Auf dem Weg nach Kentucky

Nach einem Frühstück im Womo machen wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg nach St. Louis. Das ist keine lange Strecke und über die I55 sind wir schnell dort. Kaum über den Mississippi, der sich hier breit und braun erstreckt, verlassen wir die Interstate und stehen nach zweimaligem Abbiegen vor dem imposanten Gateway Arch, der hier Anfang der Sechziger Jahre in Erinnerung der Eroberung des Westens gebaut wurde.

Für faire $ 14 sehen wir einen Film über den Bau, der unseren Respekt vor dieser architektonischen und bautechnischen Meisterleistung noch einmal anwachsen lässt. Ebenso enthalten ist die Fahrt mit kleinen Kabinchen, in die eng zusammengerückt fünf Personen passen, in die 630 Fuß hohe Spitze des Bogens. Hier haben wir einen weiten Blick über den Fuss nach Illinois (wir sind in St. Louis ja schon in Missouri) und über die Stadt auf der anderen Seite. Und es ist ein komisches Gefühl hier oben zu stehen, wenn auch im Inneren des Arches, wohl wissend, dass beim Bau die vielen Bauarbeiter ungesichert in Jeans und mit Zigarette auf den Außenseiten gearbeitet haben. Heute wäre das unvorstellbar.

Auf dem Weg nach Kentucky am Gateway Arch entlang

Auf dem Weg nach unten versichert uns ein hier lebender Deutscher, dass wir nicht viel verpassten, wenn wir auf einen Abstecher in die City verzichteten. Also lunchen wir nur kurz im Motorhome und machen uns dann auf den Weg nach Kentucky, unserem heutigen Tagesziel. Das sind über zweihundert Meilen, so dass wir mit kurzen Stopps auch erst gegen 19 Uhr im Land between the Lakes ankommen. Wir wählen den zweiten Campground: Hillman Ferry, der direkt am Kentucky Lake liegt.

Wenige Meilen südlich am Lee Cemetery campiert ein älteres Paar mit ihrem ebenfalls älteren Class A Motorhome. Idyllisch ist es hier und wir starten unsere Tour, die uns für etwa zwei Meilen direkt am Kentucky Lake entlang führt. Dieser wird eifrig genutzt. Viele Boote, einige Schwimmer am anderen Ufer, aber kein weiterer Wanderer. Dafür aber Deer, Wild in nur wenigen Metern Entfernung. Und schnell verstehen wir warum nur die uns begegnen – es ist eigentlich zu heiß, doch wir können es ja nicht lassen. Eine Abkühlung wäre angenehm, denken wir noch, als wir vom See in den Wald abbiegen. Und schon haben wir die Erfrischung. Es beginnt wie aus Kübeln zu regnen. Wenn schon, dann richtig und mit schönstem Gewitter!

Klitschnass kommen wir nach einer halben Stunde zurück am Wohnmobil an, spülen die matschigen Schuhe im total warmen See ab und trocknen uns ab. Puh, Abenteuer und eine Geschichte zum Erzählen bzw. Bloggen mehr.

Nach dem Regen ist es jetzt noch schwüler. Wir erholen uns beim lecker gegrillten T-Bone Steak vom Grill und genießen den Abend, der genau wie die Nächte nicht spürbar kühler ist als der Tag.

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22.September 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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