Auf nach Boston

Blick auf den Hafen von Mystic in Conneticut

Am Hafen von Mystic in Conneticut

Durch die unfreiwillige Verlängerung unseres New-York-Aufenthalts und um die verbleibenden zwei Tage bis zur Rückgabe der beiden Camper in Boston nicht nur fahrend zu verbringen, lassen wir Cape Cod schweren Herzens links – oder eher rechts – liegen und nehmen die kurze Route nach Boston.

Am ersten Tag führt diese uns bis in die kleine Stadt Mystic in Connecticut, wo wir am frühen Nachmittag auf einem schönen, familiengerechten Campingplatz mit Pool einchecken und erst ein wenig die Seele baumeln lassen, baden und den Kindern das bisher noch ungenutzte Plantschbecken aufblasen, bevor wir am Abend noch einen Bummel durch das hübsche Städtchen unternehmen.

Eine Pause machen auf dem Campground in Mystic

Pause auf dem Campground von Mystic

Unsere letzte Etappe führt uns dann an Boston vorbei bis nach Salisbury Beach, einem kleinen Badeort, der knapp 15 Kilometer von der Abgabestation von Moturis entfernt ist. Wir haben Glück und quetschen uns mit den beiden Campern auf den letzten Platz des Campgrounds, das lange Wochenende des 4. Juli steht an und entsprechend viel ist los. Wir packen unsere Sachen zusammen und verbringen dann noch einen schönen Nachmittag am Strand, essen Eis und Pizza und vernaschen am Abend noch beim letzten Lagerfeuer unsere restlichen Lebensmittel. Das ist ein sehr schöner Abschluss unserer Camperzeit!

Ein Spaziergang am Salisbury Beach in Massachusetts

Spaziergang am Salisbury Beach

Am nächsten Morgen bringen wir dann schweren Herzens die Camper zurück. Auch den Kindern fällt der Abschied richtig schwer. Karla weigert sich zunächst, „ihren Camper“ zu verlassen. Nur die tolle Stretchlimo, die uns nach Boston bringt, kann den Abschiedsschmerz etwas lindern …

Obwohl wir uns fest vorgenommen hatten, diesmal so wenig Meilen wie möglich zu fahren, sind es letztendlich doch 1600 Meilen geworden, die wir in den letzten zwölf Tagen zurückgelegt haben. Für die USA ist das an sich nicht wirklich viel, doch durch das erhöhte Verkehrsaufkommen um die großen Städte herum haben wir etwas mehr Zeit „on the Road“ verbracht, als ursprünglich geplant. Die Kinder haben die Fahrerei aber gut mitgemacht und fanden es toll, wenn einer mit hinten am Tisch saß und während der Fahrt gespielt wurde.

Ein Camper für die ganze Familie

Die Innenansicht des Campers

Noch kurz zum Camper: Der E23 bietet ausreichend Platz für zwei Erwachsene sowie ein Kind. Wenn man jedoch schon mal ein größeres Fahrzeug gefahren ist, weiß man, vor allem mit Kind, den zusätzlichen Platz zum Wickeln, für Spielsachen und so weiter zu schätzen. Da wir den Kindersitz nicht permanent aus- und einbauen wollten (und Jonathan darin auch sehr gut zum Essen saß), fehlte uns eine bequeme zweite Sitzmöglichkeit für die Schnelle. Aber das sind alles Details, die einem nur auffallen, wenn man vorher einen noch größeren Camper hatte. Positiv an dem E23 ist unter anderem sein relativ geringer Benzinverbrauch (ungefähr 22 bis 25 Liter) sowie das von drei Seiten begrenzte Bett im hinteren Fahrzeugteil, in dem Jonathan sehr gut geschlafen hat, ohne dass man ihn noch einmal sichern musste.

In Boston am Wasser die Aussicht aufs Wasser genießen

In Boston die Aussicht genießen mit der Familie

Glücklicherweise geht es für uns von der Vermietstation nicht gleich zum Flughafen und nach Hause, sondern erst noch für zwei Nächte ins Hotel nach Boston. Das Best Western Longwood Inn at Medical ist ein Standardhotel in recht guter Lage. Mit der Straßenbahn fahren wir gleich nach unserer Ankunft in die Innenstadt. Boston ist im Gegensatz zu New York sehr überschaubar und so verbringen wir unsere Zeit hier damit, die verschiedenen Stadtteile zu Fuß zu erkunden.

Der Blick auf das Old State House mitten in Boston

Das Old State House im Zentrum von Boston

Es gibt wohl kaum einen Ort, an dem man den 4. Juli passender verbringen könnte: Boston ist die Wiege der Unabhängigkeitsbewegung, was man überall in der Stadt zu spüren bekommt. Wir wandern auf dem Freedom Trail, der alle wichtigen historischen Stätten miteinander verbindet und durch eine rote Linie auf den Gehwegen gekennzeichnet ist. Wir genießen das Harbour Festival am Hafen, fahren Karussell im Stadtpark und bummeln durch die schönen Geschäfte und Straßen der Back Bay. Und wir machen eine Stadtrundfahrt mit der Duck Tour , einem Amphibienfahrzeug, das nach einer Stunde auf den Straßen einfach ins Wasser fährt, sodass einem die Stadt auch aus dieser Perspektive gezeigt wird (Reservierung notwendig). Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein schönes Lobster-Dinner, bis es dann am Montagabend auch für uns zurückgeht.

Karussell im Stadtpark Bostons Sightseeing Ausflug mit einem Amphibienfahrzeug von Duck Tour

Trotz des anfänglich schlechten Wetters und Jonathans Krankenhauserlebnissen war es wieder ein wunderschöner Urlaub – und in Gedanken wird schon eifrig die nächste Reise geplant! 😉

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12.Juli 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


4 Kommentare für “Auf nach Boston”

  1. Roland sagt:

    Ihr habt uns die Bedenken mit unserer kleinen Tochter eine Womotour zu machen genommen- Danke!
    See you 2014inNew England

  2. Carmen sagt:

    wow – echt schön geschrieben -hat echt spaß gemacht euch zu begleiten – gerne wieder 😉

  3. Meli sagt:

    Das war ein total schöner Urlaub und beim nächsten Mal sind wir wieder mit dabei ;o)

  4. Lemm, Marion sagt:

    Der Beitrag hat richtig Spaß beim Lesen bereitet. Haben einen Teil der Tour auch schon gemacht und nach dem Lesen des Beitrags gleich wieder Fernweh bekommen.

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