Ab Vancouver in den Westen!

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Im vorigen Jahr erfüllten mein Freund Sebastian und ich uns einen großen Reisetraum, als wir mit dem Wohnmobil durch Alberta und British Columbia fuhren. Wir waren tief beeindruckt von der Schönheit der Natur und den grenzenlosen Weiten West-Kanadas, und nach dem Urlaub hielt das Fernweh an – wir beschlossen, bald wieder dorthin zu reisen. Unsere nächste Tour sollte – wieder mit dem Wohnmobil – entlang der Küsten British Columbias führen und uns außerdem Washington State zeigen, den „Evergreen State“ im Nordwesten der USA.

Die Urlaub begann im kanadischen Vancouver, der Perle am Pazifik. Nachdem wir ein halbes Jahr voller Vorfreude unsere Reise geplant hatten, flogen wir mit etlichen Reiseführern und unserer Outdoor-Ausrüstung im Gepäck mit British Airways von Hamburg über London nach Vancouver. Um vom Flughafen zu unserem Hotel, dem Sandman Suites Vancouver on Davie, zu gelangen, fuhren wir mit dem SkyTrain in die Stadt – eine kostengünstige und schnelle Möglichkeit, die wir sehr empfehlen können. Die Haltestelle ist nur wenige Gehminuten vom Terminal entfernt, und der SkyTrain fährt (zumindest nachmittags) alle 10 Minuten in Richtung Downtown Vancouver. Die Fahrkarten kann man direkt am Automaten an der Station kaufen, die rund halbstündige Fahrt nach Downtown kostet 9,50 $ pro Person. Fahrpläne und Informationen sind auf der Webseite von TransLink zu finden.

In Downtown angekommen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Hotel. Die Sonne strahlte und spiegelte sich in den Hochhäusern, und wir bekamen sofort wieder das wohlige Gefühl, das wir bereits im letzten Jahr in dieser schönen Stadt verspürten. Wir schlenderten die Davie Street hoch bis zu unserem Hotel – es liegt sehr zentral in dieser bunten, lebhaften Straße im West End Vancouvers. Die geräumigen Apartments verfügen über eine voll ausgestattete Küche (mit Kühlschrank, Herd, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Spülmaschine etc.), eine Waschmaschine, ein Vollbad, eine Ess- und Sofaecke, ein separates Schlafzimmer und einen Balkon (Apartments mit Meerblick kosten einen Aufpreis von 20 $ die Nacht). Wir können das Hotel jedem empfehlen, der ein paar Tage in der Stadt verbringen und sich selbst versorgen möchte. Obwohl das Hotel direkt an der Davie Street liegt, ist es, vor allem in den oberen Etagen, sehr ruhig. Das Beste an dem Hotel ist aber die zentrale Lage, die wir in den zwei Tagen ausgiebig nutzten. So spazierten wir am ersten Abend noch zu einem unserer Lieblingsplätze, den wir im letzten Jahr entdeckt hatten – den Sunset Beach –, und genossen mit einem kühlen Bier den Sonnenuntergang in der English Bay. Schöner hätte der erste Tag nicht ausklingen können.

Das Chinatown in Vancouver

Chinatown Vancouver

Beliebter Stadtteil Gastown in Vancouver

Gastown Vancouver

Am nächsten Tag schien die Sonne leider nicht. Dennoch waren wir voller Tatendrang und machten uns auf, um die Stadtviertel Downtowns zu erkunden, die wir uns im letzten Jahr nicht angeschaut hatten. Wir spazierten durch Yaletown, Gastown und Chinatown und genossen trotz des Regens die unterschiedlichen Flairs in den Vierteln. Auf dem Rückweg spazierten wir am Ufer des False Creek entlang. Von dort aus hatten wir einen tollen Blick auf die Jachten, die in der Marina lagen, und auf Granville Island – unserem Ziel für ein leckeres Mittagessen. Mit einer der kleinen False Creek Ferries setzten wir über und entkamen noch gerade so einem starken Regenschauer. Wir schlenderten über den Markt, kauften ein paar Leckereien für unsere bevorstehende Camping-Tour und genossen das gute, frische Essen. Obwohl Granville Island ein Touristenmagnet und gerade am Wochenende entsprechend überfüllt ist, lohnt sich ein Besuch sehr. Nicht nur das leckere Essen und die vielen, schönen Boutiquen – auch der Ausblick auf die gläsernen Wolkenkratzer des West Ends und die Fahrt mit den kleinen Fähren machen den Ausflug perfekt.

Gut gesättigt nutzten wir einen trockenen Moment und setzten mit der kleinen Fähre zum Aquatic Center über. Von dort aus spazierten wir zurück zum Hotel und bereiteten uns auf unsere große Camping-Tour vor, die am nächsten Tag endlich beginnen sollte. Weil der Himmel am Abend doch noch aufklarte, wir die schöne Abendstimmung noch genießen wollten und vom Stadtspaziergang noch nicht müde waren, entschlossen wir uns dazu, eine Runde joggen zu gehen. Und das hat sich gelohnt, denn so erliefen wir uns die mit Abstand schönste Jogging-Strecke, die wir bislang gelaufen sind: von der Davie Street an den Stränden der English Bay entlang, einmal rund um sowie quer durch den Stanley Park und schließlich an der Lost Lagoon vorbei wieder in die Davie Street. Für geübte Läufer ist die Strecke (ca. 12 km) wirklich sehr zu empfehlen, sie ist abends nicht zu überlaufen und bietet tolle Aussichten auf die English Bay, North Vancouver, den Hafen und natürlich die gläsernen Wolkenkratzer in Downtown. Absolut lohnenswert!

Stanley Park in Vancouver

Lionsgate Bridge, Stanley Park

 

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27.November 2015  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada, USA  Autor:


2 Kommentare für “Ab Vancouver in den Westen!”

  1. Tilo K-D. sagt:

    Super Reisebericht. Freue mich auf die nächsten Tage!

  2. Jenny sagt:

    Ich freue mich immer über neue Berichte aus meinem Traumurlaubsland und wenn sie so ausführlich und gut geschrieben sind noch viel mehr!

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