
Auch das Hinterland von Oregon ist wahnsinnig abwechslungsreich. Wir lernen es jetzt auf unserer Fahrt vom Crater Lake in Richtung Portland genauer kennen und haben uns vorgenommen, auf den ganz kleinen Straßen mit der Bezeichnung „Scenic“ zu fahren. Praktischerweise wurden uns diese auch empfohlen, um gut voranzukommen.

Mit Trinidad haben wir den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Von hier sind es noch rund 450 Kilometer nach San Francisco, 1100 nach Los Angeles und 1250 nach San Diego – Kalifornien ist wirklich riesig!

Die Oregon Dunes National Recreation Area nimmt kein Ende. Sie bleibt uns sicher noch auf den nächsten 50 Kilometern erhalten und wechselt sich dann wieder mit dem beeindruckenden Landschaftsbild der Steilküsten ab. Heute wollen wir das Bandon Dunes Golf Resort erreichen, einen der besten Dünen-Golfplätze der USA – wenn nicht gar der Welt.

Uns lockt nun die Küste, und wir folgen konsequent den Schildern mit der Aufschrift „Beaches“, wobei wir diverse Weinregionen durchqueren. Jeder, den man auf die Oregon Coast anspricht, antwortet mindestens beeindruckt, meistens aber begeistert. Insbesondere diese Küstenstraße ist gemeint, wenn von einer der schönsten Straßen der Welt, dem Highway 101, gesprochen wird. Wir sind trotz der Eindrücke auf vorherigen Reisen und der Vorschusslorbeeren von jedem neuen Blick, der sich hinter einer der unzähligen Kurven auftut, geradezu überwältigt! Und ein Küstenort ist schöner als der andere!

Oregon, we are coming! Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Columbia River Valley. Wer hätte das gedacht? Ein tiefer Canyon, in dem der breite Fluss sich zwischen zwei Ufern windet, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vielfach karge, steppenartige Landschaft, Weinberge mit sanft, dann wieder schroff abfallenden Hängen, Orte, durch die sich auf beiden Seiten (nördlich Washington State, südlich Oregon) die Straßen schlängeln. Und von Zeit zu Zeit lange Brücken, die den Fluss überspannen.
Von Weitem kann man nicht nur den Mount Hood in Oregon sehen, sondern auch auf den Mount Rainier und den seit 1980 „etwas kürzeren“ Mount St. Helens, beide in Washington State und alle mit einer Schneehaube versehen, schauen. Auf dem Mount Hood wird sogar jetzt im Juli noch Ski gefahren.

Wir lassen den Cascades National Park hinter uns und erreichen nach einer knappen Stunde Fahrt durch eine immer flacher werdende, teils von Weideland geprägten Landschaft Winthrop, ein nettes Western-Städtchen mit kleinen Geschäften und vielen Restaurants. Statt Bergsteigen ist jetzt Bummeln und Leute gucken angesagt.