Cool, cooler, California

Was soll man eigentlich nach zwei traumhaften Wochen auf Hawaii noch in Los Angeles? Warten Sie es ab!

Der Abflug von Big Island/Hawaii ist genauso entspannt wie die gesamte Zeit auf dieser doch so außergewöhnlichen Insel. Die Rückgabe des Mietwagens dauert wieder nur zwei Minuten und mit dem Shuttle brauchen wir zum Terminal auch nicht viel länger. Der 1970 eröffnete Flughafen dürfte heute der letzte „US International Airport“ mit Open-Air-Terminal sein. Nach dem Check-in begibt man sich in einen offenen Innenhof mit Bäumen und Bänken, die Flugzeuge befinden sich in Sichtweite direkt hinter dem Zaun. Hier gibt es weder klimatisierte Warteräume noch Jetways zu den Maschinen. Eine frische Brise vom Meer und Flugzeuge unter Palmen passen hier auch irgendwie besser hin.

Der Nonstop-Flug mit United Airlines, seit zwei Jahren die pünktlichste Airline in den USA, verläuft wie immer völlig entspannt, und so landen wir nach nicht ganz fünf Stunden in Los Angeles. Der Anflug auf die Millionenmetropole ist mehr als beeindruckend. Bei klarer Sicht erkennen wir schon von Weitem das gewaltige Lichtermeer und irgendwie scheint die Stadt einfach immer noch größer zu werden. Unter uns reiht sich im Schachbrettmuster Straße an Straße und die gewaltigen Freeways mit ihren endlosen Autokolonnen sind selbst aus der Luft gut zu erkennen. Obwohl es Sonntagabend nach 21 Uhr ist – auf dem Flughafen herrscht noch geschäftiges Treiben und die Schlangen an den Gepäckbändern scheinen einfach nicht aufhören zu wollen.

Mit dem Taxi geht es dann in etwa 20 Minuten nach Santa Monica. Nach zwei Wochen Entspannung, Ruhe und hawaiischer Gelassenheit ist der Autoverkehr dann doch etwas gewöhnungsbedürftig. Bei 15 Grad, die sich für uns eiskalt anfühlen, checken wir im im Sheraton Delfina Hotel ein. Auch wenn wir etwa vier Blocks vom Meer entfernt sind, vom Balkon aus kann man bis auf den Santa Monica Pier mit seinem abends strahlend hell erleuchteten Riesenrad blicken.

Der nächste Tag erwartet uns so, wie jeder Tag der vergangenen zwei Wochen – strahlend blauer Himmel und Sonnenschein (und es ist immer noch Januar). In der Ferne sehen wir den Pazifik leuchtend blau schimmern, der Blick nach Norden reicht bis Malibu und im Süden bis weit hinter Venice Beach. Das moderne Vier-Sterne-Hotel liegt etwas nördlich der 4th Avenue an der Pico Street – zum Strand sind es sieben Minuten, zum Santa Monica Place und der 3rd Street Promenade etwa zehn Minuten. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel geht es gleich an den Strand.

Santa Monica = California. Hier ist in den letzten Jahren viel passiert und die Stadt ist unserer Meinung nach der ideale Ort für einen Stopp auf dem Weg nach oder von Hawaii. Das ist California-Feeling pur. Ein super breiter, extrem gepflegter Strand mit separatem Fußgänger- und zweispurigem Fahrradweg (warum gibt es das bei uns eigentlich nicht?), Sport- und Spielplätzen, Cafés, Fahrradvermietung, Skatepark und vieles mehr. Das Ganze unter Palmen; bei klarer Sicht schaut man hinüber bis nach Catalina Island.

www.santamonica.com/visitors

Wir mieten uns erst einmal Fahrräder bei Perry’s. Seit mehr als 30 Jahren bietet die Familie Perry am Santa Monica Beachwalk und in Venice an acht Stationen Fahrräder und mehr. An einigen Stationen mit angeschlossenem Beach-Café. Eat – Bike – Skate, nach diesem Motto verbringen wir einen wundervollen Vormittag an der Strandpromenade. Der Fahrradweg entlang der Küste ist über 25 Kilometer lang.

www.perryscafe.com

Es ist so cool! Braun gebrannte, durchtrainierte „Körper“ am Muscle Beach, coole Skater jeden Alters im Skatepark, kalifornische Schönheiten am Strand und die alternative Punkszene demonstriert in Venice vor dem „Botox on the Beach“ für die Legalisierung von Marihuana. Begleitet wird das Ganze von einer besonders eigenwilligen Architektur. Selbst auf dem kleinsten Baugrundstück stehen ausgefallene und genauso beeindruckende Strandhäuser.

Nach der Fahrradtour legen wir eine kleine Pause im Liegestuhl bei Perry’s ein. Danach möchte unsere Tochter auch mal eine Runde mit ihren Rollerblades drehen – genauso cool sein wie die Großen! Es ist einfach ein riesiger Spaß für die ganze Familie. Ohne Hektik genießen wir den frühen Nachmittag entlang der Strandpromenade. Die lockere und entspannte Stimmung lässt uns die Zeit vergessen.

Nach einem kurzen Stopp im Hotel (Zeit für den Pool muss ja auch sein) geht es zum Shopping in die erst im August letzten Jahres neu eröffnete Mall „Santa Monica Place“ direkt neben der 3rd Street Promenade. Konsumtempel bauen – ja, das können sie, die Amerikaner. Hier sind alle Top Brands vertreten – von Nike bis Louis Vuitton, von True Religion bis Tiffany oder vom Disney Store bis hin zu den Kaufhäusern von Bloomingdale’s oder Nordstrom. Ein paar angesagte UGG Boots aus Australien für nur $ 100, die Jeans im Sale mit 50 % Ermäßigung – hier macht das Shoppen wirklich Spaß.

www.santamonicaplace.com

In der obersten Etage der Mall befindet sich das Rooftop Dining Deck – knapp 20 Restaurants unterschiedlichster kulinarischer Richtung warten hier auf Sie. Von Fastfood bis Sushi, von Steak bis vegetarisch und von günstig bis teuer. Uns hat der Sonoma Wine Garden am besten gefallen. Hier verbringen wir unseren letzten Abend auf der Terrasse bei Kaminfeuer und Kerzenschein mit Blick auf den Santa Monica Pier und mit unserem Freund Daniel Schneider von Road Bear RV.

www.sonomawinegarden.com

Am nächsten Morgen finden wir dann für unsere Tochter noch ihr persönliches Frühstücks-Highlight dieser Reise: Café Crêpe – direkt am Anfang der 3rd Street Promenade. Im Schaufenster lachen sie schon unzählige große Nutella-Gläser an.

Und so beenden wir unserer Reise im Straßencafé bei Sonnenschein mit Nutella-Toast, köstlichen Bagles und aromatischem italienischen Kaffee. Nach dem Kofferpacken noch schnell eine Runde in den Pool, einen letzten Hauch von California Sunshine und dann ins Taxi zum Airport.

Wir sagen Bye Bye California und freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise.

Ganz nach den Worten des letzten Gouverneurs von Kalifornien: I’ll be back!

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AB IN DIE USA!

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6.Februar 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Hawaii  Autor:


4 Kommentare für “Cool, cooler, California”

  1. Kolja sagt:

    Großartig – dein Bericht macht Lust, selbst gleich die Koffer zu packen!

  2. Tadi sagt:

    Ich will auch!

  3. Christopher sagt:

    Coole Tips. Wo ich doch im September auch in Santa Monica verweilen werde….

  4. Anna sagt:

    wow, da bekommt man ja richtiges Kalifornien-Reisefieber!!!

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