48+1 Stunden in Washington D.C. – Power, Politics und Plattfüße

Der A380 der Air France Flotte

Tag 1

Wir sind am Freitagmorgen um 6:40 Uhr von Bremen aus nach Paris geflogen. Innerlich schon auf den A380 eingestellt, der uns über den Atlantik bringen sollte, war der Cityhopper nach Frankreich erst einmal ein kleiner Schreck – eine winzige 50-Personen-Maschine! Der Flug war aber sehr ruhig, und nach einem unglaublich langen Marsch über den Flughafen Charles de Gaulle standen wir am Gate nach Washington.

Draußen stand schon unser A380 – ein wirklich beeindruckend großes Flugzeug! Da wir in der Premium-Voyageur-Klasse fliegen durften, konnten wir die riesige Schlange einfach ignorieren und den Check-in der Business Class nutzen. Auf dem Oberdeck angekommen, waren wir begeistert davon, wie viel Platz wir hatten! Der Start war toll – der A380 hat drei Kameras, die Bilder auf die Bordbildschirme liefern, so konnten wir aus der Heck-Kamera den Start des Flugzeuges quasi von oben beobachten, eine starke Perspektive! Der Flug selbst war sehr ruhig, und die Zeit ging mit der großen Auswahl an Filmen und Spielen ruckzuck vorbei. Um 14:30 Uhr landeten wir ganz entspannt auf dem Dulles International Airport in Washington D.C..

Viel Platz im A380 Der Start A380

Washington D.C. begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein, der uns auch das ganze Wochenende über erhalten blieb. Viel Spaß hatten wir mit der Dame vom Immigration Office, die unsere Fingerabdrücke nahm und die Pässe stempelte. Als wir ihr erzählten, dass wir den Trip gewonnen hatten, war sie total begeistert und wollte ganz viele Details wissen. So dauerte die Einreise ein klein wenig länger, war aber dafür total sympathisch.

Danach suchten wir uns ein Super Shuttle, das uns zum Hotel brachte – eine Art Sammeltaxi, das deutlich günstiger ist als ein reguläres Taxi. Im Hotel erwartete uns an der Rezeption eine schöne Überraschung: ein Fax von CANUSA, in dem wir die Info bekamen, dass am Samstag früh Morgan vom DC Tourist Office zu uns käme, um uns Geschenke und Informationen über Washington D.C. zu bringen!

Washington Hotelzimmer Blick aus dem Zimmer in Washington D.C.

Unser Zimmer war sehr gemütlich und mit allem versehen, was man so braucht – inklusive einer riesigen Dusche, in der locker drei bis vier Leute Platz gehabt hätten. Auch der Ausblick auf die umliegenden Häuser war hübsch, und wir fühlten uns auf Anhieb sehr wohl. Wir haben dann nur kurz unsere Sachen abgestellt und sind direkt in Richtung National Mall losmarschiert.

Nach nur 15 Minuten Fußweg standen wir schon direkt vor dem Weißen Haus und waren erstaunt, wie nah man dann doch herankommt – zumindest an der Nordseite. Als wir es umrundeten, um auf die bekannte Südseite zu kommen, waren wir plötzlich von Polizei umzingelt. Wie aus dem Nichts tauchten jede Menge Polizeiwagen mit Blaulicht auf, sperrten alles ab; Polizisten hielten jeden Fußgänger an, nichts ging mehr. Dann kam ein Tross aus fünf schwarzen Limousinen mit getönten Scheiben an uns vorbei, der auf das Gelände des White House fuhr. Bevor wir überhaupt realisieren konnten, was da gerade passierte, war der Spuk auch schon wieder vorbei. Wer in den Wagen saß, darüber konnten wir zu diesem Zeitpunkt nur spekulieren. Später in den Nachrichten sahen wir dann, dass es tatsächlich Barack Obama war, der von seinem Treffen mit Angela Merkel nach Hause kam!

White House Front

Wir setzten also unsere Tour durch Washington D.C. fort und schauten uns das Weiße Haus von der Südseite aus an. Es ist wirklich beeindruckend, vor diesem Gebäude zu stehen, man fühlt einfach, dass es mehr als ein Haus ist. Als wir weitergingen, staunten wir nicht schlecht. An dem Platz, an dem der National Christmas Tree von Washington D.C. stehen sollte, stand zwar eine Tanne, aber die war nicht einmal drei Meter hoch! Anscheinend ist der alte Baum umgefallen oder musste gefällt werden, wir wissen es nicht. Aber das kleine Bäumchen konnte nicht so recht beeindrucken, und wir sind gespannt, wie die Amerikaner das lightening, das jedes Jahr ein großes Event in Washington D.C. ist, in diesem Jahr realisieren werden.

National Christmas Tree in Washington

Nachdem wir inzwischen schon sehr lange auf den Beinen waren, beschlossen wir, uns erst einmal auf den Rückweg zu machen. Wir gingen dann zu Kramerbooks & Afterwords Cafe & Grill schräg gegenüber dem Hotel. Das ist eine witzige Location, man geht erst in den Bookstore, dort reserviert man seinen Tisch und stöbert dann in Ruhe durch die Bücher. Wenn der Tisch fertig ist, wird man über Lautsprecher ausgerufen, geht zur Kasse und wird von da aus quasi quer durch die Küche ins Restaurant zum Tisch geführt. Das Essen dort war klasse, und man trifft fast nur Einheimische, für die dieses Restaurant ein beliebter Treffpunkt zum Feierabend ist. Völlig geschafft fielen wir danach dann regelrecht in unsere Betten!

WEITER ZU TAG 2

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17.November 2011  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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