Camper-Tour Atlantik-Kanada: Auf dem Weg nach Cape Breton

Wie bereits berichtet, soll das Ziel für heute Cape Chignecto sein. Die Felsformation hier, die Three Sisters, lässt sich bei einer Wanderung von der Steilküste aus ansehen, man kann aber während der Saison auch Kanutouren um diese herum machen.

Trotz leichtem Regen, grauen Wolken und etwas frischeren Temperaturen (eine dünne Jacke ist dennoch ausreichend) schnüren wir unsere Wanderschuhe und fahren den Cape Chignecto Provincial Park an. Nachdem uns die nette Dame im Visitor Center den Weg zum Ausgangspunkt des Trails erklärt hat, sind wir gezwungen, unseren ersten Plan für heute zu verwerfen, denn erneut führt dorthin nur eine unbefestigte Schotterstraße, diesmal aber auf einer Länge von etwa 14 Kilometern, was geschätzten 20 bis 30 Minuten Fahrt entspricht – schade!

Da es heute ohnehin nicht das beste Wanderwetter ist, nehmen wir es gelassen hin und fahren nach Joggins. Hier befinden sich die Fossilienklippen ($ 8 pro Erwachsener), welche seit 2008 zu den UNESCO-Welterbestätten zählt. Für geologisch Interessierte ist es ein Muss, hierherzukommen. Am Strand kann man sogar selbst nach Fossilien suchen – das Mitnehmen der Funde ist selbstverständlich verboten! Joggins ist weltweit die Fundstelle mit den am besten erhaltenen Fossilien aus dem Kohlezeitalter. ((www.jogginsfossilcliffs.net))

Wir haben heute eine weitere Entscheidung über unsere Route der kommenden Tage getroffen. Wir schwören auf unser Wetterglück und gehen von Sonnenschein im Cape Breton Highlands National Park aus – und werden nun neben New Brunswick auch Prince Edward Island nicht bereisen. Zu oft wurde uns in den vergangenen Tagen schon berichtet, dass nahezu alle Parks, die meisten Campgrounds und auch andere Attraktionen schon ab Anfang September geschlossen haben. Aus diesem Grund wollen wir uns mehr Zeit für Trails im Nationalpark nehmen und auch unsere Walbeobachtungstour soll ja noch stattfinden, wir müssen irgendwann einfach noch einmal hierherkommen!!!

Um also möglichst bald in Cape Breton zu sein und den weltberühmten Cabot Trail befahren zu können, müssen wir auf gut Deutsch „Strecke machen“. Und so machen wir uns auf den Weg über den Trans-Canada Highway ($ 4,25 pro Auto/$ 5,25 pro Wohnmobil) bis Pictou (hier würde ansonsten auch die Fähre nach Prince Edward Island starten). Direkt in der Nähe finden wir den Harbour Light Campground ((www.harbourlightcampground.com)). Vor allem im Sommer ist die Lage wohl kaum zu übertreffen, denn es gibt einen direkten Zugang zum Strand, man kann die Fähre nach P.E.I. auf kürzestem Wege erreichen, und das kleine Städtchen Pictou ist an sich auch sehenswert. Der Clou: Der Campgroundbesitzer gibt „Europäer-Rabatt“ (das ist ein Zitat!) und so bekommen wir hier für $ 20 den bisher günstigsten Stellplatz unserer Tour.

Auch heute wollen wir eine beachtliche Strecke hinter uns bringen, um am nächsten Morgen die Fahrt entlang des Cabot Trail zu beginnen. Dennoch gehen wir es ruhig an, sehen uns noch ein wenig in Pictou um und schauen bei Grohmann Knives vorbei ((www.grohmannknives.com)). Schade, dass wir ausgerechnet an einem Samstag hier sind, denn montags bis freitags werden kostenfrei zwanzigminütige Factory-Touren angeboten, und in einer Messerfabrik waren wir noch nie. Sicherlich interessant … Da aber immerhin der Factory-Shop geöffnet hat, werden wir stolze Besitzer neuer Messer.

Wie schon am gestrigen Tag, ist auch heute der Himmel wieder grau und bedeckt und es regnet. Das perfekte Wetter, um hinter dem Steuer zu sitzen. Zwischendurch lassen wir es uns nicht entgehen, uns bei einer sehr bekannten Fast-Food-Kette einen McLobster ($ 7) zu gönnen, welchen es nur hier von etwa Juli bis Oktober zu kaufen gibt. Kein kulinarischer Höhepunkt (aber auch kein Reinfall …), dafür einzigartig!

Das Tagesziel ist Baddeck, wo die deutsche Familie Flamm-Schumacher den Baddeck Cabot Trail Campground betreibt ((www.baddeckcabottrailcampground.com)). Bereits hier werden wir vom Sohn des Hauses bestens über die verschiedenen Wanderwege sowie Einkaufs- und Campingmöglichkeiten entlang des Trails informiert. Für alle, die geringe Englischkenntnisse haben, ist es eine tolle Möglichkeit, Informationen aus erster Hand in deutscher Sprache zu erhalten. Nebenbei konnten wir auch erfahren, wo es die günstigsten Anbieter für Walbeobachtungstouren gibt.

Cabot Trail und Cape Breton Highlands National Park, wir kommen!

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8.Oktober 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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