Die letzte Kajak-Tour und Wanderung in Whitehorse

Kajak auf Yukon River

Kajaken auf dem Yukon River bei Whitehorse

Kajak-Tour auf dem Yukon River

Gut entspannt unternahmen wir am nächsten Tag von Whitehorse aus noch eine mehrstündige Kajak-Tour auf dem Yukon River, wofür wir uns Kajaks bei Kanoe People nahmen, direkt am Fluss. Den Preis inklusive Ausstattung und Abholung fanden wir für eine halbtägige Tour richtig fair, alles machte auf uns einen sehr guten Eindruck. Die Boote waren neu und in einem optimalen Zustand, die Leute sehr nett und aufgeschlossen. Wir bekamen eine Karte mit auf den Weg, und der Treffpunkt sowie die Uhrzeit für die Abholung wurden vereinbart – dann paddelten wir los.

Außer uns war auch noch eine Gruppe mit Kanus unterwegs, um schön zu picknicken. Es gab blauen Himmel und Sonnenschein, und sobald wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, ging es für uns ganz schnell durch eine unerwartet wilde und richtig schöne Natur. Unterwegs konnten wir einige Adler teilweise von ganz nah beobachten und als Highlight der Reise sogar einen Wolf sehen. Zwar gab es keine Chance für ein Foto, denn sobald uns der Wolf gesehen hatte, verschwand er auch schon wieder im Wald, aber diese kurze Begegnung begeisterte uns trotzdem. Auf dem Yukon River gibt es nur wenige Stromschnellen, wir konnten dort ganz leicht paddeln. Es war für uns richtig schön. Am vereinbarten Treffpunkt, an der Takhini River Bridge, holten uns die Kanoe People dann wie vereinbart ab. So eine Fahrt mit dem Kanu können wir auf jeden Fall empfehlen! Danach spazierten wir noch durch Whitehorse und aßen im Klondike Rib & Salmon leckere Fish and Chips. Weil das Wetter so toll war und am Wochenende im ganzen Yukon die Feierlichkeiten zur Mitternachtssonne anstand, waren so gut wie alle Campgrounds in der Gegend rund um Whitehorse ausgebucht, also übernachteten wir schließlich auf dem Caribou RV Park. Der Platz liegt direkt am Alaska Highway, aber wir übernachteten recht weit hinten, sodass wir vom Highway nur wenig mitbekamen. Den Campingplatz fanden wir wirklich sehr gut gepflegt, wir können ihn auf jeden Fall empfehlen, um in der Nähe von Whitehorse zu übernachten.

Mit dem Kajak auf dem Yukon River unterwegs

Ein toller Ausflug auf dem Yukon River

Verleihstation der Kanoe People

Die Verleihstation der Kanoe People in Whitehores

Hinauf auf den Grey Mountain in Whitehorse

Am letzten Tag in Whitehorse holten wir zunächst einmal unsere Koffer bei Fraserway RV ab, um sie am Abend packen zu können. Anschließend stiegen wir noch hinauf auf den Grey Mountain, den Hausberg von Whitehorse, wo auch die alpine Wandermöglichkeit ganz in der Nähe losgeht. Auch wenn man den ganzen Weg bis zum Startpunkt des Wanderweges am Funkturm fahren kann, empfehlen wir, den Camper schon auf dem Parkplatz, der sich etwa auf der Hälfte der Strecke befindet, stehen zu lassen und dann weiter nach oben zu wandern. Das ist zwar anstrengender und dauert etwas länger, ist aber sicherer.  Die Schlaglöcher in der Straße sind zu groß. Vom Parkplatz aus mussten wir noch etwa 5 Kilometer und 500 Höhenmeter bis zum Trailhead zurücklegen, das war für uns gut zu schaffen. Wir hätten auch zum Grey Mountain auf einem Weg speziell für Mountainbiker hochwandern können, aber wir fanden es für unseren letzten Tag der Reise etwas zu steil und anstrengend. Also machten wir uns über die längere, aber nicht so steile Strecke auf den Weg. Als wir am Startpunkt des Wanderweges angekommen waren, machten wir erst mal eine Picknickpause und wanderten dann noch ein paar Kilometer weiter hinauf auf den Berg. Es gab leider keine so klare Sicht, weil es rund um Whitehorse an dem Tag sehr diesig war. Durch den Nebel konnten wir die Aussicht nur erahnen, waren aber trotzdem begeistert von dem Trail. Die Landschaft da oben ist alpin (steinig und buschig), und von dort aus konnten wir Whitehorse und die Seen erkennen. Bei gutem Wetter kann man sowohl den Lake Laberge  im Norden als auch den Marsh Lake  im Süden von Whitehorse sehen. Das werden wir dann bei unserem nächsten Besuch nachholen, beschlossen wir …

Von Whitehorse auf dem Gray Mountain wandern

Wandern auf dem Gray Mountain Trail

Gray Mountain in Whitehorse

Blick über die Seen vom Gipfel des Gray Mountain

Noch kurz die Sonne genießen und dann mit Condor zurückfliegen

Gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitter kamen wir wieder an unserem Camper an und machten uns auf dem Weg zum Hi Country RV Park, um unsere letzte Nacht zu verbringen. Nachdem wir den Camper in der gegenüberliegenden Waschanlage gründlich gereinigt und bereit für die Abgabe gemacht hatten, ging unsere schöne Reise dort zu Ende, wo sie drei Wochen zuvor begann. Wir packten in Ruhe unsere Koffer und schwelgten dabei in den Erinnerungen, schauten uns unsere vielen schönen Bilder an und mochten noch gar nicht an die Rückreise denken. Den Camper bei Fraserway RV abzugeben, funktionierte genau wie die Übernahme: schnell und einwandfrei. Nachdem die Formalitäten geklärt waren, fuhr uns ein Bus von Fraserway RV zuerst in die Stadt und später zum Flughafen. Wir empfehlen, den Camper erst möglichst spät abzugeben und den Tag so noch gut zu nutzen. Unser Flug startete erst abends um 18:40 Uhr, somit hatten wir am Flughafen noch recht viel Zeit zu verbringen. Dort war alles sehr entspannend, weil nicht viel los war und alle auf den gleichen Flug warteten. Aber man sollte, wenn möglich, die Zeit dort verkürzen, indem man mit dem Camper noch unterwegs ist oder sich das Städtchen anschaut. Wir lagen rund zwei Stunden draußen auf der Wiese vor dem Flughafen in der Sonne, bevor es dann mit dem Flug losging. Zurück flogen wir in der Premium Economy Class von Condor, die auf jeden Fall viel zu bieten hat, unter anderem eine deutlich größere Beinfreiheit und mehr Platz, um gut schlafen zu können. Gerade für den Rückflug ist diese Klasse zu empfehlen, wir werden sie immer wieder buchen. Als wir in Frankfurt gelandet waren, kam es uns so vor, als hätte man uns aus dem Paradies ausgespuckt – wir vermissten gleich die ruhige, gelassene Atmosphäre und die weite Landschaft, die wir noch ein paar Stunden zuvor genießen konnten. Der Urlaub verging wieder einmal viel zu schnell, aber es war ganz bestimmt nicht unser letzter Besuch im Yukon. An diese Traumreise werden wir uns gewiss noch viele Jahre erinnern!

 

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7.November 2016  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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