Auf der Route 66 nach Springfield

 

Route 66 Schild

Der heutige Tag begann mit einer Metrofahrt hinaus zum Flughafen, um dort unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen. Von den Terminals aus fahren Shuttle-Busse zu den verschiedenen Autovermietern; wir sind zu unserem Anbieter Alamo gefahren. Da wir uns schon vorab per Online-Check-in angemeldet haben, ging die Übernahme des Mietwagens ganz schnell, und wenig später saßen wir schon am Steuer und fuhren auf der mautpflichtigen Interstate 294. Wichtig: An einigen Ausfahrten werden keine Scheine akzeptiert, sondern nur Kleingeld.

Wir steuerten gleich die berühmte Route 66 an und hielten in der kleinen Stadt Joliet. Im Visitor Center stimmten wir uns auf die „Mother Road“ ein – hier wird man von den Blues Brothers begrüßt, kann sich einen stilvollen Cadillac anschauen und viele Bilder auf sich wirken lassen, die dort an den Wänden hängen und die alten Zeiten heraufbeschwören. Wir konnten uns auch gleich mit kostenfreiem Kartenmaterial eindecken und dann unser Abenteuer auf der Route 66 starten! Die braun-weißen Straßenschilder mit der Bezeichnung „Route 66“ wiesen uns immer zuverlässig den Weg, während wir unser Navi nicht benutzten, weil es die Strecke ohnehin nicht so richtig finden konnte.

Wir erreichten den kleinen Ort Wilmington, wo uns der berühmte Gemini Giant begrüßte – ein acht Meter hoher grüner Astronaut, der eine der bekannten optischen Visitenkarten dieser legendären Strecke darstellt. In Dwight und Odell stehen ganz toll erhaltene beziehungsweise restaurierte Tankstellen, an denen man nicht vorbeikommt, wenn man Fotos mit der Stimmung vergangener Zeiten machen möchte. Unterwegs kamen wir durch viele verschlafene Orte und vorbei an riesigen Feldern. Da die Autobahn parallel zur Route 66 verläuft, dauerte es eine Weile, bis uns das „Nostalgiefieber“ packte. In Pontiac ließen wir uns einen Besuch der legendären Route 66 Hall of Fame nicht entgehen – diese schließt übrigens schon um 17 Uhr, man sollte also nicht zu spät ankommen. Die kostenfreie Ausstellung zeigt all das, was man auf der „Mother Road“ in Illinois zu sehen bekommt – wir waren total begeistert! Danach schauten wir uns noch den Ort an und stießen auf die vielen angepriesenen Wandbilder, die in der Stadt verteilt sind. Dann fuhren wir weiter. Gleich hinter dem Örtchen Funks Grove liegt auf der linken Seite die Pure Maple Sirup Farm, ein Familienbetrieb, der superleckeren Ahornsirup anbietet. Die Inhaberin erklärte uns, wie der Sirup hergestellt wird, und bevor wir weiterfuhren, verewigten wir uns noch im Gästebuch.

Route 66-Gemini Giant   Route 66 Tankstelle

Wir waren insgesamt sechs Stunden unterwegs, bis wir unser Tagesziel erreichten: Springfield. Hier verbrachte Abraham Lincoln viele Jahre, bevor er zum Präsidenten gewählt wurde. Wir merkten, wie stolz die Stadt auf seinen Ehrenbürger ist: Hier stehen viele Statuen von Lincoln und seiner Familie, das Haus, in dem er wohnte, ist nun ein Museum, zu seinem Grab begeben sich immer viele Besucher, und auch sonst gibt es noch einiges über Lincoln zu erfahren. Bei über 30 Grad hatten wir allerdings keine große Lust mehr auf Sightseeing und checkten in unserem Hotel, dem State House Inn ein. Die Lobby ist sehr geschmackvoll und modern eingerichtet, und auch die Zimmer enttäuschen nicht. Wir hatten einen tollen Blick auf das Kapitol, in dem Lincoln seine Präsidentschaftskandidatur ankündigte.

Route 66-Bronzestatue von Lincoln in Springfield

Am Abend folgten wir einem Tipp der Rezeptionistin und steuerten ein Restaurant an, von dem wir hellauf begeistert waren. Die Obed & Isaac’s Microbrewery ist in einem alten Herrenhaus untergebracht und wurde 2011 renoviert. Die auch bei Einheimischen sehr beliebte Brauerei hat auch eine Terrasse zu bieten – für einen lauen Sommerabend perfekt –, wo das kühle Blonde noch viel besser schmeckt. Nach dem üppigen Abendessen kam es sehr gelegen, dass wir noch eine Viertelstunde zum Hotel zu laufen hatten …

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23.Mai 2014  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


Ein Kommentar für “Auf der Route 66 nach Springfield”

  1. Helga sagt:

    Hallo

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