Camper-Tour Atlantik-Kanada: Grüße aus Nova Scotia

Nachdem wir gestern erst sehr spät an unserem Schlafplatz angekommen sind und die Gegend nicht mehr erkundet haben, wollen wir dies heute nachholen. Schon recht früh brechen wir auf und spazieren zum nahe gelegenen Kejimkujik Lake.

Der See ist riesig und man kann ihn von keinem Punkt aus komplett überblicken. Was für ein Ausblick – welch eine Stille! Eine Zeitlang genießen wir das Panorama von einem kleinen zum Campground gehörenden Strandabschnitt, von dem aus man auch zu Touren mit dem eigenen Kanu oder Kajak starten kann, gehen dann aber weiter ein kleines Stück am Ufer des Sees entlang.

Nach unserem ausgedehnten Spaziergang wollen wir weiterhin sportlich aktiv sein und fahren nach Jake’s Landing, wo man Kanus und Kajaks stunden-, tage- oder auch wochenweise mieten kann.

Wir entscheiden uns für eine kleine Tour mit dem Kajak (1 Stunde/$ 8 inklusive Ausrüstung, bei verspäteter Abgabe erfolgt zeitgenaue Nachbelastung), um den „Ked-dji“ noch ein wenig besser kennenzulernen. Das Kanuroutennetz hier ist eines der besten Ost-Kanadas und auch Anfänger finden sich problemlos zurecht. Erfahrene Kanuten finden ebenfalls ein Paradies vor, das sich auch für mehrtägige Touren eignet.

Das freundliche Personal gibt uns noch eine Karte und zeigt uns auf, welche Strecken wir in welchem zeitlichen Rahmen bewältigen können. Auf der von uns gewählten Route kann man neben Wild und Vögeln oftmals auch Schildkröten beobachten, die sich zum Sonnen auf die Steine am Ufer legen. Leider haben wir damit kein Glück (ob es wohl daran liegt, dass wir dafür wieder Wetterglück haben?), genießen aber dennoch die herrliche Landschaft in vollen Zügen.

Die Rückgabe unserer Kanus erfolgt bereits nach einer Stunden und wir setzen unseren Weg gen Westen nach Digby fort. Zwischendurch steht noch eine erneute Versorgung mit Lebensmitteln auf dem Programm. Da wir morgen zu einer Walbeobachtungstour starten wollen, fahren wir weiter auf dem Digby Neck and Islands Scenic Drive, wo wir unser Lager für die Nacht auf dem Whale Cove Campground finden.

Bereits um 9:30 Uhr soll die Walbeobachtungstour losgehen und so stehen wir erneut recht früh auf, um pünktlich in East Ferry (einzige Waltour ab Digby Neck ohne Nutzung der Fähren) zu sein. Wir müssen erfahren, dass heute keine Walbeobachtungstouren in der Region durchgeführt werden, da hierfür zu hoher Wellengang ist. Etwas enttäuscht, aber mit festem Entschluss, dieses Erlebnis am Cape Breton nachzuholen, fahren wir zurück nach Digby und bummeln dort durch die Hafengegend. Digby selbst ist nicht allzu groß und es ist auch nicht viel los, die meisten Touristen kommen wohl eher, um die Fähre nach St. John zu nehmen und nach New Brunswick überzusetzen. Genau dagegen haben wir uns heute letztendlich doch entschieden. Stattdessen wollen wir die Bay of Fundy mit ihren weltberühmten Gezeitenunterschieden von Nova Scotia aus erleben.

Wir fahren also wieder in Richtung Norden, mit kurzem Aufenthalt am wunderschönen Lake Midway Provincial Park (217/Digby Neck), bis Kempt Shore und finden unseren Stellplatz für die Nacht auf Peterson’s Festival Campground. Der Betreiber richtet dort zweimal im Jahr große Musik-Festivals aus (3. Wochenende im Juli und August). Der Abend endet sehr spät mit drei netten Männern aus Tirol am Lagerfeuer!

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1.Oktober 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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