Abenteuer auf Kaua’i

Einsame Bucht auf Kaua'iKaua’i ist die älteste und natürlichste der hawai’ianischen Inseln und bietet damit auch das größte Abenteuer (wenn man mal vom Besuch des noch aktiven Vulkans auf Big Island absieht). Und genau dieses Abenteuer suchen wir. Denn Hawai’i bietet so viel mehr als einige der schönsten Strände der Welt!

Am Freitag also gilt es früh aufzubrechen. Als Stärkung gibt es noch ein Frühstück in Kapa’a in „Mermaid’s Café“ an der Ostküste. Dann geht es über die zauberhaft schöne Route entlang der Ost- und Nordküste bis ans Ende des befahrbaren Nordens an den Strand von Koke’e. Hier könnten wir diesen einfach genießen, doch der Reiz einer einsamen Bucht, die nur über einen schmalen Dschungelpfad zugänglich ist, bleibt größer. Gewappnet mit Sonnencreme, Wasser und unseren Trekking-Sandalen laufen wir los. Hier treffen wir nur noch die Touristen mit der größten Fitness.

Einige sind davon allerdings für uns ein haarsträubender Anblick: mit Flip-Flops oder gar barfuß. Ersteres müssen dann doch alle Leichtsinnigen aufgeben, letzteres erklärt sich im Laufe dieser ersten, zwei Meilen langen Teilstrecke. Denn sie führt nicht nur über Stock und Stein, immer im Wechsel steil bergauf und bergab. Nein, es ist durch den gerade im „Winter“ häufigen Regen unglaublich matschig. Teilweise versinken wir bis zum Knöchel im Schlamm. Eine Rutschpartie – nur gegenseitiges Motivieren treibt uns tatsächlich bis ans Ziel.

Wanderung zu einer Bucht auf Kaua'i Der matschige WanderwegDieses lohnt die Strapazen jedoch. Eine tolle Bucht mit maximal dreißig anderen tapferen Wanderern und zwei hartgesottenen Surfern, die ihr Brett mitgeschleppt haben und jetzt in der nicht ungefährlichen Brandung ihre Künste zeigen. Plötzlich taucht ein Kopf nur fünf Meter von mir entfernt in den Wellen auf. Zuerst gehe ich von einem verrückten Brandungs-Schnorchler aus, doch es ist eine Mönchsrobbe. Diese seltene hawai’ianische Art, die vom Aussterben bedroht ist, genießt genau wie wir diese einmalige Bucht.

Ganz hartgesottene Wanderer können noch neun weitere Meilen durch den Schlamm kraxeln, um dann an einer vielleicht noch schöneren, sicherlich zumindest einsameren Bucht zu übernachten (Zelt und Verpflegung sind selbstverständlich mitzubringen). Wir wandern zurück, genießen einen späten Lunch in Hanalei, dem schönsten Ort im Norden der Insel und entspannen am Nachmittag in der Hanalei Bay. Diesen Strand hat der in den USA berühmte Dr. Beach 2009 zum schönsten der USA gekürt. Eine gute Wahl, denken wir.

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28.März 2010  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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