Tipps für Reisen mit dem Wohnmobil

Unterwegs mit dem Wohnmobil

Die Übernachtung auf dem Mariposa KOA Campground, er befindet sich rund 7 Meilen vor dem gleichnamigen Städtchen, dauert länger als gedacht – wir haben heute nämlich alle verschlafen … Vielleicht liegt es daran, dass uns die Sonne nicht wie sonst üblich geweckt hat (sie muss es dazu erst über den gegenüberliegenden Berg schaffen). Für 47 Dollar die Nacht haben wir auch hier alles, was das Camperherz begehrt: Pool, Spielplatz, Laundry und Mini-Shop machen einen ordentlichen und sauberen Eindruck, und man kann hier sogar Pizza zum Abendessen bestellen. Das Frühstück genießen wir heute wieder draußen, und eine Stunde später als ursprünglich gedacht machen wir uns auf den Weg in Richtung San Francisco.

Über die Route 140 fahren wir nach Westen und bewundern die Landschaft. In Merced füllen wir erneut die Tanks unserer Wohnmobile und nehmen von dort die Route 99 Richtung Modesto. Auf dem Weg sehen wir endlose Gemüse- und Nussplantagen. Auf der Route 580 erreichen wir dann schließlich die ersten Vororte von San Francisco. Um uns mit Lebensmitteln einzudecken, halten wir bei Walmart. Als wir über die Route 880 die Bay Bridge (6 Dollar Maut pro Fahrzeug) erreichen, bietet sich ein erster grandioser Ausblick auf die berühmte Stadt. Unser Campground San Francisco RV Resort befindet sich in Pacifica und ist über die Route 1 schnell erreicht. Wir genießen von unseren Stellplätzen aus einen herrlichen Blick auf den Pazifik, wo gerade ein atemberaubender Sonnenuntergang zu beobachten ist.

Campingplatz bei San Francisco Campingplatz San Francisco

An dieser Stelle möchten wir euch über unsere ersten Erfahrungen zum Thema Urlaub mit dem Wohnmobil in den USA berichten:

Da wir uns auf ein maximales Tempo von rund 50 Meilen pro Stunde beschränken, können wir den Durst unserer Motoren etwas begrenzen; unsere Wohnmobile verbrauchen im Schnitt 25,5 Liter auf 100 Kilometern. Man sollte am besten unterwegs die Preise an den Tankstellen im Auge behalten und bei günstigen Angeboten gleich tanken. Der Preisunterschied der Tankstellen im selben Ort liegt nur bei maximal 10 Cent je Liter.

Wenn man nur eine Nacht auf einem Campground verbringt, reicht in der Regel ein Partial Hook-up (nur Strom- und Wasserversorgung), da die meisten Plätze über separate Dumpingstationen (zum Ablassen von Gebrauchtwasser) verfügen, die man dann entweder bei der Ankunft oder bei der Abfahrt nutzen kann. So lassen sich die Kosten für die Übernachtungen etwas reduzieren.

Unsere Wohnmobile von Star RV haben neben der Dachantenne die Möglichkeit, ein separates Kabel für den Fernseher (wenn der Campground das anbietet) anzuschließen. Wer Wert auf amerikanisches Kabelfernsehen legt, sollte sich entweder ein Koaxialkabel mitbringen oder sich eines bei Radiocheck oder im Supermarkt kaufen. Am Campground sind solche Kabel meist teurer.

Bei Star RV haben wir als Grundausstattung neben Geschirr für sechs Personen pro Wohnmobil auch einen Toaster erhalten, der uns das tägliche Frühstück sehr bereichert. Zudem sind die Betten sehr bequem, und das Bad mit Dusche und WC lässt keine Wünsche offen.

Da das Autoradio wirklich nur ein Radio ist, kann man den Fernseher als Musikquelle via USB-Stick benutzen. Für sonnige Abende draußen verfügen unsere Wohnmobile über ein Außenradio mit CD und USB-Anschluss.

Nach einem Tag am Strand können wir bequem die Außendusche (warm und kalt) nutzen, um sandbefreit in das Wohnmobil zu kommen.

Steckdosen zum Aufladen oder Föhnen und so weiter sind zahlreich und überall vorhanden. Die 110-Volt-Anlage kann über den Generator an Bord (3 Dollar/Stunde bei Rückgabe des Wohnmobils oder 5 Dollar pro Tag bei Buchung im Voraus) auch auf Plätzen ohne jegliches Hook-up betrieben werden. Wir haben uns für die 3-Dollar-Variante entschieden, weil wir im Voraus viele Campgrounds mit Full Hook-up gebucht haben. Den Generator brauchten wir bisher auch nur im Mather Campground für den Toaster. Privatsphäre ist auch gegeben, da im Wohnmobil vor den Fenstern Plissees vorhanden sind. Sämtliche Fenster sind auch auch mit Fliegengittern ausgestattet.

Wohnmobile Fahrt mit dem Wohnmobil
Pause machen Fahrt nach San Francisco

Vor der Größe von einem Wohnmobil sollte man keine Angst haben. Wir sind bisher immer gut überall angekommen, wo wir hinwollten, und Straßen und Parkplätze sind in der Regel groß genug. Selbst bei Wendemanövern (z. B. auf einer viel befahrenen vierspurigen Straße) hupen die Amerikaner nicht, sondern warten geduldig, bis man fertig gewendet hat. Nur in San Francisco würden wir nicht empfehlen, mit dem Wohnmobil durch die Stadt zu fahren (wegen des Überhangs unserer 30-Feet-Wohnmobile). Hier kann man stattdessen problemlos die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Wir haben viele Campgrounds vorab gebucht, da wir mit zwei großen Wohnmobilen unterwegs sind und gerne immer Plätze nebeneinander haben wollen. Generell hätten wir auf vielen Plätzen auch spontan noch die gewünschten Plätze bekommen. Nur den Campground in San Francisco sollte man auf jeden Fall vorab reservieren.

Sonnenuntergang

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14.Oktober 2013  Rubrik: Aktuellste Beiträge, USA  Autor:


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