Camper-Tour Atlantik-Kanada: Ein weiterer Tag am Lighthouse Trail

Nach dem herrlichen Sonnentag hat es über Nacht ordentlich abgekühlt. Wir erwachen bei leichtem Nieselregen. Dennoch folgen wir nach dem Frühstück gut gelaunt dem Lighthouse Trail in Richtung Lunenburg.

Das Wetter passt sich unserer Stimmung an, denn es klart mehr und mehr auf. Nach einer kurzen Pause am wundervoll gelegenen East River Picnic Park am Highway 3 (wer viel Zeit hat, dem kann ich diesen Platz für ein Picknick um die Mittagszeit wärmstens empfehlen, tolle Aussicht!) und einem weiteren Fotostopp im malerischen Mahone Bay kommen wir gegen Mittag in Lunenburg an. Hier können wir uns dann auch unserer letzten langärmeligen Klamotten entledigen, denn es sind erneut mehr als 20 °C bei herrlichem Sonnenschein. Wir sind dankbar, sofort einen RV-geeigneten Parkplatz zu finden, welcher sogar kostenfrei ist. Josephine wiederum freut sich darüber, dass dieser direkt neben einem Spielplatz liegt!

Lunenburg besticht durch seine liebevoll gestaltete Altstadt mit vielen bunt gestrichenen Häusern, kleinen Cafés und Restaurants, von denen etliche einen tollen Blick über die Bucht bieten.

Neben der Möglichkeit, die Straßen und Gassen zu erlaufen, werden auch Fahrten mit der Pferdekutsche angeboten (Dauer 35 Minuten/$ 20 pro Person ab 6 Jahren). So verlockend dieses Angebot auch ist, wir entschließen uns trotzdem dazu, lieber das Fisheries Museum of the Atlantic (http://museum.gov.ns.ca/fma/en/home/default.aspx) anzusehen. Wir werden nicht enttäuscht! Das Museum (Eintritt $ 10 pro Person) umfasst etliche Ausstellungsräume zur Geschichte des Walfangs, zur Lobsterfischerei, zu den verschiedenen Maschinen und Schiffsmotoren und zu weiteren Themen. Daneben gibt es ein Aquarium, ein Touch Tank Shed – eine Hütte mit Aquarium zum Anfassen (Seeigel, Muscheln …) – und zwei ausgemusterte, begehbare Schiffe, welche vor dem Museum ankern. Hier kann man leicht einige Stunden verbringen. Völlig begeistert sind wir auch davon, dass man alle nötigen Informationen schriftlich auch in deutscher Sprache erhält. Zudem wird den Eltern der Museumsbesuch dadurch erleichtert, dass die Kinder überall gut unterhalten werden. So bekommen die Kleinen Stickerbücher überreicht. Um diese mit den niedlichen Aufklebern vollständig zu füllen, müssen sie den Eltern in alle Räume folgen. Darüber hinaus wird Kindern im Lesealter altersgerechtes Wissen rund um die Fischwelt an bunten Tafeln vermittelt, welche ebenfalls in allen Winkeln des Museums zu finden sind. Elterndaumen hoch dafür!

Da wir heute einmal eine größere Etappe fahren möchten, verlassen wir das Museum nach etwa zwei Stunden, lassen uns noch kurz in einem der schönen Cafés nieder und gehen langsam zurück zu unserem Hotel auf Rädern.

Unsere Route wird uns heute noch nach etwa anderthalb Stunden Fahrtzeit zum Campground am Kejimkujik-Nationalpark führen, welchen wir laut Navigationsgerät um halb sieben erreichen sollen. Der Gedanke, doch noch recht früh einen Platz für die heutige Nacht zu erreichen und eventuell sogar noch ein Feuer machen zu können, gefällt uns und so brechen wir gut gelaunt und von der Sonne verwöhnt auf.

Wir lassen uns den Weg vom Navigationsgerät zeigen, zusätzlich haben wir eine Karte in der Hand. Als uns das Gerät kundtut, am Ziel angekommen zu sein, befinden wir uns mitten im Nichts nahe des Nationalparks, jedoch gibt es weder vom Campground noch von irgendeiner Beschilderung eine Spur …

Erneut geben wir die Adresse ein, stützen uns hierbei jedoch auf die GPS-Koordinaten. Bei diesen angekommen, befinden wir uns ebenfalls weit entfernt von irgendeinem Campground. Ich klingele an einem der drei dort befindlichen Häuser und erfahre, dass sich hierher öfter Leute verirren. Wir müssen noch einmal einen Umweg in Kauf nehmen, denn der Campground befindet sich anders als beschrieben nicht am, sondern im Kejimkujik-Nationalpark. Es ist bereits dunkel, als wir endlich dort ankommen und glücklicherweise einen freien Platz finden.

Todmüde und etwas enttäuscht darüber, dass dieser schöne Tag so ein wirres Ende nimmt, fallen wir in die Betten!

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27.September 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


6 Kommentare für “Camper-Tour Atlantik-Kanada: Ein weiterer Tag am Lighthouse Trail”

  1. Karsten sagt:

    Na ohne veriiren geht es wohl nicht ne? Habt Ihr den Owens Lake gefunden?

  2. Doro sagt:

    Ein großes HALLO an alle, die unseren Blog so fleißig verfolgen und kommentieren! Wir freuen uns über Eure Rückmeldungen und hoffen das alle Leser weiter dran bleiben. Bären sind hier in Nova Scotia leider nur selten zu sehen, aber wir werden viel wandern und hoffen wenigstens Elch-Bilder liefern zu können, oder andere selten Tierarten vor die Linse zu bekommen! Viele senden Grüße Doro, Marco und Josephine, die sich ein leckeres Frühstück im Wohnmobil zubereiten werden…

  3. Lars sagt:

    hey ihr drei, großartige Bilder! Viel Spaß weiter Gruß lars

  4. Tobi sagt:

    Hallo Ihr Camper !!

    Das sind ja tolle Impressioen aus Canada, würde mir auch gefallen.
    Warte,genau wie Max, noch auf ein Foto eines Elches oder eines Bären.
    Wünsche euch noch weiterhin einen tollen Urlaub in Canada.

    Gruß, Tobi

  5. Yvonne sagt:

    Lese mit Begeisterung und viel Fernweh den Bericht der Campertour durch Nova Scotia. Mein Mann und ich sind vor genau einem Jahr ebenfalls mit einem Wohnmobil von Fraserway den Capot Trail gefahren, haben Louisbourg besucht, auf Prince Edward Island übergesetzt (sehr zu empfehlen) und sind im Zuge eines Verwandtschaftsbesuches in Mehone Bay und Lunenburg gelandet. Peggys Cove düfte natürlich vor dem Abflug in Halifax nicht fehlen. Es war einfach fantastisch!!! Werde „neidlos“ den weiteren Bericht verfolgen und mich auf unsere nächste Tour in Kanada freuen! Viel Spaß noch und Grüße nach Nova Scotia.

  6. Claudia sagt:

    Ich schaue links, ich schaue rechts, ich schaue hinter mich und sehe grauen Beton an meinem Arbeitsplatz in der FH. Über mir die grässliche Neonröhre und neben mir das (endlich mal schweigende) Telefon.
    Genau die richtige Zeit um mal schnell zu schauen, ob es neues von „meinen Campern“ gibt 🙂
    Und tatsächlich, neue Erlebnisse und schöne Bilder lassen mich den grauen Beton um mich rum für einen Moment vergessen…
    Danke dafür! 🙂 Ein toller Blog!!!
    Freu mich auf mehr und mehr und noch mehr aus Canada…

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