Camper-Tour Atlantik-Kanada: Bye-bye Cape Breton – welcome Eastern Shore

Bereits zehn Minuten nachdem wir unseren Campground der letzten Nacht in Inverness verlassen haben, erreichen wir unser erstes Tagesziel, die Glenora Distillery in Glenville ((www.glenoradistillery.com)). Für $ 7 je Person kann man hier an einer relativ kurzen, aber doch sehr informativen Tour durch die erst seit zwanzig Jahren bestehende Destillerie teilnehmen und erfährt alles über die Zutaten des hier hergestellten Single Malt Whiskys – Verkostung zum Ende der Führung inklusive.

Ein kleines Museum beleuchtet noch ein wenig die Geschichte des Whiskys und seine Herstellungs- und Genussarten (Rezepte mit Whisky als Zutat liegen zum Mitnehmen bereit), dann gelangt man auch schon in den angegliederten Souvenir-Shop. Es ist die einzige Destillerie dieser Art in ganz Kanada, die die edlen Tropfen entsprechend teuer anbietet, jedenfalls für unsere Verhältnisse. Dennoch lohnt es sich für Interessierte, hier einen Stopp einzulegen.

Bevor wir Cape Breton endgültig Bye-bye sagen, fahren wir noch kurz das Cape Breton’s Celtic Music Interpretive Centre in Judique an. Für eine Weile hören wir der Live-Musik zu, die an diesem Tag geboten wird, brechen aber doch recht bald wieder auf, da das Centre heute auch Ziel von mehreren Bustouren ist.

Ein kurzes Stück fahren wir den Trans-Canada Highway wieder Richtung Osten, dann geht es auf der 7 bis kurz vor Sherbrooke. Da wir heute recht wenig unternommen haben, sind wir relativ früh in Stillwater auf dem Nimrod’s Campground ((www.nimrodscampground.com)) und können dessen Angebot nutzen, für nur $ 3,50 eine Stunde auf dem direkt dort befindlichen See Kajak zu fahren. Am Abend knete ich Hefeteig und wir grillen Stockbrot über dem Lagerfeuer mit Blick auf den See.

Am nächsten Tag ist der Himmel zwar wolkenverhangen, aber wie am Vortag herrscht eine eine fast tropische Wärme – es fühlt sich merkwürdig an. Die Fahrt zum Sherbrooke Village ((http://museum.gov.ns.ca/sv/index.php)), einem Freilichtmuseum ($ 10/Erwachsener), dauert nicht lange und schon nehmen uns Edward und Nelson, die auf dem Gelände freilaufenden Schafe in Empfang. Die haben ein wirklich prima Leben hier, zwischen all den alten Häusern aus der Zeit zwischen 1860 und dem Ersten Weltkrieg. Viele der hier stehenden Häuser stellen das Leben der damaligen Zeit dar. In der Druckerei bekommt man beispielsweise mit einer alten Druckmaschine Rezepte und dergleichen gedruckt, in der Schmiede wird wie damals gearbeitet, ein Stuhlmacher unterhält noch seine eigene Werkstatt, ebenso wird die Wäsche noch per Hand gewaschen und so weiter. Im ganzen Areal tragen die Angestellten, die jedem sehr gerne und ausführlich alle Fragen beantworten, altertümliche Kleider. Eine Fahrt mit der Pferdekutsche durch das Freilichtmuseum ist kostenfrei möglich. Man fühlt sich tatsächlich ein bisschen in die Vergangenheit zurückversetzt.

Gute 2,5 Stunden dauert unser Besuch hier, dann aber machen wir uns auf, um unsere Fahrt auf dem Marine Drive in Richtung Halifax zu beginnen. Die Küstenstraße schlängelt sich entlang des Atlantischen Ozeans und führt durch kleine Ortschaften. Leider ist es am Nachmittag, kurz nachdem wir Sherbrooke verlassen haben, so neblig und dunstig, dass wir kaum auf das Wasser hinaus sehen können. Zum ersten Mal haben wir völliges Pech mit dem Wetter und fahren daher ein längeres Stück, bis nach Upper Lakeville. Dort planen wir unsere Aktivitäten für den kommenden Tag, ehe wir schon bald unser Wohnmobil bei Fraserway RV wieder abgeben müssen.

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22.Oktober 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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