Cherry Pie und schlafende Bären in Michigan

Beginn des Scenic Drive in Michigan

Nachdem wir gestern erst spät bei Dunkelheit unseren Campground im Bay City State Park erreicht haben, brechen wir trotzdem relativ früh auf, um nach Traverse City – dem selbst ernannten „Cherry Capital of the World“ – zu starten.

Traverse City liegt direkt an der Grand Traverse Bay und scheint ein beliebter Ort für die einheimischen Urlauber zu sein. Die Main Street lädt uns mit ihren vielen kleinen und gemütlichen Läden zu einem Shopping-Spaziergang ein. Wo wir schon mal in der „Weltkirschhauptstadt“ sind, gibt es zum Abschluss des Bummels natürlich einen hausgemachten Cherry Pie in der Grand Traverse Pie Community. In ein paar Tagen beginnt hier das National Cherry Festival. Da wir uns für die Reise noch viele weitere Orte vorgenommen haben, werden wir es leider nicht schaffen, noch bis zum Festival zu bleiben.

Uns gefällt der Norden von Michigans Lower Peninsula aber so gut, dass wir uns dazu entschließen, zumindest noch einen Tag länger hierzubleiben. So haben wir jetzt Zeit, zum Sleeping Bear Dunes National Lakeshore zu fahren. Unseren ersten Stopp machen wir beim Visitor Center, wo wir etwas über die Entstehung dieser Küstenregion während der Eiszeit sowie über die traurige indianische Legende der „Sleeping Bears“ erfahren:

Ausblick auf die Manitou Islands

Auf der Flucht vor einem Waldbrand versuchte vor langer Zeit eine Bärenmama mit ihren zwei Jungen, den Lake Michigan zu durchschwimmen. Sie schwammen und schwammen, aber schon bald waren die Bärenjungen müde und fielen zurück. Während die Bärenmama es als Erste aufs Festland schaffte, auf eine Düne kletterte, auf den See schaute und auf ihre Jungen wartete, blieben diese im Wasser zurück und ertranken nahe der Küste. Noch während sie über den See starrte, erhoben sich zwei wunderschöne Inseln aus dem Wasser, um die Gräber der Bärenjungen zu markieren. Der Sage nach war es der große Manitou, der die Manitou Islands erschuf, um den Ort zu kennzeichnen, an dem die Jungen verschwanden. Dann ließ er noch eine einzelne Düne entstehen, um so die zuverlässige Bärenmutter darzustellen, die noch heute Ausschau nach ihren Jungen hält.

Düne auf dem Festland in Michigan

Vom Visitor Center aus geht es für uns weiter zum etwa sieben Meilen langen Scenic Drive, auf dem man an zwölf gekennzeichneten Aussichtspunkten schönste Ausblicke auf die Sleeping Bear Dunes, den Glen Lake sowie den Lake Michigan hat. Ein Erlebnis für Groß und Klein ist es natürlich, eine der vielen riesigen Dünen zu erklimmen. Da es sich bei den Sleeping Bear Dunes aber um einen Nationalpark handelt, ist es nicht überall gestattet, sondern nur an ausgeschriebener Stelle – dem populären Dune Climb. Wie viele andere auch machen wir uns daran, die knapp 80 Meter hohe Düne hochzuklettern – natürlich mit Erfolg. 🙂 Doch wer glaubt, nach dem Erklimmen der Düne einen Ausblick auf den Lake Michigan zu ergattern, wird enttäuscht sein. Dieser ist erst nach einer weiteren Wanderung von knapp 1,5 Meilen durch den Sand möglich. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg und man kann von hier aus einen wundervollen Blick über das Festland und den Glen Lake genießen. Der Abstieg von der Düne fällt dann auch wesentlich leichter …

On top of the Sleeping Bear Dunes, Michigan

 Zum Abschluss unserer Tagestour begeben wir uns in Glen Arbor noch auf Souvenirjagd und lassen unsere Beine im Lake Michigan ein wenig abkühlen, bevor wir uns entlang der Küste wieder auf den Weg nach Traverse City machen.

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9.September 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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