder Internet (Strom gibt es aber schon). In der von den Betreibern als Barefoot Luxury Resort bezeichneten Anlage fühlt man sich ein wenig wie Tom Hanks in Cast Away – selbst der stumme „Freund“ fehlt nicht (hier in Form einer großen Kokosnuss). Auch Robinson Crusoe hätte sich hier wohlgefühlt. Wir finden: Leider nicht mehr ganz zeitgemäß. Hier sind vor einigen Jahren die Uhren stehen geblieben, und die amerikanische Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre hat ihren Teil dazu beigetragen.

Aber es geht auch ganz anders. Mehr oder weniger nebenan liegt das vor einigen Jahren gebaute Luxushotel Four Seasons Hualalai. Das Haus gehört zu den Top-10-Hotels der USA – und trotzdem ist alles total locker und entspannt. Alle Gäste tragen, sofern es nicht gerade zum wunderschönen Golfplatz geht, Shorts, und die Kinder tummeln sich im teilweise überdachten Kid’s Pool. Der Service ist unglaublich! Für Kinder gibt es extra kleinere Kinderliegen, und selbst das Eincremen mit Sonnenschutz übernehmen gute Geister. Hier ist der Gast noch König – wenn nicht sogar Kaiser. Auch wenn man nicht übernachtet, einen Besuch zum Frühstück (preislich absolut im Rahmen, wie in allen anderen guten Hotels an der Küste) oder zum Dinner unter den Sternen sollte man sich nicht entgehen lassen.

Luxushotels müssen nicht „formell“ sein. Das ist der große Vorteil bei einem Urlaub auf Hawaii. Anders als in vielen Resorts, zum Beispiel in der Karibik, gibt es hier nur einen sehr eingeschränkten Dresscode.

Am nördlichen Ende des Hapuna Beaches liegt die wohl ungewöhnlichste Anlage in Bezug auf Architektur: das Mauna Kea Beach Hotel. Dieses 1965 von Rockefeller gebaute Haus ist zu allen Seiten komplett offen, und von Etage zu Etage wird das Gebäude schmaler. Auch wenn es hier jeden Samstag das beste Seafood Buffet (All you can eat) inklusive Lobster, Austern, King Crabs, Muscheln etc. gibt und in den letzten Jahren $ 150 Mio. in die Renovierung und Modernisierung gesteckt wurden – uns hat es nicht gefallen. Betonskelette im Bauhaus-Stil passen unserer Meinung nach nicht so gut nach Hawaii.

Und dann ist da noch das Fairmont Orchid Hotel in der Nähe von Mauna Lani – auf halbem Weg zwischen Waikoloa und Hapuna. Das ursprünglich als Ritz-Carlton eröffnete Hotel ist unser persönliches Highlight in diesem Urlaub. Es gibt mit Sicherheit noch bessere Hotels auf Hawaii – aber was wir hier an Aufmerksamkeit, Service, Gastfreundschaft in perfekter Symbiose mit toller Poollandschaft, tollem Strand, gemütlichen Restaurants, eingebettet in einen tollen Garten erleben durften, das war mehr als nur einfach ein Hotelaufenthalt.

Schade – jetzt sind zwei Wochen vorbei und wir fragen uns: Wann können wir wieder los?! Hawaii macht wirklich Spaß!

Aber noch müssen wir ja nicht nach Hause. Jetzt geht es noch für zwei Tage nach Santa Monica – meiner persönlichen Lieblingsstadt in Kalifornien.

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31.Januar 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Hawaii  Autor:


Ein Kommentar für “Die Inseln der Glückseligkeit – ein Hauch Robinson Crusoe, eine Prise Luxus.”

  1. Mara sagt:

    Na, hier wird ja auf sehr hohem Niveau gereist. Ob sich das mal so viele leisten können 😉

    Aber es macht Spaß, mitzulesen! Schönen Urlaub noch!

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