
Samstag, zweiter Teil
Nach diesem erlebnisreichen Vormittag verabschieden wir uns von Brian und setzen unser Sightseeing-Programm allein fort. Wir schauen uns noch das Universitätsviertel mit vielen schönen alten Gebäuden und Parkanlagen an. An dieser Uni könnte sich so manche deutsche Stadt ein Beispiel nehmen. Nach einem Mittagssnack in Fran’s Restaurant fahren wir noch einmal kurz zurück zu unserem Hotel, von dessen Dachterrasse sich hervorragend Skyline-Fotos schießen lassen. Da nun schon der Sonnenuntergang bevorsteht, lassen wir uns mit dem Taxi schnell zum CN Tower fahren. Von der Aussichtsetage in 346 Meter Höhe erleben wir hier noch die blaue Stunde und nehmen uns Zeit für eine weitere Fotosession.

Freitag
Am Freitagmittag startet unser Trip, und unsere erste Etappe bringt uns in gerade mal 30 Minuten von Düsseldorf nach Amsterdam. Von dort geht es weiter mit einer Boeing 747 über Island und Grönland hinweg nach Toronto. Dank In-Seat-Entertainment und einem großen Angebot an Filmen, Sitcoms und Spielen vergehen die 7 Stunden und 40 Minuten Flugzeit schneller als gedacht. Wir landen gegen 15:30 Uhr bei Sonnenschein und milden 16 Grad.

Sonntag, unser letzter Tag in New York. Unsere Metrokarte ist nicht mehr gültig – daher ist eine Fahrradtour angesagt. Bei „Bike & Roll“ neben der Intrepid übernehmen wir unsere bequemen Leihräder und los geht’s. Die Mietdauer variiert zwischen zwei Stunden und einem Tag; wir buchen den ganzen Tag. Wir radeln südwärts und teilen uns den gut ausgebauten Fahrradstreifen mit Skatern, Inlinern und anderen Fahrradausflüglern. Es geht immer am Wasser entlang. New Yorker Familien verbringen den Sommersonntag (man beachte: Mitte Oktober!) in den vielen Parks, die das Hudson-Ufer säumen. In der Marina in der Battery Park City ankern schnittige Luxusjachten, im Battery Park reihen sich die Besucher in endlose Schlagen ein, um einen der begehrten Plätze auf den Fährschiffe zu ergattern.

Am Samstag „greifen wir noch einmal voll an“: Es ist unser vorletzter Tag, und wir werden geweckt durch das Hufgetrappel der Pferdekutschen, die sich aufmachen, den Passagieren der Kreuzfahrtschiffe die Sehenswürdigkeiten New Yorks zu zeigen. Ein Tuten vom Hudson verkündet jedes Mal, wenn ein Cruiser am Kai anlegt, und ein Blick aus unserem Hotelfenster zeigt uns gleich drei Kreuzfahrtschiffe. Als Erstes steht für uns heute das MoMA auf dem Plan, danach Top of The Rock.

Unser Kurzaufenthalt in Washington D.C. ist zu Ende, und wir reisen zurück an den Hudson. Zu unserem ohnehin nicht leichten Reisegepäck (wir hatten gehört, dass man innerhalb nur eines Urlaubes auf drei unterschiedliche Jahreszeiten treffen kann und uns entsprechend ausgestattet) hatte sich in Washington noch das eine oder andere Shopping-Ergebnis gesellt. Und so geht es beladen mit Reisetasche, diversen Tüten (bitte nicht knicken, die sehen soooooo toll aus!) und einem „Americaopoly“ aus dem Capitol wieder mit Amtrak Richtung Norden. Das Sommerwetter nehmen wir kurzerhand mit. In New York nehmen wir heute mal ein Taxi und lassen uns und unsere Tüten zum Hotel chauffieren. An der Penn Station wird man, wie auch am JFK-Airport, den Taxen zugewiesen. Sehr entspannt, es kommt gar nicht erst zu Gedränge.

Heute ist schon unser letzter Tag in Washington. Das hochsommerliche Wetter lockt uns ins Freie. Einzige Programmpunkte: Capitol und Public Library. Wir sind erstaunt, wie entspannt man in den USA mit der Umgebung der öffentlichen Gebäude umgeht: Während andernorts das Areal gerne großflächig abgesperrt wird, toben hier auf dem Grün vor dem Capitol unbefangen ganze Trupps von Kindergarten-Mäusen mit ihren Nannys herum.