Boston: Beacon Hill und viele DUCKs

Boston, Washington Statue

Zum Schluss unserer Reise standen vier Tage in Boston auf dem Programm. Der erste Eindruck war so, wie er oft ist, wenn man über den Highway in eine Stadt hineinfährt: recht industriell, mehrspurige Straßen und viele schlichte Bauten aus den Achtzigern. Aber das hat sich schnell gewandelt, nachdem wir unsere Spaziergänge durch Boston gemacht haben. Drei bis vier Tage sind übrigens ideal, um die Stadt kennenzulernen, ihre Vielseitigkeit zu sehen und die vielen wirklich schönen und einzigartigen Viertel zu erkunden – in unseren Augen zählt dazu vor allem Beacon Hill. Und wenn man dem Freedom Trail folgt, kommt man automatisch an allen geschichtsträchtigen Gebäuden vorbei.

Zuerst haben wir das Hotel Marlowe in Cambridge angesteuert, ein Stadt- und Business-Hotel mit gehobenem Standard. Das Hotel liegt in der Nähe des Charles River an der Commercial Avenue und ist gut 15 Gehminuten vom Bostoner Stadtzentrum entfernt. Man kann aber auch an der Station Lechmere (ca. 500 Meter vom Hotel entfernt) in die Straßenbahn steigen und ist dann innerhalb weniger Minuten im Zentrum. Das Hotel ist übrigens direkt an eine große Mall, die Cambridge Side Galleria, angeschlossen; mit dem Hotelaufzug kann man direkt ins Einkaufszentrum fahren. Das MIT und das Museum of Science sind bequem zu Fuß erreichbar. Trotz der zentralen Lage ist das Hotel ruhig, und die Fenster sind gut isoliert, sodass von der Straße und dem Einkaufszentrum kaum etwas zu hören ist. Die Zimmer sind so ausgestattet, wie man es bei einem 4-Sterne-Hotel erwartet, und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist stimmig, vor allem in Anbetracht der vielen Extras des Hauses, wie beispielsweise der täglichen kostenlosen Weinprobe zwischen 17 und 18 Uhr, dem morgendlichen Kaffee- und Teeservice, dem kostenlosen Fahrrad- und Kajakverleih sowie dem Late Check Out bis 15 Uhr. Als Hotelgast kann man sich übrigens kostenlos im In Touch Club der Kimpton-Hotels anmelden und so das WLAN des Hotels für die Zeit des Besuchs kostenlos nutzen. Außerdem bekommt man mit der Anmeldung auch einen 10-Dollar-Gutschein für die Minibar.

Boston, Old State House Boston, Beacon Hill

Wir haben den kostenlosen Fahrradverleih des Hotels genutzt, um eine Tour durch die Stadt zu machen. Boston und Cambridge lassen sich besonders gut auf diese Weise erkunden, denn es gibt gekennzeichnete Radwege, und alle Sehenswürdigkeiten sind schnell erreichbar. Für eine Fahrradtour in Cambridge sollte man mit Pausen am Charles River, Schlendern über den Campus der Harvard University und den Besuch eines der zahlreichen gemütlichen Cafés rund um die Uni etwa einen halben Tag einplanen. Die Strecke von der Innenstadt Bostons nach Cambridge folgt dem Memorial Drive, der am schönen Charles River und am MIT entlang bis zur Harvard University ins Zentrum von Cambridge führt. Am östlichen Ufer des Charles River hat man während der Tour einen sehr schönen Blick auf die Skyline Bostons, kann sich in den kleinen Parks entspannen und den Ruderern zuschauen. In Cambridge gibt es nicht nur die berühmten Universitäten, sondern auch ein quirliges, gemütliches Zentrum und viele schöne Wohnviertel. Mit dem Fahrrad ist besonders die Strecke entlang der Harvard Street und vorbei an der Old Baptist Church zu empfehlen. Auch ein Blick in die Nebenstraßen der Harvard Street lohnt sich – in den Wohnvierteln sieht man immer wieder beeindruckende Villen und alte Kirchen.

Wir können auch einen gemütlichen Spaziergang durch das Wohnviertel Beacon Hill sehr empfehlen. Beacon Hill wirkt mit seinen schönen Gebäuden wie eine idyllische englische Kleinstadt inmitten der Metropole Boston. Es fühlt sich an, als wäre man fernab vom Trubel der Großstadt, befindet sich aber doch nur wenige Hundert Meter vom Zentrum entfernt. Bei einem Spaziergang durch die Straßen kommt man immer wieder an kleinen Ateliers und Geschäften fernab der großen Einkaufsstraßen vorbei. Am besten beginnt man eine Runde durch das Viertel am Massachusetts State House, das mit seiner imposanten goldenen Kuppel deutlich aus dem Stadtbild hervorsticht. Vom State House aus gelangt man durch eine der zahlreichen kleinen Gassen zum imposanten Louisburg Square. Einen Kontrast dazu bilden die romantischen Gassen und Straßen wie die Acorn Street mit ihren kokosnussgroßen Pflastersteinen, die viele tolle Fotomotive bietet. Für einen Spaziergang durch Beacon Hill sollte man sich etwa zwei Stunden Zeit nehmen, um die vielen Details entdecken und das besondere Flair genießen zu können.

Cambridge, Harvard University Cambridge, Eingang Harvard University

Es gibt viele Anbieter für Stadtrundfahrten und Bootstouren auf dem Charles River; eine Tour, die beides umfasst, ist die Boston DUCK Tour. Während der gut anderthalbstündigen Rundfahrt lernt man die Stadt sowohl auf dem Land als auch auf dem Wasser kennen! Allein die Fahrt mit den umfunktionierten alten DUCKs, die an Land fahren und im Wasser schwimmen, ist ein Erlebnis – im Sommer lässt sich sogar das Verdeck abnehmen. Die Fahrt beginnt am Museum of Science oder am Prudential Center und führt an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei – und am Charles River geht’s dann aufs Wasser, von wo man einen tollen Blick auf die Skyline hat. Unterwegs begegnet man immer wieder anderen DUCKs, die sich dann mit einem herzlichen „Quakquak!“ begrüßen. Diese außergewöhnliche Tour ist mit rund 30 Dollar pro Person sicher kein Schnäppchen, aber auf jeden Fall das Geld wert. Die Fahrer sind übrigens meist waschechte Bostoner, die nicht nur von der Stadtgeschichte berichten, sondern auch viele persönliche Geschichten erzählen.

Unsere schöne Reise endete am Logan International Airport von Boston, wo wir unseren Alamo-Mietwagen bequem an der Abgabestation abgeben konnten. Die Alamo-Station ist gut ausgeschildert und entsprechend einfach zu finden. Man fährt einfach zu einer der zahlreichen Reihen mit parkenden Autos, wo der Chip am Auto ausgelesen wird und man die Quittung direkt aus dem Auslesegerät ausgedruckt bekommt. Innerhalb von fünf Minuten hatten wir unser Auto abgegeben und saßen im Shuttle-Bus, der von der Abgabestelle regelmäßig direkt zum Terminal fährt. Der Flug zurück nach Deutschland verlief ebenso entspannt, und so bleiben uns viele schöne Erinnerungen an diese abwechslungsreiche Reise.

Duck Tour in Boston

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6.Juni 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Boston: Beacon Hill und viele DUCKs”

  1. Julia sagt:

    Hallo, wie stressig waren die Autofahrten?

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