48 Stunden in Toronto

Das hell erleuchtete Toronto bei Nacht

Freitag

Am Freitagmittag startet unser Trip, und unsere erste Etappe bringt uns in gerade mal 30 Minuten von Düsseldorf nach Amsterdam. Von dort geht es weiter mit einer Boeing 747 über Island und Grönland hinweg nach Toronto. Dank In-Seat-Entertainment und einem großen Angebot an Filmen, Sitcoms und Spielen vergehen die 7 Stunden und 40 Minuten Flugzeit schneller als gedacht. Wir landen gegen 15:30 Uhr bei Sonnenschein und milden 16 Grad.Um so schnell wie möglich nach Downtown Toronto zu kommen und unsere Entdeckungstour zu starten, nehmen wir das nächstbeste Taxi, das uns in 40 Minuten zum zentral gelegenen Delta Chelsea Hotel bringt. Auf dem Weg dorthin können wir schon erste Blicke auf die Skyline von Toronto und vor allem den CN Tower genießen. Nach einem kurzen Check-in im weihnachtlich geschmückten Delta Chelsea machen wir uns auch sofort auf den Weg, um das Stadtzentrum zu erkunden. Dafür ist das Hotel ein idealer Ausgangspunkt, da es nur wenige Minuten vom Eaton Centre, dem größten Einkaufszentrum der Stadt, und auch nahe der anderen Sehenswürdigkeiten in Downtown liegt.

Wir folgen der Yonge Street – welche übrigens die längste Straße der Welt ist –, kommen vorbei an vielen tollen Geschäften und stoppen hier zuerst am Yonge-Dundas Square. Dieser Platz ist eine Art Times Square von Toronto, man ist umgeben von Shops und Lokalen mit riesigen Leuchtreklamen an den Fassaden. Mindestens genauso beeindruckend sind hier aber die Weihnachtsdekoration und der riesige beleuchtete Weihnachtsbaum. Der beste Ort also für einen ersten ausgiebigen Foto-Stopp, wobei wir noch das Glück haben, kostenlos Cupcakes und Kaffee probieren zu können.

Unser Spaziergang geht dann weiter zum Eaton Centre, einer Mall mit über 250 Geschäften, und der Hudson’s Bay Company, einem bekannten Kaufhaus mit aufwendig dekorierten Schaufenstern, in denen weihnachtliche Szenen mit animierten Puppen nachgestellt werden. Dazu hört man aus Lautsprechern Jingle Bells & Co. Spätestens jetzt muss man einfach in Weihnachtsstimmung kommen.

Der Yonge-Dundas Square in Toronto

Eine weitere Foto-Pause legen wir dann noch beim Gooderham Building in der Wellington Street ein, welches an das berühmte Flatiron Building in New York erinnert. Im Turmzimmer dieses Gebäudes wurden Szenen des Films „Interview mit einem Vampir“ gedreht. Nach diesem ersten großen Spaziergang haben wir uns unser Abendessen wirklich verdient. Wir entdecken ganz in der Nähe das Restaurant Oliver & Bonacini, das mit seiner modernen Einrichtung und der Deko ein wenig an die Abercrombie & Fitch-Läden erinnert und obendrein gutes italienisches Essen zu bieten hat.

Nach dem Abendessen laufen wir noch zum Brookfield Building, das uns mit einer gigantisch beleuchteten Passage beeindruckt. Die nächste Station ist der Dominion Square, ebenfalls mit einem riesigen Weihnachtsbaum versehen, umrundet von einigen Wolkenkratzern und mit dem CN Tower im Hintergrund. Zum Abschluss des ersten Tages machen wir noch einige nächtliche Skyline-Fotos von einem Parkhausdach aus, welches wir als Geheimtipp ausfindig gemacht haben.

Das Brookfield Building in Toronto Die beleuchtete Passage im Brookfield Building

Samstag

Nachdem wir früh aufgestanden sind – auch wegen des Jetlags – und uns mit dem Hotel-Frühstück gut gestärkt haben, treffen wir uns um 9 Uhr mit Brian, einem Toronto-Insider, der uns in den nächsten vier Stunden die Stadt zeigen und uns zu besonderen Spots begleiten wird. Vor dem Hotel wartet außerdem schon eine Limousine mit dem Fahrer Paul, der uns und Brian durch die Stadt chauffieren soll. Unser erstes Ziel ist der St. Lawrence Market, der samstags schon um fünf Uhr seine Pforten öffnet und auf dem Farmer aus der Umgebung ihre Produkte verkaufen. Hier gibt es alles Erdenkliche an Lebensmitteln, was man sich nur vorstellen kann. Der perfekte Ort, um sich für ein tolles Festessen einzudecken. Und wenn man selbst nicht kochen kann, hat man hier die Möglichkeit, an einem Kochkurs teilzunehmen und in der Gruppe Rezepte mit all diesen frischen Zutaten zu testen.

Der St. Lawrence Market in Toronto Eine große Auswahl auf dem St. Lawrence Market in Toronto

Anschließend geht es weiter zum Distillery Historic District, in dem es schöne alte Industriegebäude mit viktorianischer Architektur zu sehen gibt. Brian erzählt uns, dass das Viertel mit seinem besonderen Ambiente auch gerne als Filmkulisse benutzt wird, so beispielsweise für den Film Chicago. Wir kommen noch an einigen hübschen Restaurants und Cafés vorbei und betreten einen Chocolatier-Laden, wo wir heiße Schokolade bekommen. In einer der Gassen werden auch gerade Weihnachtsmarktstände aufgebaut.

Danach fährt uns Paul in das Viertel The Beaches, eine beliebte Wohnadresse und Badeort, da es direkt am Ufer des Lake Ontario liegt. Wir spazieren hier eine Weile auf dem Boardwalk entlang des Seeufers, wo uns viele Jogger, Familien und Leute mit ihren Hunden begegnen. Neben 13 Kilometern Strand und dem riesigen Ontario-See (der in etwa so groß wie Rheinland-Pfalz ist) bietet sich uns auch ein toller Blick auf die Skyline. Kein Wunder, dass die Einwohner hier im Sommer massenweise hinströmen.

Der Distillery Historic District in Toronto Das Viertel The Beaches in Toronto

Nach diesem Spaziergang fahren wir mit dem Wagen über Greektown nach Yorkville, einem hübschen Viertel, in dem sich heute exklusive Läden und edle Cafés befinden; vor allem in der Yorkville Avenue, die ein bisschen an den Rodeo Drive erinnert. Auch Yorkville ist zu dieser Jahreszeit sehr schön weihnachtlich geschmückt.

Das Schloss Casa Loma in Toronto

Danach geht es weiter zur Casa Loma, einem 1914 fertiggestellten Schloss des kanadischen Millionärs Sir Henry Pellatt. Hier wurden auch Szenen des Films X-Men gedreht. Wir dürfen noch ein paar Blicke ins Innere des Schlosses werfen, bevor es zur letzten Station unseres Ausflugs geht, nach Kensington Market. In diesem alternativen Künstlerviertel gibt es bunte Häuschen mit Wandgemälden und jede Menge verrückte Shops, beispielsweise mit Vintage-Kleidung, zu sehen.

 NÄCHSTER BEITRAG

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21.Dezember 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, Kanada  Autor:


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