48+1 Stunden in Washington – Tag 3

Washington Oval Office Madame Tussaud’s

Morgens um acht klingelte unser Wecker – dachten wir zumindest. Was wir bis dahin nicht mitbekommen hatten war, dass auch in Washington die Uhren umgestellt wurden! Somit hatten wir noch eine Stunde zusätzlich zur Verfügung, was wir klasse fanden. Unser Gepäck konnten wir nach dem Check-out im Hotel stehen lassen, worüber wir sehr froh waren. Wir fuhren mit der U-Bahn wieder Richtung National Mall und schlenderten gemütlich zu Madame Tussaud’s. In dieser Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf den amerikanischen Präsidenten, alle vierundvierzig sind dort vertreten. Es macht wirklich Spaß dort, da man zu vielen Präsidenten passende Outfits für die Fotos anziehen kann, was wir natürlich auch gemacht haben. So kam ich dann auch endlich zu meinem Treffen mit dem „Nightlife-Experten“ Bill, der mich vorher schmählich versetzt hatte … Auch die Obamas waren dort, und Barack räumte brav seinen Schreibtisch im Oval Office für mich.

Fotoalbum

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Danach gingen wir zum nur wenige Schritte entfernten Spy Museum, in dem man wirklich spannende Infos rund um das Thema Spionage bekommt. Leider darf man dort nicht fotografieren, und unsere Agentenfähigkeiten reichten nicht aus, um doch noch heimlich Bilder zu machen. Es gibt viel zu sehen und auch viele interaktive Bereiche, die wir aber gar nicht alle nutzen konnten, da wir nicht so viel Zeit hatten. Auf jeden Fall eine wirklich spannende Ausstellung für alle, die schon immer mal ein wenig James Bond sein wollten!

Vorbei am FBI-Gebäude, das wirklich sehr wuchtig ist und irgendwie „Leg dich nicht mit uns an“ zu sagen scheint, gingen wir zum Capitol. Zu unserer großen Enttäuschung ist das Capitol sonntags geschlossen, also blieb uns nur, es von außen zu bewundern. Entlang der National Mall ging es zum Washington Monument, wo wir erneut Pech hatten, denn derzeit war es wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Panorama vom Capitol auf die National Mall und Washington Monument

Also weiter die National Mall entlang bis zum World War II, der Gedenkstätte für die amerikanischen Opfer des Zweiten Weltkrieges. Dahinter liegt theoretisch der Mirror Lake. Praktisch standen wir vor einer Schlammfläche, da der See abgelassen war. Trotzdem ist es ein schöner Spaziergang die Allee entlang bis hin zum Lincoln Memorial, den man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Das Lincoln-Monument selbst ist wunderschön und die sechs Meter hohe Figur aus weißem Marmor wirklich sehr beeindruckend. Ein netter berittener Officer zeigte uns dann die Haltestelle des Sightseeing-Busses, den wir nehmen wollten, da unsere Füße eindeutig nach einer Pause verlangten. Da es inzwischen schon fast drei Uhr nachmittags war, beschlossen wir, uns eine schöne Location für ein letztes Essen zu suchen und dann zum Hotel zurückzufahren. Wir hatten zuvor schon vom Bus aus den Fish Market gesehen, den wir nun ansteuerten.

Lincoln Monument In Washingtron

Nach dem tollen Essen fuhren wir in unser Hotel zurück, und kurz darauf brachte uns ein zuvor bestelltes Sammeltaxi zum Flughafen. Wir wären gerne noch geblieben, denn es gab noch so unendlich viel, was wir sehen wollen! Der Check-in war dann noch einmal ein Abenteuer für sich, denn durch die verschärften Sicherheitsbedingungen wird man wirklich sehr gründlich durchleuchtet, und das im wahrsten Sinne des Wortes – per Ganzkörper- Röntgenscan. Zumindest passiert das aber, im Gegensatz zu anderen Flughäfen, die wir bisher kennengelernt haben, zwar bestimmt, aber trotzdem freundlich und mit einem Lächeln.

Und so flogen wir wieder zurück Richtung Heimat, mit der Gewissheit im Gepäck, dass wir wiederkommen werden in die wunderschöne Capitol City Washington, D.C.!

Insgesamt können wir sagen, dass Washington uns wirklich überrascht hat. Keine Hektik, kein Gewusel, alles ist ganz entspannt. Wolkenkratzer sucht man hier vergebens, weil kein Gebäude höher als das Capitol sein darf. Alle Leute, die wir trafen, waren total offen, freundlich und zu einem kleinen Plausch aufgelegt. Die Stadt ist äußerst sauber, gepflegt und sehr grün. Überall gibt es kleinere oder größere Parks, in denen man gemütlich herumschlendern kann. Natürlich darf auch eine große „Einwohnergruppe“ nicht unerwähnt bleiben: Überall in der Stadt trifft man die putzigen kleinen Squirrels, die keine Angst vor Menschen haben und einem fast über die Füße laufen. Eine Stadt, in der man viel sehen und erleben, aber auch einfach die Seele baumeln lassen kann – hier ist für jeden Geschmack etwas zu finden.

Vielen Dank an CANUSA für diesen rundum wundervollen Trip, den wir sehr genossen haben sicher nie vergessen werden!

 

Insidertipps:

Sprinkles Cupcakes – ein Stück Himmel auf der Zunge! Zu finden in Georgetown nahe dem Old Stone House. Die Besten Cupcakes, die man sich vorstellen kann – die MUSS man einfach probiert haben!

Eine sehr authentische und weitestgehend touristenfreie Location ist der Washington Fish Market in der Nähe des L’Enfant Plaza an der Maine Avenue SW direkt am Ufer des Washington Channel neben dem Jachthafen gelegen. Hier bekommt man eine unglaubliche Auswahl an Fisch, jegliche Art Krebse und Hummer sowie Muscheln und Austern. Man trifft Einheimische, die sich die frisch gebratenen oder frittierten Leckereien aus der Hand schmecken lassen. Allerdings ist das nichts für empfindliche Gemüter, da viele der Schalentiere hier lebend gestapelt präsentiert werden.

Wer seine frischen Schalentiere lieber im Restaurant genießen will, dem empfehlen wir das ein paar Schritte weiter am Jachthafen gelegene Restaurant Phillips Seafood. Dort wird ein wirklich mehr als üppiges Büfett mit einer schier unglaublichen Auswahl angeboten, nicht nur Meerestiere, sondern auch Fleisch, Gemüse und ein riesige Menge an Dessertvariationen. Frischer geht es kaum, und alles, was wir probiert haben, war wirklich lecker. Auch hier waren wir die einzigen Touristen – authentisch und schön gelegen mit tollem Blick auf den Fluss.

Washington mal anders – per Fahrrad! Capital Bikeshare bietet die Möglichkeit, ein Fahrrad zu mieten, ganz einfach am Automaten! Mehr als 100 Stationen in Washington und Arlington ermöglichen es, dass man ganz flexibel sein Rad nutzen kann – von 30 Minuten bis zu einem Jahr. Eine tolle Idee, die man ohne Voranmeldung spontan an jeder der Stationen in die Tat umsetzen kann. Man kann an einer beliebigen Station starten und das Bike an jeder Station wieder abgeben – flexibler geht es nicht!

Wer Madame Tussaud’s besuchen will, der tut das am besten gleich morgens, wenn es geöffnet wird. Dann kann man ganz in Ruhe alles anschauen und hat viel Zeit (und vor allem Platz!), um Fotos zu machen. Ab spätem Vormittag füllt es sich sehr, und man wird eigentlich nur noch herumgeschoben.


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21.November 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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