Der Olympic National Park und spannende Twilight Drehorte

Die berühmte Ruby Beach

Ausflug zur Ruby Beach im Olympic National Park

Ab in den Olympic National Park

An nächsten Morgen verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Portland und machten uns auf den Weg in den Olympic National Park. Der von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärte Regenwald liegt auf der Olympic-Peninsula (Olympic-Halbinsel). Die Strecke von Seaside nach Quinault war mit über drei Stunden Fahrzeit die längste unserer Reise und trotz des störrischen Wetters hatte die Fahrt einiges zu bieten. Gleich zu Beginn überquerten wir die Mündung des Columbia Rivers auf der kilometerlangen Astoria Brücke, die so tief über der Wasseroberfläche hing, dass man das Gefühl hatte, direkt auf dem Wasser zu fahren. Auch auf dem weiteren Weg blieben uns spektakuläre Ausblicke auf das Meer nicht verwehrt, da wir zumeist an der Küste entlangfuhren.

Als der erste Hunger aufkam, mussten wir feststellen, dass die von uns erwarteten und für Nordamerika so typischen Restaurants und Fast-Food-Ketten in dieser Gegend nicht weit verbreitet sind. Umso mehr freuten sich unsere Mägen, als wir den ersten und einzigen McDonalds in Aberdeen sichteten.

Lake Quinault

Nach ca. einem weiteren Stündchen Fahrt erreichten wir unsere wunderschön in die Natur eingebettete Unterkunft. Die Lake Quinault Lodge ist, wie der Name schon verrät, direkt an einem See im Olympic National Park gelegen. Im Sommer kann man in dem großen Gartenareal gemütlich auf Liegestühlen entspannen oder mit den zur Verfügung gestellten Kanus vom Wasser aus einen einzigartigen Blick auf den Regenwald erhaschen. In den Sommermonaten kann man auch von der Lodge aus viele schöne Wanderungen unternehmen. Naturliebhaber und Wanderfreunde können hier gut mehrere Tage verbringen. Im Oktober boten die vom Nebel verhangenen Wälder einen einmaligen Anblick, jedoch lud das Wetter nicht mehr zum Wandern oder Paddeln ein. Im Herbst werden die Boote aber ohnehin nicht mehr verliehen, da die Hauptsaison vorbei ist. So nutzten wir also das vielfältige Angebot im Inneren der rustikalen Lodge und gingen unter anderem Schwimmen. Am Abend machten wir es uns in den großen, einladenden Ledersesseln vor einer großen offenen Feuerstelle bequem und ließen den Tag mit einer heißen Schokolade ausklingen.

Lake Quinault Lodge im Olympic National Park

Mitten in der Natur: Die Lake Quinault Lodge

Ausblick auf den Lake Quinault von der Lodge

Das Restaurant mit Blick auf den Lake Quinault

Leider bot der vom Regen verhangene nächste Morgen ein eher ernüchternder Anblick. So frühstückten wir erst mal gemütlich in einem kleinen Laden neben dem Hotel und verbrachten einen entspannten Vormittag in der Lobby am Kamin. Wer, wie wir, aufgrund von schlechtem Wetter nicht zum Wandern kommt, für den haben wir noch einen guten Tipp parat: die 31-Mile-Loop! Dies ist eine kleine Straße, die durch den Regenwald vom Olympic National Park führt und mit einem Fahrzeug befahren werden darf. Die Strecke ist am besten mit einem geländefähigen Auto, wie beispielsweise einem SUV befahrbar, da die Wege schlammig und voller Schlaglöcher sind – eben eine sehr abenteuerliche Fahrt – die sich aber auf jeden Fall lohnt! Wir kamen an vielen Wasserfällen vorbei, fuhren durch verschlungene und moosbewachsene Baumlandschaften und umrundeten einmal den Lake Quinault, bevor wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Hotel machten.

Wasserfall 31-Mile-Loop

Wasserfall im Regenwald auf der 31-Mile-Loop

Regenbehangene Landschaft auf der 31-Mile-Loop

Wasserlandschaften entlang der 31-Mile-Loop

Kalaloch

Unsere nächste Lodge war nur 40 Minuten vom Lake Quinault entfernt, in Kalaloch. In der Kalaloch Lodge hat man die Möglichkeit ein eigenes Häuschen direkt an den Klippen mit Blick auf den Ozean zu mieten. Toll an dieser Anlage ist auch der direkte Zugang zum Strand. Da unsere Fahrzeit kürzer als gedacht gewesen war, hatten wir noch Zeit für einen Spaziergang am hotelgelegenen Strand, sowie für einen Abstecher zum bekannten Ruby Beach. Am Ruby Beach gibt es genügend Parkmöglichkeiten. Über einen kleinen Pfad erreicht man den Strand. Ein typischer Anblick an diesem eher rauen Strand sind die vielen Holzstämme, die vom Meer angespült wurden. Wir balancierten ausgelassen auf den Holzkolossen, machten Bilder von selbst gebauten Steinmännchen und genossen die frische Meeresbrise in unseren Gesichtern. Am Abend gönnten wir uns einen großen Burger im Hotelrestaurant – auch von hier hat man einen super Ausblick auf den Pazifik – und ließen den Tag im Hotelgemeinschaftsraum, ausgestattet mit unzähligen Büchern, gemütlichen Sitzmöglichkeiten und einem Billardtisch ausklingen.

Kalaloch Lodge mitten in der Natur

Die Kalaloch Lodge an der Pazifikküste gelegen

Typischer Anblick: Viel treibholz am Ruby Beach

Treibholz am Ruby Beach

Auf den Spuren von Vampiren und Werwölfen

Der nächste Tag begann mit leckeren Haselnuss- und Buttermilchpancakes und einem Früchtejoghurt aus der Lodgeküche. Gestärkt machten wir uns auf zu einem weiteren Highlight der Reise: unserer „Twilight-Tour“ durch Forks. Stephenie Meyers erfolgreiche Vampir Saga ist unter dem Namen „Twilight“ in mehreren Teilen verfilmt worden und erreichte einen gewissen Kultstatus. Die Kinofilmreihe spielt in Forks, La Push, dem Quileute Reservat und in Port Angeles. Das industrielle Städtchen Forks liegt sehr ländlich. Direkt am Ortseingang befindet sich das Visitor Center, in dem jedem Twilightfan das Herz aufgeht. Von Stickern über Taschen bis zu lebensgroßen Pappdarstellern findet man alles über die Charaktere aus der Serie. Sogar Bellas roter 1950 Chevrolet Pickup Truck steht vor der Tür. Nach einem kurzen Fotostopp am Ortseingangsschild erkundeten wir noch die Forks Highschool, das Community Hospital und das Swanhouse. Danach ging es nach La Push. Die Fahrt betug ca. 20 Minuten. Als wir dort ankamen, erwartete uns strahlender Sonnenschein. Etwa 350 sehr gastfreundliche Einwohner des Quileute Stammes wohnen hier. La Push ist mit seinen kleinen Häuschen, einer urigen Kirche und einem schönen, kleinen Hafen ein sehr schönes Fleckchen Erde! Am Strand genossen wir die Aussicht auf James Island bei einem kleinen Picknick.

Karte mit den wichtigsten Twilight Drehorten

Twilight Drehort Forks

Willkommen im „Vampierstädtchen“ Forks

Der Chevrolet Pickup Truck aus Twilight

Bellas Chevrolet Pickup Truck

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Nachmittag trafen wir in Port Angeles im Red Lion Hotel ein. Downtown ist fußläufig vom Hotel erreichbar und so bummelten wir die Straßen entlang und erkundeten die Boutiquen und Läden. Leider machen die meisten Geschäfte bereits gegen 17/18 Uhr zu, sodass wir uns in das Restaurant „Bella Italia“ begaben und leckere Pizza bestellten. Übrigens ist dies das Restaurant, in dem Bella und Edward ihr erstes Date hatten. Auch die bekannte Twilight-Autorin Stephenie Meyer speiste schon hier! So ließen wir den spannenden Tag wunderbar ausklingen. Am nächsten Tag mussten wir den wunderschönen Olympic National Park verlassen um Richtung Kanada aufzubrechen.

 

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20.April 2017  Rubrik: Aktuellste Beiträge  Autor:


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