Cape Breton Highlands und Whale Watching

Cape Breton Highlands National Park

Am Cabot Trail im Cape Breton Highlands National Park

Durch den Cape Breton Highlands National Park und zum Whale Watching

Am frühen Morgen ging es von der Glenora Distillery in Glenville auf dem Cabot Trail über Margaree und Chéticamp in Richtung Pleasant Bay an der Nordküste. Die Sonne schien wunderbar – ein toller Tag mit vielen Sehenswürdigkeiten und Whale Watching stand uns bevor. Der Cabot Trail auf Cape Breton Island ist 300 Kilometer lang und gilt als eine der schönsten Panoramastraßen Nordamerikas. Die Strecke ist eine Ringstraße und verläuft zum größten Teil direkt an der Küste der Insel, führt im Westen auch durch die Cape Breton Highlands, anschließend entlang der Ostküste wieder Richtung Süden und kommt auf Höhe des Bras d’Or Lake zurück an die Westküste.

Am Trail gibt es viel zu entdecken: zahlreiche Aussichtspunkte, schöne Wanderwege und tolle Strände. Wir merkten schnell, dass man entlang des Weges genug Zeit für Fotostopps einplanen sollte – wir wollten am liebsten an jeder Ecke haltmachen, um Erinnerungsbilder zu knipsen oder nach Walen Ausschau zu halten. Ein weiteres Ziel war für uns der Cape Breton Highlands National Park. Gut zu wissen: Kanada feiert im Jahr 2017 die Staatsgründung, die dann genau 150 Jahre zurückliegt, und gewährt das ganze Jahr freien Eintritt für alle Parks.

Der Cabot Trail auf Cape Breton Island

Eine der schönsten Panoramastraßen Nordamerikas

Trail auf Cape Breton Island

… und tolle Wandermöglichkeiten auf dem Cabot Trail

Whale Watching von Pleasant Bay aus

Unbedingt einplanen und am besten auch schon vorab buchen sollte man hier das Whale Watching, denn die Chance ist sehr groß, die Giganten der Meere selbst zu sehen. Wir hatten uns für eine Walbeobachtungstour mit Captain Mark’s Whale & Seabird Cruise ab Pleasant Bay entschieden, die bereits früh am Morgen begann. Auf dem Atlantik war es ziemlich windig und richtig rau. Unser Tipp: Auf jeden Fall eine Tour mit dem Zodiac, einem wendigen Schlauchboot, buchen – so ist es noch aufregender, denn man ist fast auf Augenhöhe mit den Walen und kann noch näher an die Steilklippen heranfahren. Wir zogen uns noch schnell die eigenen Regenjacken und die zur Verfügung gestellten Schwimmweste an, schon ging die Fahrt los. Unsere Aufregung stieg. Bereits kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen wurde es schon ziemlich schaukelig. Von links, rechts und von vorn spritzte das Wasser nur so auf uns, sodass wir ziemlich schnell pitschnass waren. Aber das machte uns überhaupt nichts aus – wir waren ja nicht aus Zucker –, denn es war ja ein pures Atlantik-Kanada-Abenteuer.

Nach rund zwanzig Minuten Fahrt entdeckten wir die ersten Seehunde: gleich dreißig Tiere auf einmal! Von denen wurden wir gleich ganz neugierig gemustert, Captain Mark kannten sie aber natürlich schon. Noch eine Weile verfolgten diese niedlichen Tiere unser Boot aus sicherer Entfernung. Dann sahen wir auf einer Klippe in der Ferne auch noch einen gewaltigen Weißkopfseeadler. Wir fuhren noch weiter hinaus auf den rauen Atlantik. Die Wellen wurden größer und höher. Für uns bedeutete es umso mehr Spaß, wir haben richtig viel gelacht. Das würde aber nicht immer so sein, denn es gäbe tatsächlich auch sehr viel ruhigere Tage, haben wir uns vom erfahrenen Kapitän sagen lassen. Nachdem wir etwa zwei Stunden erfolglos auf der Suche nach Walen waren, fuhren wir zurück zum Hafen. Das kann natürlich immer passieren, die Wale leben ja in der freien Natur. Unsere Enttäuschung hielt sich dennoch in Grenzen, schließlich hatten wir auch so eine tolle Zeit, und es war auf jeden Fall einer der Höhepunkte unserer Reise. Wenn man mal Pech hat und keine Wale sieht, bekommt man meist die Chance, an einem anderen Tag noch einmal kostenfrei auf eine Tour zum Whale Watching zu gehen.

Robben vor Pleasant Bay in Kanada

Robben baden vor Cape Breton Island

Weißkopfadler an Felsklippe auf Cape Breton Island

Weißkopfadler an einer Felsklippe

Ein Picknick am Strand von Neil’s Harbour

Unsere Fahrt ging weiter quer durch den Cape Breton Highlands National Park im Norden der Insel. Wunderschöne Natur mit steilen Felsküsten, gut ausgebaute Wanderwege sowie tolle Aussichtspunkte mit Blick über das Meer. Dazu natürlich Wälder, soweit das Auge reicht. Wir konnten von dieser tollen Natur gar nicht genug bekommen! Nach einem schönen Picknick am Strand von Neil’s Harbour und einem kurzen Halt am Neil’s Harbour Lighthouse fuhren wir weiter Richtung Ingonish. Als wir wegen einer Baustelle langsamer fahren mussten, sahen wir plötzlich einen gewaltigen Elch im Tümpel direkt neben uns. Seelenruhig und völlig unbeeindruckt von den Autos nahm er am Straßenrand sein Bad und suchte anschließend nach Nahrung. Was für ein Anblick! Sekundenschnell holten wir unsere Kameras und versuchten, diesen unglaublichen Moment festzuhalten.

Elch im Cape Breton Highlands Nationals Park

Ein Elch badet entspannt im Tümpel am Straßenrand

Wir kamen etwas später auf einen tollen Tipp, um in dieser Region zu übernachten: In Ingonish liegt das wunderschöne Castle Rock Country Inn. Das von der New Yorkerin Kim Magistro liebevoll geführte Inn hat uns durch die einzigartige Lage auf einem kleinen Hügel und mit dem großartigen Blick auf den Atlantik sowie den nahen Cape Breton Highlands National Park besonders gut gefallen. Alle Zimmer sind liebevoll und ganz individuell eingerichtet, die Inneneinrichtung und Bilder stammen ausschließlich von Handwerkern und Malern aus der Region. Besonders hervorzuheben ist das mehrfach ausgezeichnete Restaurant Avalon mit vorzüglichen Speisen wie Lachs und Hummer sowie mit einem tollen Blick auf den Atlantik. Es ist sehr bekannt in der Region, deshalb ist eine Reservierung dringend zu empfehlen. Es ist eine wirklich sehr schöne Unterkunft, in der man sich sofort wie zu Hause fühlt!

Aussenansicht mit Meeresblick des Castle Rock Country Inn

Das Castle Rock Country Inn mit Meerblick

Bekanntes Restaurant im Castle Rock Country Inn

Avalon Restaurant im Castle Rock Country Inn

Weiter ging es nach Baddeck, wo wir den Abend im Restaurant Baddeck Lobster Suppers ausklingen ließen. Der Hummer ist aus der Küche Nova Scotias nicht wegzudenken, und daher sollte man diesen mindestens einmal auf der Reise fangfrisch genießen. Das seit sechs Generationen geführte Restaurant ist in der Gegend rund um Baddeck ziemlich bekannt und sehr beliebt. Dort steht sogar die Oma selbst noch in der Küche. Als unser Essen serviert wurde, wussten wir auch, warum: Neben Hummer gibt es noch andere leckere Gerichte, darunter Muscheln, Krebse und Lachse, die auf einem Zedernholzbrett gebraten werden. Das Brett wird zwei Stunden vorher eingeweicht und dann mit dem Lachs auf den Grill gelegt. So nimmt der Lachs den herrlichen Geschmack des Zedernholzes an. Dazu nahmen wir einen regionalen Wein, so konnten wir den Abend prima ausklingen und den ereignisreichen Tag gemütlich zu Ende gehen lassen.

Für uns stand fest: Cape Breton Island ist ein Muss auf jeder Reise durch Nova Scotia, und um es richtig genießen zu können, sollte man hier am besten zwei bis drei Nächte einplanen.

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28.November 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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